Parchim in alten Ansichten

Parchim in alten Ansichten

Auteur
:   Wolfgang Kaelcke
Gemeente
:   Parchim
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5556-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Parchim in alten Ansichten'

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39. Aus Parchims Umgebung- Wunderbuche im Sonnenberg.

Es steht eine Wunderbuche Im Sonnenberg-Revier Zwei schlanke Äste tragen Vereint der Krone Zier.

Sie bilden eng verschlungen Ein grünes Pförtelein.

Und wer es still durchschreitet Der soll gesegnet sein

Es wird, so geht die Sage Erfüllt woran man denkt Wenn man zu dreien Malen Hindurch die Schritte lenkt.

40. Auch oer Wockersee gehört zu den Geschenken der Natur an die Stadt Parchim. Er diente dem Fischfang und der Erholung. Der See hat eine Fläche von 65 ha, ist 1 500 m lang und 580 m breit. Seine Tiefe beträgt durchschnittlich 5-6 m. Um ihn herum führt ein 4 km langer Weg.

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~ 41. Erholung am Wockersee bot natürlich das Baden. Am östlichen Ufer befanden sich ein Freibad und eine Militärbadeanstalt. Ein Freibad gibt es auch heute noch dort. Am gegenüberliegenden Ufer an der Schweriner Straße war eine Vereinsbadeanstalt. Dort konnte man gegen Bezahlung eine Zelle mit Bassin, eine Zelle oder die Halle benutzen. Auch Schwimmunterricht wurde angeboten.

42. Das 'Kurhaus Wockersee' entstand kurz vor dem Ersten Weltkrieg (1912) als Waldpensionat auf dem Fischerkamp. Es pries sich als den schönsten Ausflugsort Parchims mit angenehmen Wohnungen und bester Verpflegung zu mäßigen Preisen. Ruder-, Segel- und Angelsport waren hier möglich. Mitte der dreißiger Jahre änderte das Kurhaus seine Funktion. Es wurde eine Kreisführerschule, aus der nach 1945 eine Sportschule wurde. Bald danach übernahm die Gesellschaft für Sport und Technik (GST) das Haus. Die GST blieb hier bis 1990.

43. Die Markower Wassermühle am Wockersee bei Parchim hat eine lange Geschichte. Sie wurde 1342 das erste Mal genannt, als Sühnegabe für einen Totschlag. Die landschaftlich schön gelegene Mühle befand sich auf altem Kulturboden. Seit der Jungsteinzeit sind Menschen hier nachweisbar. Nach dem Ersten Weltkrieg zerstörte ein Feuer das Mühlengebäude. Ein Scheunenbrand schädigte die zuletzt betriebene Landwirtschaft. Das Anwesen verfiel. 1935 erwarb der Dichter Friedrich Griese das Grundstück und erbaute hier für sich und seine Familie ein neues Haus.

44. Von 1935 bis 19471ebte der Dichter Friedrich Griese (2. Oktober 1890-1. Juni 1975) am Wockersee in seinem Rethus auf dem Gelände der ehemaligen Markower Wassermühle. Der Dichter empfand seine Arbeit als 'vom lieben Gott und vom alten Meekienburg auferlegt'. Ihm ging es um das Aufzeigen des Zusammenhanges 'zwischen dem Boden und all seinem Lebendigen'. Einige Bücher dieses großen deutschen Erzählers wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Seit 1947 wird das Gebäude als Kinderkurheim genutzt.

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45. Im Jahre 1920 begann man mit der Errichtung des neuen Friedhofes am Wockersee nach den Entwürfen des Architekten Werner Cords aus Parchim. Die Kapelle mit der angrenzenden Halle aus Backstein wurde von 1921 bis 1923 erbaut. Die erste Beerdigung fand hier am 3. März 1922 statt. Das Grab des Baumeisters selbst, der später als Landbaumeister in der Nachfolge D. Gillys bekannt wurde, befindet sich auf diesem Friedhof. 1931 wurde hier das Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges geweiht, 1946 entstand eine Gedenkstätte für Opfer des Faschismus, 1970 wurden die Reste des jüdischen Friedhofes hierher verlegt. Die Anlage gehört zu den schönsten Friedhöfen Norddeutschlands.

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46. Die Woeker fließt im Norden in den Wockersee. Sie kommt aus dem Darzer Moor und bringt sauerstoffreiches Wasser mit. Einst trieb das Flüßchen zwei Wassermühlen an. Landschaftlich besonders reizvoll ist hier das Woekertal. Eine Eisenbahn überquert seit 1885 die Woeker.

47. Auf der Postkarte ist ein Teil der Neustadt von der Eide aus gesehen abgebildet. Zu sehen sind der neue nach 1900 eingerichtete Hafen mit Schleusenanlage, die Marienkirche im Hintergrund links und rechts im Hintergrund das Bahnhofshotel. Die Neustadt entstand als planmäßige Anlage neben der Altstadt um 1240, vielleicht vom Fürsten Pribislaw Hl. gegründet. Das 1905 eröffnete Bahnhofshotel wurde in den dreîßiger Jahren wegen des Schleusenneubaues (1936-1938) abgerissen.

48. Von nicht geringer Bedeutung für die Parchimer war der Fluß Eide. Sein Fischreichtum brachte Nahrung, seine Kraft trieb Mühlen an. Die Kaufleute hatten ihre Wasserstraße zur Eibe hin. Ein Parchimer rühmte die Eide 1682: 'Wird nicht aus ihm Bier gebraut, so süß, so edel, so ausgezeichnet, daß es mit den übrigen nicht nur streitet, sondern sie wahrhaftig auch bei weitem übertrifft, ja von vielen begierig erwartet wird .. .' Später nutzten Industriebetriebe den Fluß.

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