Parchim in alten Ansichten

Parchim in alten Ansichten

Auteur
:   Wolfgang Kaelcke
Gemeente
:   Parchim
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5556-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Parchim in alten Ansichten'

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29. Die umfangreichen Wallanlagen der Stadt entstanden im 15. Jahrhundert als eine Verstärkung der Stadtmauer im Altstadtbereich. Die Gräben wurdenmit dem Wasser der Eide gespeist. Bereits im 18. Jahrhundert begann die Umwandlung der Wälle in eine Anlage durch Einebnung und Trockenlegung der Gräben. Der Chronist konnte mit Recht schreiben: 'Für schöne Promenaden hat man in Parchim schon früher als in anderen Städten Sorge getragen.'

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30. In den Wallanlagen wurde dem am 18. Oktober 1904 verstorbenen Bürgermeister, dem Geheimen Hofrat Friedrich Stegemann, ein Denkmal gesetzt. Der 31. August 1834 in Neustrelitz geborene Jurist galt als friedliebender Charakter von vornehmer Denkungsart mit ausgeprägtem Rechtsgefühl. Er verkörperte die sprichwörtlich gewordenen guten Seelen von Parchim. Als Bürgermeister einer der drei mecklenburgischen Vorderstädte wirkte er als Mitglied des Engeren Ausschusses oft bestimmend auf die Geschichte des ganzen Landes ein. Besondere Verdienste erwarb er sich auf dem Gebiet des Verkehrswesens und des Volksschulwesens. Bürgermeister Stegemann trat 1864 in die Stadtverwaltung ein, wurde 18762. Bürgermeister und 1879 1. Bürgermeister.

31. Das Dragoner-Denkmal in den Wallanlagen an der Lindenstraße wurde am 11. Juni 1922 feierlich eingeweiht. Der Bund der 18. Dragoner hatte das Denkmal zu Ehren seiner Gefallenen errichtet. Das Weihegedicht hatte der aus Parchim stammende niederdeutsche Dichter RudolfTarnow verfaßt und gesprochen. Das A auf dem Denkmal steht für Alexandra. Am 9. Juli 1904 wurde die Großherzogin Alexandra von Mecklenburg-Schwerin zum Chef des Regimentes ernannt. Der Buchstabe ist leider abhanden gekommen.

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32. Die Lindengruppe an der Buchholzallee erinnert an die 33er Gilde. Diese Vereinigung soll während der Pest im Jahre 1350 entstanden sein. 33 Bürger beseitigten gemeinsam die Pestleichen. Zu dieser Zeit nannte man sich 'Bruderschaft des Leichnams Christi' und wollte fromme und kirchliche Gesinnung pflegen. Erst nach 1945 hörte die Vereinigung auf zu bestehen. Die Linden wurden 1809 zur Erinnerung an den Beitritt des Herzogs Friedrich Franz I von Mecklenburg-Schwerin gepflanzt.

33. In den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts entstand die nach dem Buchholz führende Buchholzstraße. Um 1900 wurde daraus die Buchholzallee. Lindenbäume spendeten hier im Sommer kühlenden Schatten. Zusammen mit der Friedrich-Franz-Straße gehört diese Allee zur Kreuztorvorstadt. Im Jahre 1896 wohnte der spätere Schriftsteller Erich Mühsam als Gymnasiast in der Buchholzallee. Auch der Erfinder des Echolots, Alexander Behm, wohnte in dieser Straße. Ein weiterer Bewohner war der Schriftsteller Heinrich Alexander Stoll,

34. Wegen der Nähe zur Stadt war das Buchholz ein beliebtes Ausflugsziel. Es ist 3 km breit, 1,5 km tief und 272 ha groß. Ein 1874 gegründeter Buchholz- Verein sorgte dafür, daß der Wald das Aussehen eines Naturparkes bekam. An vielen Stellen gab es Bänke und Pavillons. Nachts trieb hier die wilde Jagd ihr Wesen, Ratsherren erschienen auf dem Patenberg, von einem untergegangenen Kloster ging die Rede.

35. Im Buchholz auf dem Patenberg am Weg nach Slate steht ein Gedenkstein mit folgender Inschrift:

Dem/ Andenken an Rechtsanwalt/ Otto Heucke/ in Parchim/ von Freunden des Waldes/ gewidmet/ 1892. Aus enger Stuben dumpfer Luft/ Nur froh hinaus in Waldesduft. Der am 23. April 1892 verstorbene Rechtsanwalt Otto Heucke hatte als Mitbegründer des Buchholzvereins (1874) großen Anteil an der Ausgestaltung des Waldgebietes zu einem beliebten Aufenthaltsort für Erholungsbedürftige.

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36. Im Jahre 1879 wurde mit dem Bau der Schützenhalle im Buchholz begonnen. Hier nahm die 1410 gegründete Schützengilde ihren Sitz. Der Königschuß fand nun im Buchholz statt. Der Gasthof 'Schützenhalle' rühmte sich als altrenommiertes Familienrestaurant und Ausflugsort ersten Ranges mit aufmerksamer Bedienung. Man pries ihn als Wirtsohaft unter schönen, schattigen Eichen, in der man gut aufgehoben ist, Nach 1945 wollte dort niemand mehr wohnen. So verfiel das Lokal.

37. Ganz in der Nähe der Schützenhalle stand die Schießhalle mit den dahinter liegenden Scheibenständen. Anläßlich der Feier zum 500jährigen Bestehen der Schützengilde im Jahre 1910 wurde die Schießhalle zu einem ansprechenden Bau umgestaltet, der sich gut in die Umgebung einfügte. Auch dieses Gebäude überlebte das Jahr 1945 nicht lange.

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Bilder aus dem Sonnenberge

38. Der Sonnenberg ist ein Naturschutzgebiet 3 km südlich von Parchim. Viele Sagen sind hier zuhause. So auch die vom Räuber Vieting, der hier mit seinen Kumpanen gehaust haben soll und durch die List eines geraubten Madehens dingfest gemacht wurde. Der große Stein war eine Hochzeitskutsche , die zu unchristlich später Zeit durch den Sonnenberg fuhr. In die Wunderbuche verwandelten sich zwei verfolgte Liebende. Wer dreimal eine Acht bildend durch den Stamm ging, bekam einen Wunsch erfüllt. Er mußte aber darüber schweigen. Im Sonnenberg soll man die höchsten Douglasien Europas bewundern können.

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