Parsberg in alten Ansichten

Parsberg in alten Ansichten

Auteur
:   G. Pflüger
Gemeente
:   Parsberg
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2459-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Parsberg in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

EINLEITUNG

Die weit über tausendjährige Stadt Parsberg wird überragt von einer ausgedehnten Burganlage, deren Zwiebeltürme als Wahrzeichen Parsbergs von weitem zu sehen sind. Vom Bergfried aus genießt der Besucher einen herrlichen Rundbliek über die sanfte Hügellandschaft des Oberpfälzer Jura.

Heimisehes Volks- und Brauchtum werden in Parsberg noch eifrig gepflegt. Durch eine Vielzahl von Aktivitäten, insbesondere auf Vereinsebene, ist man bemüht, die Sitten und Gebräuche unserer Väter der Nachwelt zu überliefern und dadurch eine tiefverwurzelte Bodenständigkeit zu bewahren.

Durch ein modernes Schulzentrum mit Grund-, Haupt-, Sender- und Realschule sowie Vollgymnasium ist Parsberg eine überregionale Bildungsstätte für die Jugend geworden. Nachdem im Zuge der Gebietsreform der ehemalige Landkreis Parsberg aufgelöst und eine ganze Anzahl von Behörden abgezogen wurden, erlebte Parsberg einen Wandel von der Behördenstadt zur Schulstadt. Außerdem wandte man sich verstärkt dem Fremdenverkehr zu, was mit der Eröffnung des Freizeitzentrums 'Jura-Mare' im Mai 1977 seinen vorläufigen Höhepunkt fand.

Wirtschaftlich gesehen herrschen, abgesehen von einigen kleineren Industriebetrieben, mittelständische Handels- und Handwerksbetriebe vor. Insbesondere in den Außenbereichen jedoch liegt der Schwerpunkt noch heute auf land-, beziehungsweise forstwirtschaftlichem Sektor.

Für den Leser mit historischem Interesse sei hier noch kurz die Parsberger Geschichte in wenigen Streifzügen erwähnt: Die erfaßbare Geschichte beginnt im Jahre 933 mit der frühesten Nennung von Burg und Herrschaft Parsberg. Von diesem Zeitpunkt ab ist die Ortsgeschichte im Grund genommen auch die Geschichte der Herrschaft von Parsberg bis zu deren Aussterben in direkter Folge am 7. Mai 1730. Acht Jahrhunderte lang saß das berühmte Geschlecht der Herren von Parsberg auf der Burg über dem Ort.

Bedeutende Persönlichkeiten des Parsberger Adels gelangten zu hohen Würden, so als Bischöfe von Regensburg und Eichstätt sowie als Schultheißen der Reichsstadt Nürnberg. Parsberger Ritter waren am Hof in Dänemark und Lothringen. Letzte Nachkommen der dänischen Linie leben heute noch in Frankreich und Belgien,

Die romanische Burg wurde 1314 era bert und niedergerissen. Um 1450 hat Ritter Hans von Parsberg gemacht die dicke maur umb das Schloß und den neuen Thurm und angehebt den neuen Graben und die Mauern umb den Perg zu Parsperg . Diese Burganlage wurde im Dreißigjährigen Krieg durch schwedische Truppen zerstört (heutige Ruine). Nach 1650 wurde das untere Schloß neu erbaut, wobei der Kern des Türmepaares und des anschließenden Traktes wahrscheinlich noch Teile des älteren Bestandes umfaßt. Nach dem Aussterben des Rittergeschlechtes 1730 ging die Herrschaft an die Grafen von

&:hönborn über, bis 1810 der bayerische Staat die Nachfolge antrat.

In den Jahren 1571 und 1841 brannte der Markt fast total ab. Mit dem Bahnbau 1872 begann der wirtschaftliche Aufschwung des Marktes Parsberg, der durch die Stadterhebung am 23. August 1952 seinen sichtbaren Ausdruck fand.

Mit diesem Buch wollten wir keine historische Bilddokumentation aus der jahrhundertelangen Geschichte der Stadt Parsberg zusammenstellen. Wir wollten hier nur zeigen, wie unsere Heimatstadt zur Zeit unserer Großväter, das heißt in den Jahren von etwa 1880 bis 1930, ausgesehen hat. Sicherlich wird sich der eine oder andere in so manchem Bild wiedererkennen.

Dieses Buch hätte nicht zustande kommen können, wenn nicht eine ganze Anzahl von Parsbergern uns ihr historisches Wissen und ihre Kenntnisse aus der Vergangenheit zur Verfügung gestellt hätten. Besonders hilfreich waren hierbei auch die Informationen aus der Parsberger Chronik von Alfred Spitzner, Freundlicherweise stellte uns Herr Altbürgermeister Perras sein umfangreiches Bildmaterial für diesen Zweck zur Verfügung. Für all diese Hilfe und Unterstützung sei auf diesem Weg herzlich gedankt.

1. Zu Beginn unserer kleinen Bilderschau soll diese Zeichnung in etwa einen überblick über die Umgebung von Parsberg aus der Vogelperspektive verrnitteln. Insbesondere wird hier der Verlauf der Bahnlinie Nürnberg-Regensburg, deren Erstellung die Entwieklung der Stadt Parsberg maßgeblich beeinflußt hat, sehr deutlich dargestellt. Besonders interessant wird hier auch die Art der Gestaltung von Ansichtskarten im Laufe der Jahrzehnte veranschaulicht. Diese Karte stammt etwa aus dem Jahre 1910.

