Peißenberg in alten Ansichten

Peißenberg in alten Ansichten

Auteur
:   Max Biller
Gemeente
:   Peißenberg
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2754-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Peißenberg in alten Ansichten'

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39. Die neue Zeit und die wachsende Motorisierung erfordern ihren Tribut: Umbau der Hauptstraße (ehemalige Staatsstraße 2010 Tölz-Peißenberg-Schongau, ab 1955 Bundesstraße 472) am Krankenhausgarten entlang in den Jahren 1955-1956.

40. Ein Stück Umbau ist vollendet: Die alte verträumte Straße im 'neuen Gewand' im Jahre 1956. Die Ausbauarbeiten (Verlegung von Kanälen, Erneuerung der Straßenbeleuchtung und so weiter) zogen sich bis etwa 1964 hin. Zu dieser Zeit mußte das Ostermairanwesen dem Straßenausbau weichen und abgebrochen werden.

41. Feierliche Einweihung der evangelischen Kirche am 9. Dezember 1928. Zum festlichen Ereignis waren auch Kreisdekan D. Baum und der damals zuständige Dekan Ringier aus Ingolstadt erschienen. Nachdem erst am 22. April 1928 der Grundstein gelegt wurde, war der Bau unter dem Münchener Architekten Alois Kranebitter zügig durchgeführt worden. In seiner Begrüßungsrede am Tage der Einweihung bemerkte seinerzeit der Kreisdekan: Im Kirchenbau die Note 1, im Betteln 1 - hoffentlich dann auch im Kirchenbesuch 1.

42. So sah das Bahnhofsgebäude vor dem Umbau 1975-1976 aus. Wegen zunehmender Kohlenförderung beim Tiefstollen wurde 1874 zuerst eine Bahnlinie (am I. Februar 1866 war die Bahnstrecke von Tutzing bis zur heutigen 'Alten Bahn' eröffnet worden) als sogenannte 'Werksbahn' für den Kohlentransport von der Station im Norden Peißenbergs bis in die Nähe des Tiefstollens geführt. Ab 1878 wurde dann diese 'Endstation Sulz' für den allgemeinen Personen- und Güterverkehr eingerichtet, erhielt die Bezeichnung 'Peißenberg' und wurde nach einem Bericht des 'WeiIheim-Werdenfeiser-Wochenbiattes' NI. 41 vom 21. Mai 1879 am 15. Mai 1879 feierlich für den Personenverkehr eröffnet.

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43. Hier sehen wir den frühen Bergwerksbetrieb noch mit Zugtieren am Tiefstollen. Mit der Eröffnung dieses Tiefstollens am 7. Januar 1869 faßte der Bergbau in der Gemeinde Peißenberg selbst Fuß; in den vorigen Jahrzehnten begonnene Grubenbaue lagen ja noch außerhalb der damaligen Gemeindeflur. Mit diesem Tiefstollen begann die Erschließung eines Kohlenvorrates von etwa eineinhalb Millionen Tonnen. Ein halbes Jahrhundert blieb dieser Stollen in Betrieb. 1923 wurde aus ihrn der letzte Hunt Kohle gefördert. Etwa 1923 wurden dann schließlich auch die Grubenpferde durch den Einsatz von Diesellokomotiven abgelöst.

44. Bergleute beim Bergfest im August 1897. Bis 1874 waren diese Bergfeste noch in Hohenpeißenberg gefeiert worden, doch verlagerte sich mit der Errichtung der Bahnlinie irn Jahre 1866 (zum Bergwerk selbst vorerst verlängert als Werksbahn 1874-1875) und mit der Eröffnung des Tiefstollens 1869 der Bergbaubetrieb nach Peißenberg selbst, zumal als dann auch noch am 17. Juni 1874 der Durchschlag vom Hermann- und Mittelstollen zum Tiefstollen erfolgte. Gerade aber auch dieses letztere, höchst wichtige Ereignis war dann der Anlaß, am 28. Juni 1874 das Bergfest erstmals in Peißenberg selbst zu feiern. 1961 fand das letzte Bergfest statt, doch wurde 1973 (zwei Jahre nach Einstellung der Kohlenförderung) das 'erste Traditions-Bergfest' gefeiert.

45. Beginn der Abteufarbeiten am Hauptschacht: Am 27. März 1912 begann man mit dem Abteufen des Hauptschachtes, seit 1954 nach einem hochverdienten Bergwerksdirektor auch "Zieglrneierschacht' genannt. Ende Dezember 1913/AnfangJanuar 1914(am 4. Januar 1914) wurde eine Teufe von rund 370 Metern erreicht.

46. Am 14. Oktober 1915 kam der erste Hunt mit Kohlen aus dem neu abgeteuften Hauptschacht (später 'Zieg1meierschacht' genannt) und wurde mit der 1914-1915 montierten, einen Kilometer langen Kettenbahn zur Kohlenwäsche am Tiefstollen befördert. Die dankbaren Bergleute zierten diesen ersten Hunt mit folgendem Spruch: Nach sehnsuchtsvoller Wart in Gottes heiliger Macht - Die ersten Kohlen vom neuen Schacht gliicklicb vollbracht - Glückauf Die Aufnahme stammt von dem verdienstvollen Peißenberger Heimatforscher Anton Suiter.

47. Diesem Bild aus dem Peißenberger Gemeindearchiv ist noch folgender Text zugeordnet: Konigliches Bergwerk Peißenberg, neue Schachtanlage. Wir sehen also hier, bereits mit dem Förderturm, das Betriebsgelände am sogenannten 'Hauptschacht', den man im Jahre 1912 abzuteufen begann, nachdem aufgrund eines umfangreichen Tiefbohrprogramms der Nachweis für das Vorhandensein der Peißenberger Kohlenmulde erbracht worden war. Im Dezember 1913 wurde dann eine Teufe von fast 370 Metern erreicht und 1915 lief dort die Förderung an, während die alten Stollenbetriebe bald nach dem Ersten Weltkrieg aufgelassen werden konnten.

48. Peißenberger Bergwerksanlage von einst:: Wir sehen in der Mitte im Vordergrund noch die überdachte Kettenbahn, 1914-1915 montiert und am 26. Juli 1915 betriebsfertig, mit welcher die Kohle vom Hauptschacht zur damaligen Kohlenwäsche am Tiefstollen befördert wurde. Mit einer Drahtseilbahn (links im Bild) wurde außerdem das Fördergut der 1889 am Unterbau niedergebrachten Schächte der Aufbereitung am Tiefstollen zugeführt. Nachdem man 1927-1928 am Hauptschacht selbst eine neue, größere Kohlenwäsche erbaut hatte und 1928 die Förderung am Unterbauschacht eingestellt worden war, wurden Kettenbahn und Drahtseilbahn dann auch 1928 stillgelegt und abgebaut.

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