Parchim in alten Ansichten

Parchim in alten Ansichten

Auteur
:   Wolfgang Kaelcke
Gemeente
:   Parchim
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5556-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Parchim in alten Ansichten'

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19. Der Neue Markt erinnert daran, daß neben der Altstadt eine selbständige Neustadt existierte. Sie soll nach 1240 als Gegengründung vom Fürsten Pribislav veranlaßt worden sein. 1282 erfolgte die Zusammenführung beider Städte. Am Neuen Markt stehen die Marienkirche und einige typische Fachwerkbauten. Das herausragende Gebäude im Hintergrund zeigt das Wappen des Gründers der einst weithin bekannten Zichorienfabrik. Hoffmanns Kaffeezusatz wurde in Parchirn von 1805 bis in die dreißiger Jahre unseres Jahrhunderts produziert.

20. Die St.-Marien-Kirche ist ein sagenumwobener Backsteinbau auf Feldsteinsockel aus der Zeit des Übergangs von der Spätromanik zur Frühgotik. Die Einweihung erfolgte 1278. Zu den wertvollsten Bestandteilen der Innenausstattung gehören die Tauffünte von 1365, der Altaraufsatz des 15. Jahrhunderts sowie Kanzel, Orgelempore und Orgelprospekt. Bemerkenswert sind weiterhin jüdische Grabsteine des 13.114. Jahrhunderts. Im Jahre 1908 erfolgte eine Ausmalung der Chorwände durch den Parchimer Künstler W. Schomann. In dieser Kirche wurde der Generalfeldmarschall H. von Moltke getauft.

21. Aufhistorischen Postkarten hat der Ziegenmarkt noch sein altertümliches Erscheinungsbild. Hier wohnten einst die Schlachter. Später siedelten sich Geschäftsleute an. Besonders viel Leben herrschte hier im Revolutionsjahr 1848, als man das Senator Scharlausche Haus im Hintergrund mit Steinen bewarf.

22. Vor den Toren der Stadt entwickelte sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts der Moltkeplatz. Dort stand zunächst das Schützenhaus, aus dem bald das Wallhotel wurde. Das 1876 eingeweihte Denkmal des Grafen Helmuth von Moltke gab dem Platz seinen Namen. Hier stehen auch die Linden der 33er Gilde. In den dreißiger Jahren kam das Landratsamt dazu. In dieser Gegend spukten des Nachts einst Mönche, die wegen ihres unmoralischen Lebenswandels bei lebendigem Leibe eingemauert wurden.

23. Am 2. Oktober 1876 wurde in Parchim das erste Moltkedenkmal Deutschlands enthüllt. Der Schöpfer war Ludwig Brunow aus Lutheran bei Parchim. Die Idee zur Errichtung des Denkmals entstand 1870 und 1871 wurde ein Antrag von der Stadtvertretung einstimmig genehmigt. Finanziell beteiligten sich neben Parchim der Großherzog, der Landtag und Rostock. Moltke selbst kam zur Einweihung nicht. Er ließ sich durch seinen Bruder und seine vier Neffen vertreten. Am 26. November 1876 besuchte Helmuth von Moltke seine Geburtsstadt. Zur Erinnerung an diesen Besuch stiftete er der Stadt 1 000 Mark für wohltätige Zwecke.

24. Das 1863 im 'englisch-gotischen Style' erbaute Wallhotel galt als 'Haus ersten Ranges'. Es hatte um 1900 zwanzig Fremdenzimmer mit großen französischen Betten. Weiterhin waren ein Konzertgarten mit Veranden und ein Theatersaal mit Bühne vorhanden. Mehrere kleine Säle und Gesellschaftszimmer wurden für Festlichkeiten angeboten. So konnte man hohe Gäste wie den Generalfeldmarschall Helmuth von Moltke und Vertreter des mecklenburgischen Herrscherhauses gut empfangen. 1945 richtete sich der russische Stadtkommandant dort ein. Danach wurde aus dem Haus das Polizeigebäude des Ortes.

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25. Die Zentralhalle am Moltkeplatz entstand aus W. Hilgendorffs Garten mit Kegelbahn. 1863 erfolgte die Einweihung des neuen Lokals. Es hatte den größten BalIsaai der Stadt und einen schönen Konzertgarten. Gern trafen sich hier Parchimer Vereine. Aus der Zentralhalle wurde in den fünfziger Jahren das Kulturhaus 'Kurt Bürger'. In den achtziger Jahren begann man mit dem Abriß. 1992 konnte die hier neu errichtete StadthalIe fertiggestellt werden. Auch sie besitzt einen großen Saal. Daneben sind Kulturamt, Bibliothek und Stadtarchiv dort eingezogen.

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Amtsgericht.

26. Das Großherzogliche Amtsgericht entstand am Moltkeplatz in den Jahren 1878/79. Ganz in der Nähe befanden sich einst der mittelalterliche israelitische Begräbnisplatz und die Wallanlagen. Eingeweiht wurde das Gericht am 1. Oktober 1879. Die neugeordnete Reichsjustizverwaltung löste auch in Parchim das Magistratsgericht ab. In dem neuen Gebäude waren untergebracht die Gerichtsdienerwohnung, das Rechtsanwaltszimmer, eine Schreibstube, zwei Registraturen, Gefängniszellen, Beratungszimmer, der große Schöffengerichtssaal, eine Küche , eine Speisekammer, Holz- und Torfräume, eine Mädchenstube , das Pfandlokal und das Auktionslokal. Nach 1952 war hier das Kreisgericht ansässig. Die Bezeichnung Amtsgericht wurde 1992 wieder eingeführt.

27. Im 13 .114. Jahrhundert entstand die Stadtmauer um Parchim. Sie war 6 m hoch, 2,5 km lang und umschloß ein Gebiet von 35,5 ha. 1792 begarm man mit dem Abbruch. Besonders schmerzlich ist der Abriß der drei gotischen Tore im 18.119. Jahrhundert. Kleine Abschnitte der Wehranlage blieben erhalten. So sind von den Wallanlagen aus Mauerreste eines ehemaligen Wiekhauses zu erkennen.

28. Im Jahre 1803 erfolgte der Abbruch des (erstmals 1356 erwähnten) Wockertores. das vom nahe gelegenen Wockersee seinen Namen hat. 1805 entstand hier eine neue Toranlage im klassizistischen Stil. Auch diese wurde noch im 19. Jahrhundert (1883) abgetragen. Durch das Woekertor führten die wichtigen Landstraßen nach Crivitz-Schwerin, Goldberg-Güstrow und Lübz-Plau.

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