Peine in alten Ansichten Band 2

Peine in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Werner Szews
Gemeente
:   Peine
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5627-1
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Peine in alten Ansichten Band 2'

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99. Dieses historische Foto zeigt die Einweihung der neuen Keglerbahnen vor dem Keglerheim am 27. November 1927. Der Erbauer der Anlage, Architekt Hermann Kopitzki, mit Zylinder in der Hand, hat dem ersten Vorsitzenden Karl Juli, mit SportJermütze, soeben den Schlüssel für die neue Anlage übergeben. Neben ihm die Besitzerin des Keglerheims, Frau Schmidt. Der Junge mit der Schülerrnütze ist OHo Grimpe; später ein exzellenter Fußballer in der Oberligamannschaft des VfB Peine.

100. Die Familie Hennies war mit ihren Unternehmen um die lahrhundertwende in der Südstadt stark präsent. Sie brachte 1900 eine eigene Postkarte heraus, die von Wert in Braunschweig gestaltet wurde. Nur das Gebäude auf der oberen linken Darstellung ist noch erhalten und heute von der Commerzbank genutzt. Das rechte Gebäude, wie auch der Ilseder Bahnhof, ist verschwunden. Über sie hinweg zieht sich nunmehr das breite Straßenband der hohen Betonbrücke von der Woltorfer Straße zur Feldstraße.

eestrasse.

101. Die Neue Straße am Straßenkreuz in der Braunschweiger Straße verrät bis heute ihre Herkunft aus dem Ende des 19. Jahrhunderts nicht. Nur Steinbauten sind in ihr angesiedelt. Fachwerkhäuser , wie in der Kernstadt, waren längst überholt. Ob wohl Val. Filipczak um 1900 auf dieser Postkarte ahnte, daß in seinem Gebäude später über Jahrzehnte, bis heute, Banken, wie einst die Ilseder Bank, die Sandowbank und nunmehr die Commerzbank, den Kunden ihre Dienste anbieten?

102. Noch vor dem Bau der Hochbahn zum Peiner Walzwerk zeigt diese Postkarte, 1912 herausgegeben, den Bliek zur Braunschweiger Straße und Jägerstraße. Welch ein Bliek! Kein Auto belebt die Szenerie, Nur einzelne Passanten blieken staunend zum Fotografen. Am Anfang der Jägerstraße, die Bäckerei und Konditorei Kunze, ist das Elternhaus des in Peine hochgeachteten Dr. Willy Kunze. Sein Vater war lange Jahre Obermeister der Peiner Bäckerinnung.

103. Das Peiner Walzwerk, 1872 gegründet, kann getrost als Amme der Kleinstadt Peine auf dem Weg zur Mittelstadt angesehen werden. Seine Träger und Spundbohlen gingen in alle Welt und brachten Peine den Beinamen 'Eisen-', später 'Stahlstadt' ein. In meinem ersten Band 'Peine in alten Ansichten' habe ich die Entwicklung des Werkes bereits vorgestellt. Diese Postkarte von 1910, die Glückstadt & Münden, Hamburg, herausbrachte, soll nur eine Erinnerung an das damalige Werk sein.

104. Fritz Helbsing zeigt das VerwaItungsgebäude des Peiner Walzwerkes um 1925. Rechts neben dem Haupteingang steht das Denkmal eines Walzers, wie er sich in der damaligen Zeit präsentierte. Über dem Denkmal, hier verdeckt durch den Baum, hoekt an der unteren Ecke eines Doppelfensters ein schelmiseher kleiner Wicht. Mit der rechten Hand schiebt er sein Ohr zum Lauschen vor. Das Denkmal des Walzers wurde umgesetzt. Mit zwei Gedenktafeln ist es den gefallenen Mitarbeitern des Werkes in zwei Weltkriegen gewidmet. Nur der lauschende Wicht hoekt noch immer an seiner Fensterecke. Was will er wohl erlauschen?