Parsberg u.Umgebung C:=J auS dl!rVogelsthau.c:::::J

Parsberg - Bahnhof

2. Der frühere Markt Parsberg von Norden. Die Aufnahme stammt etwa aus dem Jahr 1913. Links ist das Bahnhofsgebäude zu erkennen, das in seiner ursprünglichen Form, von kleineren Anbauten abgesehen, bis heute erhalten geblieben ist. Beiderseits der Bahnlinie sicdelten sich im Laufe der Zeit Betriebe an, die heute einen gewissen wirtschaftlichen Schwerpunkt Parsbergs darstellen. Der gesamte Nordhang des Burgberges ist im übrigen zwischenzeitlich fast vollständig bebaut. Am rechten Bildrand ist das ehemalige 'Buädl-Anwesen' zu erkennen. Der Besitzer betrieb dort eine Schuhmacherei und wurde deshalb auch 'Fuchsenschuster' bezeichnet. Man erzählt sich noch heute, daß die Frau des Handwerkers in Pantoffeln nach Weiden (I) zum Markt ging, um dort die Erzeugnisse zu verkaufen. Das Haus des Schusters wurde ursprünglich als Eisenbahn-Bauhütte errichtet.

3. Das obige Bild zeigt den Bahnbau bei Parsberg arn Beginn des Einschnitts am Schindelberg. Die 'Ostbahnstrecke Regensburg-Seubersdorf" wurde am 1. Oktober 1873 eröffnet. Sie brachte für den Markt Parsberg eine einschneidende Cäsur in seiner Entwicklung. 'Jetzt ist der Anschluß an den öffentlichen Verkehr hergestellt und der Weg in die Zukunft geebnet', hieß es damals übereinstimmend.

J>arsberg -- Westansicht

4. Wer heute den im Vordergrund sichtbaren Feldweg benutzt, befindet sich in der Eichendorffstraße. Sie verbindet den Stadtkern mit dem Siedlungsgebiet 'Nerd-West' und befindet sich 'fast mitten in Parsberg', Gerade hier wird die enorme Erweiterung Parsbergs in den letzten Jahrzehnten deutlich sichtbar. Diese Aufnahme ist etwa im Jahr 1925 entstanden. Auffallend ist das Fehlen des Postamtes, das in den Jahren 1927/28 errichtet wurde. Auf jahrhundertelange Bedeutung des Postwesens für Parsberg sei in diesem Zusammenhang verwiesen, denn bereits im Jahre 1663 wurde hier eine 'vormals Taxis 'sche kaiserliche Reichsposthalterei' gegründet.

Gruss aus ~aTsberg

5. Hier eine Ansicht des Marktes von Westen aus dem Jahre 1907. Als zentrales Gebäude fällt links die Villa des früheren Veterinärrates Lehner - erbaut im Jahre 1904 - auf. Heute ist das Gebäude kaum noch sichtbar, weil es von einem weitläufigem Park umgeben ist. Der Birnbaum in der Bildmitte steht auf dem sogenannten Schulhügel. Der Hügel wurde als Holzlagerplatz benutzt, Seine Bezeichnung erhielt er, weil der jeweilige Lehrer berechtigt war, für die Benutzung des Platzes eine Pachtgebühr zu verlangen, um so sein ziemlich kärgliches Salär etwas aufzubessern.

6. Bliek auf Parsberg vom südlich gelegenen Kalvarienberg aus. Diese sehr alte Aufnahme entstand bereits vor dem Jahr 1880. Rechts neben dem Kirchturm (erbaut in den Jahren 1736-1738) sind noch der alte Pfarrhof und rechts neben dem Turm die ehemalige Kirche und das frühere Schulhaus erkennbar. Selbst die Burg hat ihr Aussehen zwischenzeitlich durch einen Anbau etwas verandert. Die Mauer im Vordergrund umgab ehedem den Schloßgarten. Die heute entlang der teilweise noch erhaltenen Mauer führende Straße erhielt deshalb die Bezeichnung 'Schloßgartenstraße'.

Parsberg

7. Aus südöstlicher Richtung bietet sich dem Betrachter dieses Bild von Parsberg. Es entstand nach 1911, denn in diesem Jahr wurde das alte Grundschulgebäude fertiggestellt. Im Vordergrund ist der Friedhof zu sehen, der in erheblich erweiterter Form heute noch verwendet wird. Die auf dem Bild sichtbare Größe erhielt der Friedhof nach einer Erweiterung im Jahre 1870, wobei er als Nebenfriedhof (der eigentliche Friedhof befand sich bei der Kirche) bereits lange vorher existierte. Der Eingang zum Friedhof befand sich damals nicht an der Lupburger Straße, sondern im Westen beim Anwesen 'Postgirgl', heute Schmid, am Forstgattenweg.

8. Diese Aufnahme stammt etwa aus dem Jahr 1890. Deutlich sichtbar ist der noch junge Baumbestand an der Ostseite des Burgberges, Die heute als Schloßpark oder Kapellenberg bezeichnete Anlage wurde etwa zehn Jahre zuvor von Revierförster Silberhorn auf Initiative von Bürgermeister Dr. Boecale mit einer Vielzahl verschiedener Baumarten bepflanzt, Was diese beiden verdienten Männer mit großer Sorgfalt aufgebaut haben, steht heute einzigartig vor uns, Eine Anlage, die zujeder Jahreszeit alle erfreuen kann, In letzter Zeit wurden von der Stadt Parsberg umfangreiche Sanierungsmaßnahmen eingeleitet, um den Park vor größeren Schaden zu bewahren.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2018 Uitgeverij Europese Bibliotheek