Peine in alten Ansichten Band 2

Peine in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Werner Szews
Gemeente
:   Peine
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5627-1
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Peine in alten Ansichten Band 2'

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Erholungsheim erkhöpen.

89. Einst, von der Gründung bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts, war die Tätigkeit auf dem Peiner Walzwerk noch Knochenarbeit, wie sie damals von den Betriebsmitgliedern genannt wurde. In Holzpantinen, ohne Schutzanzüge und Helme, verrichteten die Arbeiter ihren Schichtdienst. Die Werksleitung baute daher im letzten Jahrhundert in Berkhöpen ein Erholungsheim für seine Mitarbeiter. Tausende fanden im Laufe der Jahrzehnte dort Erholung und sammelten neue Kraft für ihren harten Beruf. Dank der immer besser werdenden Urlaubsverhältnisse wurde das Erholungsheim aufgehoben. Ebenso ein weiteres in Hahnenklee im Harz. 1905 zeigt die Karte von Fritz Helbsing das Erholungsheim, wie es einst die Walzwerker erfreute.

Phiinomohil-Gesellschaftsfahd durch die Lüneburaer Heide.

90. Diese Postkarte von 1925 soll nicht die Entwicklung des Kraftfahrzeuges nachzeichnen, eher ist sie Spurensuche. Anfang der zwanziger Jahre gründete sich der 'MAP', Motorrad und Automobilelub Peine. 1. Vorsitzender war der Gastwirt des 'Deutschen Hauses', Eduard Marahrens, Schatzmeister Gustav Heila. Gängigstes Kraftfahrzeug war das von H. F. Ulrich in Stederdorf vertriebene dreirädrige 'Phänornobil' , auch als 'Zyklonette' bekannt. Der Volksmund nannte es 'Zieke'. Das Fahrzeug hatte Knüppelschaltung, Kettenantrieb und zwei Gänge. Der Motor über dem Vorderrad wurde durch zwei Propeller zusätzlich gekühlt. Neben dem Fahrer vorn, hatten noch zwei Personen auf dem hinteren Sitz Platz. Die Postkarte zeigt den MAP auf einer Gesellschaftsfahrt.

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91. Der Verlag Glückstadt & Münden aus Hamburg brachte diese Postkarte 1910 in den Handel. Auf den ersten Bliek könnte sie aus der Jetztzeit sein. Die Hochbahn von der lIseder Hütte zum Peiner Walzwerk war noch nicht gebaut. Inzwischen gibt es sie nicht mehr und die Ansicht hat sich der gezeigten angeglichen; wäre da nicht die alte Gaslaterne und die Mode der Passanten.

92. Im Jahre 1920 dominiert auf der Ansicht des Friedrich-Ebert-Platzes noch die 1894 erbaute Wilhelmschule. Der Platz trug noch den Kaisemamen 'Wilhelmsplatz', der bei alten Peinem noch bis heute gängigist. Rechts zeigt sich noch bescheiden die Malzfabrik Wilhelm Heine. Durch den Bau hoher Silos prägt sie heute, völlig verändert, die Ansicht dieses Fotos.

93. Wie auf dem Titelbild von 1910 sei hier nochmals der Ilseder Bahnhof um 1926 vorgestellt. Die Bahn von Peine nach lIsede wurde 1865 gebaut. Über hundert Jahre war sie zwischen den Orten im Betrieb. Bedingt durch die lIseder Hütte, in deren Hochöfen das Roherz für das Peiner Walzwerk geschmolzen wurde, waren es hauptsächlich Arbeiter und Angestellte, die täglich pendelten. Links oben auf dem Foto ist die Hochbahn angeschnitten, auf deren Lorenwagen das flüssige Erz ins Peiner Walzwerk gefahren wurde. Sowohl den lIseder Bahnhof wie auch die Hochbahn und die Hütte selbst gibt es nicht mehr, seitdem das Peiner Walzwerk mit dem Werk in Salzgitter fusionierte.

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94. Nach dem Ilseder Bahnhof in Peine sei nun auch der Bahnhof in Groß Ilsede gezeigt. Er war die Endstation des Personenverkehrs. Zur Straße nach Neu-Ölsburg ist auf der Postkarte von 1904, die Fritz Helbsing als Urheber hat, die Fußgängerbrücke zu sehen, Rechts auf der Ansicht zeigt sich das großartige Gebäude der Hüttengaststätte, zugleich Gästehaus der Ilseder Hütte. Die Brücke, wie auch das exklusive Gebäude der Hüttengaststätte, gibt es nicht mehr. Nach Abbruch entstand auf dem Territorium ein Einkaufscenter in Flachbauweise. Der Bahnhof ist längst übertlüssig geworden. Busse übernahmen den Personenverkehr.

95. Mit dem Aufstieg des Peiner Walzwerkes im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts blühte auch die Südstadt auf. Neue Straßen entstanden; Wohnhäuser, Geschäfte und Lokale wuchsen wie Pilze aus dem Boden. Die Braunschweiger Straße entwickelte sich zu einer Hauptstraße dieses Stadtteils. Der Fotograf und Verleger Fritz Helbsing, Peinc, begleitete diese stürmische Entwicklung mit seinen Postkartenserien. Die Karte von 1904 zeigt rechts das Gasthaus 'Zur Waage' von Wilhelm Metzdorf; gegenüber das Kaufhaus von Heinrich Hennies sowie das Geschäft von Val. Filipczak,

Braunschweigerstrasse.

96. Die Chronologie Fritz Helbsings ist von unschätzbarem Wert für unsere Zeit. Seine Doppelkarte von 1908 zeigt das alte Keglerheim auf der oberen Darstellung der Braunschweiger Straße. Doch die Zeiten haben sich geändert. Heute ist diese Straße zwar fast unverändert, doch sie wurde zum Zentrum unserer Türkischen Mitbürger. Das einstige Keglerheim ist zu ihrer Kultstätte und Koranschule geworden; die meisten Geschäfte zeigen arabische Beschriftungen. Die alte' Waage' ist in 'Peiner Eek' umbenannt.

97. Peines erstes Trommler- und Pfeiffenkorps wurde 1912 von Karl Schröder gegründet. Die Peiner Jugend strömte ihm zu. Durch genaue Auswahl der Bewerber formierte er eine Mannschaft, die zu einem hervorragenden Musikelement in unserer Stadt wurde. Auf diesem Foto führte es 1927 den großen Festumzug der Kegler zur Einweihung ihrer neuen Bahnen an. Links, mit Melone, schaut Kar! Schröder zu seinem Tambourmajor Rudi Basse, der später in dieser Funktion noch große Karriere machte. In der Gegenwart setzen zahlreiche Korps in Peine die Schrödersche Tradition in seinem Geist fort.

98. In aller Stille schlossen sich die Anhänger des Kegelsports zusammen und gründeten den 'Kegler-Verband Peine von 1927 e.V.'. In seiner Rührigkeit brachte es der neue Verein fertig, sich noch im gleichen Jahr nicht nur ein eigenes Banner, sondern auch eigene, moderne Kegelbahnen zu bauen. Am Sonntag, dem 27. November 1927, fand bereits die Einweihung statt. Aus nah und fern waren Kegelvereine angereist und zogen in langem Festumzug mit Musik und hohen Repräsentanten des Sports durch die Stadt zur Braunschweiger Straße. Dieses Foto zeigt den Peiner Keglerverband mit seinem neuen Banner im Festumzug. Bis heute treibt der Verein Spitzensport; mehrere Deutsche Meister beiderlei Geschlechts sind in seinen Annalen verzeichnet.

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