105. Dieses Foto zeigt noch einmal das Peiner Walzwerk im Überblick, wie es die alten Walzwerker noch kennen. Mächtige Fabrikschlote, riesige Hallen und über allem die aufsteigende 'Braune Wolke' der Konverter. Die Zeit hat viel verändert. Moderne Technik gewann Oberhand. Wo einst 12 000 Menschen ihre Arbeit fanden, schaffen es heute 2 000 im hochmodernen Blasstahlwerk, einem Konzern angehörend.

106. Zum Abschluß dieses Bandes sollen noch einige Kaffees und Gartenlokale aus der Zeit vor über sechzig Jahren vorgestellt werden. Im Zentrum der Stadt gab es neben dem Café Bozler am Gröpern noch das auf der linken Postkarte von 1925 abgebildete Kaffee Schmidt in der Schützenstraße. Eigene Konditoreien präsentierten den Gästen eine reichhaltige Auswahl frischer Torten zum Mocca oder Kakao. Man traf sich dort zum gemütlichen Plausch. Das Kaffee Schmidt, wie auch Bozler, gibt es seit langem nicht mehr. Die Kaffees Peines befinden sich heute am Marktplatz, bedingt durch Parkmöglichkeiten. Das 'Wiener Café', auf dem rechten Helbsingfoto von 1905, war einst eine gefragte Adresse für das Peiner Bürgertum. Neben einem gemütlichen Bierlokal gab es eine Weinstube mit hervorragender Atmosphäre. Besonders beliebt waren die 5-Uhr-Tees, einige Male in der Woche. Ein Pianist und Streicher der Musikschule Fritsche gaben den Veranstaltungen einen gefälligen musikalischen Rahmen. Im Sommer bot der Garten den Gästen einen angenehmen Aufenthalt. Konträr zu seinem Namen ist das Unternehmen heute ein Speiserestaurant mit griechischen Spezialitäten.

107. An der Landstraße nach Klein-llsede, kurz vor Bodenstedts 'Ilseder Mühle', lag das Gartenlokal 'Grüne Aue'. Diese Postkarte oben von 1912 zeigt das damals von Werner Kratz bewirtschaftete Lokal. Hinter dem Fachwerkhaus verbarg sich ein schattiger Garten mit vielen Sitzgruppen. Trafen sich im Lokal Walzwerker und Landwirte, so herrschte an den Wochenenden im somrnerlichen Garten Hochbetrieb. Farnilien, die einen Spaziergang im Gräwig hinter sich hatten, kehrten mit Kind und Kegel dort zur Labung ein, 1930, als der Mittellandkanal die Fußwege dorthin abgeschnitten hatte, versiegte das Lokal, um dann völlig zu verschwinden.

Eines der schönsten Gartenlokale war das 'Parkhaus' (Bild unten). Ein respektabler Teich rnit einem Pavillon erzeugte einen besonderen Reiz. Im Saal des Restaurants spielten Musiker der Musikschule Fritsche zum Tanz auf. Es war ein Treffpunkt der Jugend, gleich den heutigen Discos. Bei Dunkelheit flirteten Pärchen in den Sitznischen seitlich des Teiches, nicht der Mücken achtend, die blutgierig in Scharen die Verliebten urnkreisten. Kindheitserinnerungen werden wach, da wir mit der ganzen Familie sonntags irn Garten des Lokals saßen, Die Männer spielten Skat, die Mütter mit uns Verstecken. Dieses Rotherfoto um 1921 ist letzte Erinnerung, denn längst ist das gesamte Anwesen mitsamt dem Teich verschwunden.

108. Der Verlag K.H. Nieschlag, Peine , zeichnet für diese Postkarte. Sie verdeutlicht die Veränderung der gezeigten Motive. Durch einen Teil des Stadtparkes zieht sich heute das Band der Straße von der Werderstraße zur Woltorfer Straße zur Auffahrt auf die Bahnbrücke. Die Peiner Festsäle haben ebenfalls ihr Äußeres geschmackvoll verändert. Der Bliek zur St.-Jakobi-Kirche zeigt noch das Gebäude der einstigen Sparkasse, Inzwischen ist bereits der zweite Neubau dieser Institution an seine Stelle getreten. Das Panorama des Peiner Walzwerkes ist völlig verändert, das Amtmann-Ziegler-Haus längst in der Geschichte untergetaucht.

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