Parchim in alten Ansichten

Parchim in alten Ansichten

Auteur
:   Wolfgang Kaelcke
Gemeente
:   Parchim
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5556-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Parchim in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Parchim - Partie an der Lange-Straße

59. Der Gasthof 'Zur goldenen Traube' in der Langen Straße nannte sich auch 'Vereins-Lokal sämtlicher Gewerke'. Die ausgehängten Schilder zeigten unter anderen Tischler und Zimmerleute an. Das Gasthaus war gleichzeitig Herberge. Wandernde Gesellen aus ganz Deutschland kehrten hier ein. Sie brachten Neuigkeiten in die Stadt. Von 1895 bis 1903 war hier ein Arbeiter-Bildungs-Verein tätig. Der Gasthof war Gründungsort von Parteigruppen.

60. Der östliche Arm des Flusses Elde führt mitten durch die Stadt. Er trennt die Altstadt von der Neustadt. Der Flußarm wurde mit der Zeit immer schmaler und zuletzt teilweise verrohrt und zugeschüttet. Die Stege hinter den Grundstücken dienten zum Wäsche spülen.

61. Der einstige 'Liebling der Deutschen', der Generalfeldmarschall Helmuth von Moltke, wurde am 26. Oktober 1800 in Parchim geboren. Sein Geburtshaus steht in der Langen Straße, unweit der Marienkirche. Am 4. Mai 1867 verlieh die Stadt dem Chef des Generalstabes der Armee Preußens die Ehrenbürgerwürde. Am Geburtshaus wurde eine Gedenktafel angebracht. Die jetzige Tafel ist von 1988. 1890 wurde das Haus von Spenden aus ganz Deutschland aufgekauft und Eigentum der bis 1949 existierenden Moltkehaus-Stiftung.

Parchim i. M.

l.a~ge5traße.

62. In der Langen Straße steht ein sehenswertes Giebelhaus (vorn rechts auf der Postkarte). Es besitzt drei Vollgeschosse und ein Dachgeschoß. Es gehörte einst dem Zinngießer Wage und dem Kaufmann Fanter. lacob Christian Fanter war der Großonkel des Dichters Fritz Reuter. Am Haus sind zwei Spruchbalken zu erkennen. Auf dem einen steht: 'Wo der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst die daran bauen. Wo der Herr nicht die Stadt baut, so wachet der Wächter umsonst.' Der zweite Balken verkündet: 'Des alten Hauses bin ich durch das Feuer beraubt. Das neue habe ich durch Gottes Hilfe wieder gebaut. Darum habe ich aus hoher Not nicht können enden. Darum wollest du frommer Gott mir es helfen wenden. Anno Domini 1612.'

63. Im Jahre 1915 eröffnete das Kaufhaus Hirsch Aseher in der Lindenstraße seine neuen Geschäftsräume. Es warb als das moderne Spezialhaus für jedermann und billigste Bezugsquelle. Man konnte dort Herrenkonfektion, Kinderkonfektion, Kurzwaren, Stoffe, Teppiche , Spielwaren, Berufskleidung usw. kaufen. Den jüdischen Kaufhausbesitzern wurde während der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft großes Unrecht zugefügt. Man mißhandelte die allgemein beliebten Geschäftsleute und deportierte sie später. Von dort kehrten sie nie wieder zurück.

ur Erinnerung an den 26. Meckbg

F euerwehr- Verbandstag .

am 16., 17. u. 18. Aug. 1913 in Parchim

64. Im Jahre 1897 wurde das neue Spritzenhaus mit Steigerturm für die Feuerwehr errichtet. Damit bekam die 1881/94 gegründete Wehr ein für damalige Verhältnisse modernes Gebäude, das auch heute noch seinen Zweck erfüllt. Die Feuerwehr wurde der Stadt um die Jahrhundertwende zunehmend wichtig. 1907 übernahm der Polizeisenator die Oberleitung über den ehemaligen Verein. Die Uniformierung wurde eingeführt. 1929 wurde eine elektrische Alarmanlage eingerichtet und 1930 bekam die Wehr ein neues Löschfahrzeug. Damit hatte Parchim eine der am modernsten ausgerüsteten Feuerwehren Mecklenburgs.

'Parifjim i. 'Ol. WalJenverli.

65. Auch der 1906 fertiggestellte Wasserturm gehört zu den Wahrzeichen der Stadt. Nun konnte Wasser direkt an die Haushalte abgegeben werden. Auch Hydranten entstanden. 1918 wurde das Wasserwerk von der Stadt angekauft. Diese Ansichtskarte ist um 1914 von der Firma Glückstadt & Münden in Hamburg hergestellt; der Zeppelin ist mit Sicherheit eine Fotomontage. Erst in den dreißiger Jahren sorgte der Flug von Flugschiffen über Parchim für Aufsehen.

66. Das Krankenhaus am Wockersee war ursprünglich die Villa der Familie Heucke. Die schwerkranke Tochter des Kommerzienrates Heucke bat VaT dem Tod ihre Eltern, einen Teil ihres Verrnögens zur Errichtung eines Krankenhauses zu verwenden. Weitere großzügige Spenden folgten. Die Einweihung erfolgte am 11. Juli 1905. Durch das Können und die Einsatzbereitschaft vieler Ärzte erlangte die Einrichtung großes Ansehen über die Grenzen der Stadt hinaus, 1939 wurde ein größerer Umbau durchgeführt. Am 16. Januar 1930 verstarb in diesem Krankenhaus Johannes GilIhoff, der mit seinem Buch 'Jürnjakob Swehn, der Amerikafahrer' auch im Ausland bekannt wurde.

67. Das Gebäude der Superintendentur entstand als zweistöckiger Ziegelrohbau im Jahre 1812. Es ist ein Werk des Hofbaumeisters Barca aus Ludwigslust. Der erste Superintendent Mecklenburgs (ab 1540) Johann Riebling hatte seinen Sitz in Parchim. Er war auf Luthers Empfehlung durch Herzog Heinrich V. ins Land geholt worden. Im Hintergrund des Bildes ist ein Walmdach-Fachwerkhaus aus dem 16. Jahrhundert zu sehen.

Parchim i. M.

Herberge z .?? r Heimat (H. Röpke

68. Das Haus der Landeskirchlichen Gemeinschaft hat eine wechselvolle Geschichte. 1349 erfolgte die Stiftung als St.-Bartholomaeus-Kapelle. Nach der Reformation wurde die Kapelle in ein Armenhaus umgewandelt. Das blieb bis 1828 so. Danach diente das Gebäude als Kornspeicher. Nach einer weiteren Veränderung entstand dort eine Herberge 'Zur Heimat' (1893-1920). Noch biszum Anfang des 19. Jahrhundert war die Kapelle von einem Friedhof umgeben. Vereinshaus ist das Gebäude seit 1920.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek