Pegnitz in alten Ansichten Band 2

Pegnitz in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Peter Spätling
Gemeente
:   Pegnitz
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5711-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Pegnitz in alten Ansichten Band 2'

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59. Es ist zwar nicht ganz richtig, daß 'Der Kulm' der höchste Aussiehtsberg der Fränkischen Schweiz ist, doch zeigt diese Aufnahme den Ortsteil von Buchau an der Straße nach Trockau, wie er noch viele Jahre nach 1945 aussah. Heute liegt nicht nur der große Betrieb der Buchauer Holzofenbäckerei in der Bildmitte, sondern auch mehrere Neubaugebiete im Hintergrund, die das ehemalige Bauerndorf zu einer StadtrandWohngemeinde werden ließen. Die geringe Entfernung zu Pegnitz, aber auch die unmittelbare Nähe zur Natur, machen heute den Wohnwert in diesem Gebiet aus.

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60. Auch Leups ist eine slawische Ortsgründung, dessen erste urkundliche Erwähnung in das Jahr 1280 fällt. Dort wird es im Zusammenhang mit einem Hammerwerk genannt. Dieser Hammer war aber schon 1530 wiederverfallen. Der in der Nähe gelegene 'Kotzenhamrner' wurde früher auch als 'Unterlewbs' bezeichnet. Hier liegen die Spuren früherer Eisenverarbeitung im Pegnitzer Raum. Heute ist es vor allem das dunkle Bier einer kleinen Privatbrauerei, das Fremde in den kleinen Ort loekt. Die kleine Kapelle St. Joseph liegt in der Ortsmitte und wurde 1789 erbaut.

Gruß aus Bächenbach

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61. Eines der ältesten Dörfer um Pegnitz ist Büchenbach. Wie Pegnitz selbst ist es bereits 1119 in der Stiftungsurkunde des Klosters Michelfeld als 'Buchenbach ' erwähnt. Der Ortsname bedarf somit keiner Erklärung. Bemerkenswert ist aber, daß es schon in der genarmten Urkunde Pfarrei war und somit zu den Urpfarreien vor der Errichtung des Bistums Bamberg zu zählen ist. Sogar die katholische Gemeinde Pegnitz gehörte bis 1935 zur Pfarrei mit der Kirche St. Vitus in Büchenbach. Neben der Kirche steht das Pfarrhaus und, wie es sich früher für eine kleine Gemeinde gehörte, das Schulhaus, das längst zweckentfremdet ist. Die Versorgung des Dorfes stellten einst kleine Handlungen, wie die von Johann Schmitt, sicher.

BÜCHENBfCH, OBfR.

62. Manche landwirtschaftliche Anwesen verdienten sich ein Zubrot mit dem Handel von vielen Dingen des täglichen Bedarfs. Immerhin war damals die Fahrt in die Kleinstadt Pegnitz ja zumindest eine Halbtagesreise. Heute jedoch sind die kleinen Kramerläden wie der von Johann Förster meist längst verschwunden. Ein anderer Nebenerwerb waren kleine Gastwirtschaften, bei denen gelegentlich Wohn- und Wirtsstube identisch waren. Verbunden war damit auch oftmals das Braurecht, das heute zwar nicht mehr von den Gasthäusern Förster und Wolfring, die hier im Bild zu sehen sind, wahrgenommen wird, wohl aber von der Gastwirtschaft Herold, die noch immer das dunkle, süffige 'Beckn Bier' braut und ausschenkt.

T.B.OCKIU

Oberfrank~n.

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63. Der Markt Trockau war wohl die bedeutendste Eingemeindung für Pegnitz und liegt von allen hinzugekommenen Ortschaften am weitesten vom Sradtkern entfernt, so daß die Bezeichnung 'Ortsteil' schon etwas absurd ist. Beherrschend für das Ortsbild ist bis in die Gegenwart das Schloß, dessen einstiger erstgenannter Eigentümer ein Werner von Trogave war. Ob sich der Ortsname vom slawischen Personennamen 'Drogov' oder einfach von 'trockener Au' ableitet, wird wohl nicht mehr geklärt werden können. Die Burg war ab 1287 im Besitz eines Beppo Groß, der einst Dienstmann der Grafen von Schlüsselfeld war und dessen Geschlecht noch heute das Anwesen besitzt. Die abgebildete Federzeichnung stammt vom Anfang dieses Jahrhunderts.

