Parchim in alten Ansichten

Parchim in alten Ansichten

Auteur
:   Wolfgang Kaelcke
Gemeente
:   Parchim
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5556-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Parchim in alten Ansichten'

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9. Festzug 700 Jahre Parchim: die Pest. Das erste Mal wird der 'Schwarze Tod' um 1350 auch Parchim heimgesucht haben, als die Pest Deutschland durchzog. Besonders schlimm war es 1626. Die Chroniken berichten von 1 600 Todesopfern. Auch 1637 ' .. .ist fast aller Vorrath verzehret und des Krieges Bruder, der Hunger, und des Hungers Schwester. die Pest, wieder in der Stadt entstanden ... Viele hundert sind in ein Bündlein Stroh eingewickelt und theils bey der Stadt Mauern, theils in den wüsten Häusern und Städten eingescharret'.

10. Festzug 700 Jahre Parchim: Feuersbrunst und damaliges Löschwesen. Große Brände sind aus den Jahren 1586, 1612, 1684, 1792, 1893 und 1894 bekannt. Brandgottesdienste erinnerten alljährlich daran. Für die Haltung der Löschgeräte waren die Kaveln (Stadtbezirke) verantwortlich. Sie hatten Löscheimer, Feuerhaken, Leitem und mit Wasser gefüllte Tonnen auf Schleifen (Kavelküben) bereit zu halten.

11. Festzug 700 Jahre Parchim: das Kreuztor. Parchim besaß einst mit dem Kreuztor , dem Woekertor und dem Neustädter Tor drei Stadttore. Sie entstanden im 14. Jahrhundert und wurden im 19. Jahrhundert abgebrochen. Für das Fundament des Kreuztores verwendete man Grabsteine des nahe gelegenen Judenfriedhofes. Weiter soll es an diesem Tor die Darstellung eines vom Blitz Getroffenen gegeben haben.

12. Festzug 700 Jahre Parchim: Fischerhütte. Das Parchimer Fischeramt (1230-1240) gilt als das älteste eigentliche Fischeramt Deutschlands. Es bestand bis 1909. Die Rechte gingen an die letzten drei Amtsfischer und von da an die Stadt. Das Amt nannte sich einst Brüderschaft des heiligen Apostels Petrus. Die Amtsrolle enthält von christlicher Gesinnung geprägte Verhaltensregeln und die Strafen bei Nichteinhaltung. Am Turm der Marienkirche befindet sich ein Halbkreis, Fischernetz genannt. Soweit dieses Zeichen sichtbar war, soll die Fischereigerechtigkeit gegolten haben.

13. Festzug 700 Jahre Parchim: Zietenhusar mit gewaltsam Geworbenen. Von 1733 bis 1787 stand Parchim unter preußischer Pfandbesetzung. Ab 1742 bestand die Besatzung aus Zietenhusaren. 1744 nahmen sie am zweiten schlesischen Krieg teil und erlebten Zietens berühmten Ritt mitten durch die feindliche Armee. Im Jahre 1746 kamen sie zurück. Auch in den Siebenjährigen Krieg mußten die Parchimer Zietenhusaren ziehen.

14. Als Handelsplatz wurde Parchim auch das Leipzig Mecklenburgs genannt. Es besitzt neben dem Alten Markt drei weitere Märkte. Im Giebelhaus am Ende des Platzes wohnte im 18. Jahrhundert der Gewürzhändler und Senator Brasch. Er ging als 'Herr Lorenz Stark' in die Literaturgeschichte ein. Dieser Roman seines von hier stammenden Enkels Johann Jakob Engel gilt auch als 'erster Familienroman von bleibendem Werte',

15.

Auf diesem Bilde kannst Du sehen, Wie zum Wochenmarkte gehen Unsre Hausfrau'n einzukaujen, Was im Haushalt sie gebrauchen, Buuer, Eier, Kohl und Fische

Und was sonst noch schmeckt bei Tische. Hier nun, wo der Duft von Rosen

Und von Früchten mich umkosen, Zwischen Zwiebeln und Gemüse

Denk' ich Dein und schick' Dir Grûsse.

Srö~Hc1}e (V1'Ü~~e allS ?arC~{m

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16. Die Postkarte zeigt den Schuhmarkt vom Rathaus aus mit Kriegerdenkmal und Postgebäude. Die fröhlichen Zeeher befinden sich wohl im mittelalterlichen RatsweinkeIler. Dieser Keller war im vergangenen Jahrhundert eine öffentliche Gaststätte. Es handelt sich hier um einen wirklich sehenswerten gotischen Raurn, der heute für Tagungen und andere Veranstaltungen genutzt wird. Zum Genuß geistiger Getränke hatte man in Parchim einst reichlich Gelegenheit. So gab es um 1910 genau 32 Gastwirte, 13 Wein- und Bierhandlungen, fünf Bierverleger. eine Bierbrauerei und eine Weinstube.

Parchim i. }r1.

Schubmarkt

17. Am Schuhmarkt befanden sich neben Rathaus und Georgenkirche das kaiserliche Postamt und das Kriegerdenkmal für die Gefallenen vom Krieg 1870/71. Das Postgebäude links auf dem Bild wurde 1882/83 im Renaissancestil erbaut und 1888 durch die Reichspostverwaltung angekauft. Die Post befindet sich auch heute noch hier. Das Kriegerdenkmal (Bildmitte ) wurde am 1. November 1896 enthüllt. Es mußte wegen des Sparkassenbaues von Schultze-Naumburg 1934 umgesetzt werden und steht heute an der Lübzer Straße. Wie dieser Markt zu seinem Namen kam, ist nicht geklärt. 1370 mußten die Parchimer Schuster von ihrem Platz Zahlungen entrichten. Vielleicht war deren Platz an diesem Markt.

Parchim, Kirche

18. Die St.-Georgen-Kirche entstand nach 1289 als gotischer Backsteinbau auf Feldsteinsockel. Vorher stand an gleicher Stelle eine spätromanische turrn- und querschifflose Basilika. Die Innenausstattung ist kunstgeschichtlich bedeutend. Das trifft besonders auf den Altar von 1421, die Kanzel von 1580, eine Holzplastik des 15. Jahrhunderts und das Ratsgestühl aus dem 17. Jahrhundert zu. In dieser Kirche fand der Philosoph der Aufklärung Johann Jakob Engel seine letzte Ruhestätte.

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