Peine in alten Ansichten Band 1

Peine in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Werner Szews
Gemeente
:   Peine
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3485-9
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Peine in alten Ansichten Band 1'

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39. Diese seltene Postkarte zeigt Musikdirektor Max Fritsche, wie er am 26. April 1925 dem neuen Reichspräsidenten, Generalfeldmarschall von Hindenburg in Großem Schwülper ein Ständchen bringt. (Die Jahreszahl auf der Karte ist ein Druckfehler!) Zwischen den Weltkriegen setzten die Gebrüder Fritsche die Tradition der Musikschule Troitzsch fort und steigerten ihre Popularität. Als der hochbegabte Sohn Max Fritsches, Ulrich, nicht mehr aus dem Krieg zurückkehrte, war das Ende der Musikschule gekommen. Nachhaltig lebt sie allein in der Erinnerung der Bevölkerung weiter.

Her7eberg-'iasserturm der Stadt Peine

40. Ein Riese hatte einst seine Stiefel ausgezogen und mit dem ausgeschütteten Sand zwei große Hügel geschaffen; den Luhberg und unweit den heutigen Herzberg. So begann die Geschichte aus einer Sage und zeigt in folgenden Darstellungen die Entwicklung des Peiner Waldparkes. Emsig war bis Ende des vorigen Jahrhunderts der Kießberg abgebaut, bis 1908 auf dem Gipfel des Hügels ein Wasserturm erbaut wurde. Auf dieser Darstellung von 1910 ist hinter der ehemaligen Kießkuhle, die bereits von Birken gesäumt ist, der burgähnliche Turm zu sehen. Den Herzbergwald gab es noch nicht.

41. 1908 wurde der Wasserturm seiner Bestimmung übergeben, Einsam, wie ein steinerner Wächter, reckte er sich auf dem kahlen Hügel in den blauen Himmel. Seine Realität und der ungenutzte, trostlose Berg, rief den Gedanken wach, den gesamten Hügel als Wald mit teilweise schon angelegten Wegen aufzuforsten, um der Bevölkerung ein ozonreiches Naherholungsgebiet zu schaffen. Der Versuch, den Gedanken zu realisieren, scheiterte in seiner Gesamtkonzeption zunächst am Geld. Die Idee aber war geboren und hatte Interesse geweckt.

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42. Mit aufzunehmenden Anleihen sollte das 29,5 ha große Gebiet des Herzberges nach dem Plan der städtischen Collegien aufgeforstet werden. Stadtgärtner Henning veranschlagte die Kosten auf 30 000 Goldmark. Doch immer wieder wurde von Spenden gesproehen und auch Summen genannt. Anfang August 1911 machte die Tagespresse Angaben von einer Spende über 30 000 Mark, die ein früherer Bürger der Stadt gemacht habe, In einer Rede des Bürgermeisters Dr. Meyer beim Martini-Essen, am 11. November 1911, wurde bekannt, daß der Spender der Summe nicht genannt werden wolle. Diese Karte von 1920 zeigt eine Anfangsphase des herrlichen Waldes.

Peine

Herzberganlage mil Wasserturm

43. Adolf Wilhelm Krasnapolsky war der Spender, mit dessern Geld der Herzberg realisiert wurde, 1856 ging er, der in Peine seine Jugend verlebte, nach Holland und gründete in Amsterdam ein Grand-Hotel. Nach dem Tod seines einzigen Sohnes, zog er sich 1909 nach Bussum, südostlich von Amsterdam, auf seinen Alterssitz zurück. Dr. Meyer hatte ihn noch zur Eröffnung des Herzberges eingeladen, doch am 22. April 1912 verstarb der Spender kurz vor seinem achtundsiebzigsten Geburtstag, Ein Erinnerungsstein an dem auf dieser Karte abgebildeten Platz hält das Gedachtnis des hochherzigen Spenders wach,

Peine.

5chu!zhüHe a. d. Herzl>erg.

44. In der Anfangszeit des Herzberges stellten Postkarten immer wieder die einzelnen Phasen des Wachstums des Waldparkes dar. Auf der gezeigten Karte von 1920 ist eine der drei Schutzhütten zu sehen, die Besucher vor Regen und Unbill bewahren. Jede dieser der Umgebung angepaßtcn kleinen Gebäude hatte ein anderes Aussehen. Inzwischen sind sie vom Baumbestand völlig überwachsen. Leider ist heute der herrliche Herzberg auf keiner Karte mehr zu sehen. Schade, denn sein hoher Mischwald, rnit ausgedehntem Wegenetz, gibt zu jeder Jahreszeit eine Fülle schöner Motive.

Schulen an der Wa\promenade.

45. Peine hatte sich ab 1871 bis 1885 von 4 516 auf 7868 Einwohner vergrößert. Das Schulwesen war der Expansion längst nicht mehr gewachsen. Eine Reihe neuer Volksschulen wurde langfristig geplant. Als erste nahm die Wallschule Ostern 1885 ihre Tätigkeit auf. Doch das Gebäude erwies sich als zu klein; schon am Reformationstag 1889 wurde der Erweiterungsbau eingeweiht, 1911 wurde sie durch Turnhalle und Zeichensaal vervollkommnet. 1904 stellt sich die Schule auf obiger Postkarte vor. Die zierlichen Linden sind inzwischen ausgewachsene Bäume.

Feine

Windmühlenwall

46. 1906 wurde diese Postkarte vom Windmühlenwall herausgebracht. Links hinter den Linden das Hülsner'sche Haus, 1m Hintergrund des langgestreckten Schulhofes steht Töpfers Mühle vor Westwind. Hinter dem Schulgebäude ist die Superintendentur zu erkennen, die hier, wie auch zur Luisenstraße, eine massive rote Backsteinfront bildet. Lehrer und Kinder sind auf dem historischen Zeitdokument festgehalten. Inzwischen haben die neunzig Jahrgänge junger Peiner diese älteste Grundschule am Wall absolviert,

Peine

Partie am Wal

47. Georg Kugehnann, Hannover, brachte 1908 diese Partie am Wall heraus. Die riesige Mühle Töpfers steht vor Ostwind und zeigt das kleine Windrad in voller Ansicht. Noch ist das Lyzeum nicht erbaut; nur die Superintendentur steht bereits und hat bis jetzt ihr Antlitz kaum verändert. Auf dem Schulhof der Wallschule ist eine Radenf1äche zu sehen, die spater mit Bäumen besetzt wurde. Hier bietet sich dem Betrachter noch ein Stück altes Peine, das nur wenigen bekannt ist. Die Mühle gehört Iängst der Vergangenheit an.

48. Peines imposantestes Bauwerk im vorigen Jahrhundert war die Hölländer-Mühle am Wall. Die erste an gleicher Stelle wird bereits 1278 als Ratsmühle erwähnt, an einen Pächter vergeben, 1844 kaufte sie Müller Koke von Heinrich Langkopf. Fünf Jahre später wurde sie durch einen Brand völlig zerstört, An gleichcr Stelle von Mühlenbauer Tiedt für Koke in einer Größe neu erbaut, die im Hannoverland nicht ihresgleichen fand. Über C. Meyer ging die Windmühle in den Besitz von Hermann Töpfer über, in deren Familie sie verblieb. Das abgebildete Foto ist 1882 von Fritz Helbsing gemacht.

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