64. Erstaunlich bei der ehernaligen Bedeutung des Ortes, der 1820 sogar ein Patrirnonialgericht erster Klasse crbalten hatte, ist, daß Trockau erst 1949 rnit der St.-Thomas-Kirche ein eigenes Gotteshaus erhielt. Dieses ist auf der obigen Ansicht noch nicht zu sehen. Einziges Gotteshaus war die Schloßkapelle St. Oswald, die im 13. Jahrhundert errichtet wurde. Der heutige Bau, wie er auf der Ansicht zu sehen ist, geht aber auf einen Umbau im Jahre 1603 zurück. Der Sakristeiturm wurde fünf Jahre später gebaut. Mit auf der Ansichtskarte ist die festlich geschmückte Handlung von Joharm Zitzmann.

65. Eine besonders originelle Aufnahme existiert von der Feuerwehr in Trockau. Diese wurde 1873 gegründet und erhielt 1877 eine Fahne für 164 Goldmark. die eine der ältesten in unserer Gegend darstellt und die auf dem Bild mit zu sehen ist. Mit ihrern Spritzenwagen stellten sich die Feuerwehrleute vor einem extra gemalten Hintergrund. auf dem auch das Schloß von Trockau zu sehen ist, auf. Das war ein enormer Aufwand, der damals für ein Erinnerungsfoto betrieben wurde und zeigt zugleich die Einmaligkeit einer solchen Aktion. Im Vordergrund steht die Führungsgruppe in festlichen Uniformen. Erster Kommandant war Josef Zitzmann, der die stattlichste Person dieser Gruppe ist.

Gruf! aus NEUDORF bei Pegnitz

66. Der Ortsteil Neudorfist 1280 als 'Niwendorf' zum ersten Mal genannt. Ob das 'Neue Dorf' im Gegensatz zur 'Altenstadt' oder als Nachfolger der Ortschaft Steckenbühl, einer heutigen Wüstung im Veldensteiner Forst, so genannt wurde, konnte bis heute nicht eindeutig geklärt werden. Tatsache ist jedoch, daß es bei seiner Eingliederung in das Amt Böheimstein im Jahre 1358 bereits vierzehn Höfe besaß, von denen einige recht stattliche Ausmaße hatten. Da das Dorf entlang der Hauptstraße Bayreuth-Nürnberg lag, konnten einige Landwirte durch Gastwirtschaftsbetriebe zusätzliches Einkommen erzielen. Inzwischen wurde aber die Bundesstraße als Umgehungsstraße am Ort vorbeigeführt, und die Autobahn zerschnitt ihn in zwei Ortsteile.

67. Interessant ist auch, daß Neudorf als einziges Dorf unserer Umgebung eine Waldhufenflur besaß. Das heißt, die Häuser standen, wie auf dem Bild gut zu sehen ist, längs der Straße rnit streifenförmigen Besitzparzellen bis an den Waldrand. Dieses Ortsbild blieb auch so bestehen, als das Dorf 1882 durch einen Großbrand fast völlig zerstört wurde. Auch der in der Mitte gelegene Dorf- und Löschweiher konnte die Katastrophe nicht verhindern. 1989 hätte sich dies nach einem Blitzschlag im Bereich des alten Ortskernes beinahe wiederholt. Erwähnenswert sind ebenso mehrere kleine Brotbackhäuschen, die auf dem Ortsbild noch gut zu erkennen sind.

68. Eine der größten im Zuge der Gebietsreform nach Pegnitz eingegliederten Ortschaften war Bronn, zu dem selbst eine Reihe weiterer Dörfer gehörten. Bronn ist auch eine der ältesten Siedlungen um Pegnitz und ist schon 1198 erstmals erwähnt. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist die Kirche, deren wuchtiger Bau nach wie vor das Ortsbild bestimmt. Hervorzuheben ist der romanische Zackenbogen des Hauptportals, der der Bamberger Dornbauhütte des 13. Jahrhunderts zugeschrieben wird. Die Beschriftung der Karte 'Römerportal a.d. Jahre 1100' entbehrt jeglicher Grundlage. Natürlich hatte auch Bronn eine eigene Schule, doch schon lange bringt der Schulbus die Kinder in die Schulen nach Pegnitz.

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