Pegnitz in alten Ansichten Band 2

Pegnitz in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Peter Spätling
Gemeente
:   Pegnitz
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5711-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Pegnitz in alten Ansichten Band 2'

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69. Die ehemalige Bedeutung Bronns zeigt auch die einstige infrastrukturelle Ausstattung, die über die eines kleineren Dorfes weit hinausging. So war der Ort nicht nur mit einer Brauerei und den entsprechenden Gaststätten versehen, sondern auch mit einem Kolonialwarenladen, der sich 'Spezerei Kurz- und Schnittwarenhandlung J ohann Andreas Berner' nannte. Statt einem Schaufenster wiesen emaillierte Blechschilder - heute begehrte Sammlerobjekte- auf das Warenangebot hin. Darüberhinaus war auch eine kleine Tankstelle angegliedert, das die erste und einzige Zapfsäule in der weiteren Umgebung darstellte.

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70. Daß es von Lüglas, einem der kleinsten Ortsteile. überhaupt Ansichtskarten gibt, ist an sich schon verwunderlich. Aufgebaut ist auch diese Karte nach einem für frühere Zeiten typischen Muster: Oben quer eine Ortsansicht, unten kleinere Bilder, wobei oft eine Gastwirtschaft hervorgehoben ist, die meist, wie auch in diesem Fall, die Karte in Auftrag gegeben hat. Der Ort selbst gehörte bis zum 1. Juni 1976 zu Bronn, ist aber als Einzelhof schon im 13. Jahrhundert erwähnt. Ein großes Problem für dieses kleine Dorf auf der Albhochfläche war stets die Wasserversorgung. Deshalb schloß man sich schon 1916 mit acht weiteren Dörfern zum Verein 'Püttlachgruppc' zusammen, mit der Aufgabe, die Orte mit Wasser aus einer nahe der Püttlach gelegenen Quelle zu versergen.

ÇjastwkfiJschaft ven J. Çjrdlner.

71. Körbeldorf wurde vermutlich von den Slawen als 'Churbendorf' gegründet, wie es auch 1119 erstmals bezeichnet wird. Es hat eine recht wechselvolle Geschichte erlebt, gehörte zeitweise zum Amt Wartberg einem Amtssitz, der in der Nähe des kleinen Kulms lag -, dann zum Gößweinsteiner und später zum Hollenberger Amt, bis es schließlich 1972 nach Pegnitz eingemeindet wurde. Der dörfliche Charakter, wie er sich auf der Ansichtskarte bietet, wobei die eingewachsenen Gehöfte hier schon an das Dornröschenmärchen erinnern, blieb bis heute weitgehend bewahrt, Auch der Name Grellner ist neben den Haberbergern noch immer am häufigsten im Ort vertreten.

GruB von Hollenberg (fränk. Schweiz)

72. Seine einstige Bedeutung hat Hollenberg, dessen Namen wohl auf 'Hohler Berg' zurückzuführen ist, völlig verloren. Kaiser Kar! IV. ließ zu Beginn des 15. Jahrhunderts auf dem mit Höhlen durchzogenen Felsen eine Burg erbauen, die ab 1402 Sitz eines Amtmanns war und deren Ruine im rechten Bild zu sehen ist. Mit dem Verfall der Amtsburg im 17. Jahrhundert schwand auch die Bedeutung des Weilers. Erhalten blieb, bzw. wieder neu errichtet wurde der lauschige Biergarten, so daß gerade die romantische Kulise der Ruine, gepaart mit einer deftigen Brotzeit, im Sommer viele Ausflügler und Wanderer hierher loekt.

73. Etwas befremdend mag diese Ansicht Troschenreuths aus dem Jahre 1907 auf den heutigen Betrachter wirken. Conrad PotzIer, der seine Zeichnungen ja stets detailgetreu gestaltere, gibt hier die Ansicht des Pfarrhofes und der alten Kirche wieder, wie sie bis 1945 bestand. Erst in den letzten Kriegstagen des Zweiten Weltkrieges wurden, da sich einige deutsche Soldaten hier verschanzt hatten, der Ort und auch die Kirche weitgehend zerstört, Heute, nach der Eingemeindung nach Pegnitz, stellt diese ehemalige Gemeinde eine Besonderheit dar, verläuft doch zwischen ihr und Pegnitz die Sprachgrenze zwischen dem Oberfränkischen und dem Oberpfälzischen, da bis 1972 dieses Gebiet zur Oberpfalz gehörte.

74. Im Gegensatz zum meist oberpfälzischen Troschenreuth gehörte Neuhof, an der Straße nach Troschenreuth gelegen, schon immer zum Pegnitzer Bezirk. Als Karl IV. das Pegnitzer Amt 1357 erwarb, ist Neuhof als zu diesem Amt gehörend erwähnt. Große Bedeutung hat es nie erlangt, bestand es doch über Jahrhunderte hinweg nur aus drei Höfen. Nicht viel größer zeigt es sich auf dieser Karte, die nach dem typisohen Muster kleiner Orte angelegt ist. Der Ort selbst versteekt sich hinter wogenden Getreidefeldern und duckt sich zwischen Baumgruppen, so daß er kaum zu erkennen ist. Ein rückseitiger Stempel dieser Karte zeigt aber auch, daß für diese wemgen Häuser in den dreißiger Jahren eine Posthilfsstelle eingerichtet worden war.

75. Der Name des Ortsteiles Horlach, der am Rande des Veldensteiner Forstes liegt, läßt sich seit 1436 auf 'Harlohe' , was soviel wie Sumpfwald bedeutet, zurückführen. Dazu ist heute noch ein Zusammenhang mit der Seewiese am Ortseingang herzustellen. Sie liegt etwa dort, wo im oberen Bild eine Doline mit Bäumen umstanden zu sehen ist. Das königliche Forsthaus in der Kartenmitte wurde bereits 1771 errichtet, wo es als fürstbischöfliches Jagdhaus diente. Bis 1856 war es dann Sitz des Forstmeisters für den Veldensteiner Forst, heute ist es in Privatbesitz. Horlach ist ein gernbesuchter Ausgangs- und Einkehrort für Wanderungen in die nahegelegenen Waldgebiete.

76. Diese Ansichtskarte aus der ehemaligen Gemeinde Hainbronn ist in zweierlei Hinsicht interessant. Zum einen zeigt sie im Ortsnamen die früher gebräuchliche Schreibweise 'Haimbronn', die noch mehr an den ersten erwähnten Namen 'Heimprunnen' erinnert. Andererseits sieht man neben der Straße noch den mächtigen Berg, der nach dem Zweiten Weltkrieg weitgehend durch einen Steinbruch abgebaut wurde und heute mit dem Abraum eines Industrieunternehmens wieder verfüllt ist. Links unten erkennt man den Gemischtwarenladen der Familie Kürzdörfer und in der Mitte den Weideiwanger Kanonierfelsen. der bereits in die Oberpfalz gehört.

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