Peine in alten Ansichten Band 2

Peine in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Werner Szews
Gemeente
:   Peine
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5627-1
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Peine in alten Ansichten Band 2'

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9. Der Hamburger Verlag M. Glückstadt & Münden war in der Herstellung von Mehrfachpostkarten spezialisiert. Sie wurden landesweit vertrieben und fanden aufgrund ihrer Variantenreichheit viele Käufer. Die Art dieser Karten hat bis in die Gegenwart ihre Aktualität erhalten, Ausgerüstet rnit einer Lupe lassen sich viele Details entdecken. Diese Karte von 1910 gibt ein beredtes Beispiel.

10. Der Verlag M. Glückstadt & Münden, Hamburg, überraschte ständig durch neue Aufteilungen der Mehrfachkarten. Wenn sich viele der Abbildungen auch wiederholten. so kamen doch stets Darstellungen hinzu, die völlig unbekannt waren. Auf dieser Karte von 1911 erscheint erstmalig der Wasserturm auf dem Wilhelmsplatz. Der Platz hat heute sein Aussehen grundlegend verändert. Als Baudenkmal steht der Turm in grüner Umgebung, wenn auch nicht mehr seinem einstigen Zweck dienend, als ein Symbol in der Südstadt,

11. Der Fotograf Siegfried Brandt aus Peine dokumentiert durch seine Postkarte von 1900, daß er wahrscheinlich der Erste war, dem sich das 1898 erbaute Realschulgebäude (heute Ratsgymnasium) vor der Kamera präsentierte. Der Neubau war das erste Gebäude an der noch jungen Burgstraße. Um eine durchgehende Ost-Wesrverbindung zu schaffen, war sie wenige Jahre zuvor entstanden. Die Bastion, ein Relikt der einstigen Burg, wurde in den Heller, einen breiten Wallgraben, gekarrt und somit der Straßenbau möglich gemacht. Mit dem Bau der katholischen Schule 1905 kam zur Realschule ein weiterer repräsentativer Bau hinzu. Die abgetragenen Flächen des Schloßberges wurden begrünt,

12. Bereits 1910, als Georg Kugelmann obige Postkarte herausbrachte, sind Büsche und Bäume am Schloßberg gut herangewachsen. 1914 erfolgte ein Erweiterungsbau des Realgymnasiums. Gegenüber dem neugotischen Stil der alten Schule wurde ein reiner Zweckbau errichtet. Einziger markanter Punkt dieses Anbaues war auf dem hohen Dach eine Aussichtsplattform. In Verbindung mit dem Kirchturm des katholischen 1866 erbauten neugotischen Gotteshaus gab es ein völlig neues Profil an der nord-westlichen Ecke unseres Stadtgebietes. Nach einer weiteren Vergrößerung und Anbau einer Aula sowie einer Sporthalle hat die Schule mit dem damaligen Bau keinerlei Ähnlichkeit mehr.

Peine

Fuhsebrüeke am Schlosstor

13. Die hölzerne Fuhsebrücke an der einstigen Vöhrumer Landstraße schildert deutlich die Zeit um die Jahrhundertwende. Noch lag die Motorisierung in weiter Ferne. Fußgänger und Pferdewagen benötigten keine massiven Betonbrücken, Das Einzige, was aus jener Zeit geblieben ist, ist die Fuhse. Wenn auch Iängst umgeleitet, fließt sie träge wie eh und je durch die Zeit. Kugelmanns Karte von 1906 überliefert diesen geruhsamen Einblick, der heute fast wie ein Märchen aus uralter Zeit erscheint.

14. Der Verlag Georg Kugelmann, Hannover, war der erste überregionale Hersteller von Postkartenserien. Als sein Nachfolger, bereits mit Hochglanzdarstellungen der Fotokarten, muß die Ansichtskartenfabrik Schöning & Co. aus Lübeck angesehen werden. Sein Motiv mit der katholischen Kirche 'Zu den heiligen Engeln', herausgekommen 1927, stellt deutlich die Verbesserung der Drucktechnik dar. Schöning & Co. beherrschte jahrzehntelang den hochinteressanten Postkartenmarkt Norddeutschlands.

15. Im Jahre 1904 gründete sich der VfB (Verein für Bewegungsspiele) Peine. Das von England zu uns gekommene Fußballspiel hatte in Deutschland festen Fuß gefaßt, Es war zum Volkssport geworden. Es sei deshalb erlaubt, jene legendäre Mannschaft des VfB vorzustellen, die bereits 1921 den Aufstieg in die höchste Spielklasse der Deutschen Oberliga schaffte. Der Fußballplatz des Vereins befand sich in jener Zeit hinter der Fuhsebrücke an der Vöhrumer Landstraße. Hier seien nunmehr jene Avantgardisten vorgestellt, die den Aufstieg 1921 schafften. Von links nach rechts in der Reifenfolge: B1arr, Henkel, Rudolf, Paul Kälin, Vogt, Torwart Kuckuck, Brandes (er hatte im Ersten Weltkrieg einen Unterarm verloren), Behrens, Heuer, W. Stange und Thiel. Bis zum Zweiten Weltkrieg konnte die höchste Klasse gehalten werden. Dennoch ist der VfB bis heute der Peiner Renommierclub geblieben.

16. Das Amtmann-Ziegler-Haus am Amthofwird allen, die es noch kannten, unvergessen bleiben. Auf dieser Postkarte, von Trinks & Co., Leipzig, als 'Stiller Winkel' bezeichnet, ist noch einmal die romantische Fassade mit dem immergrünen Bewuchs zu sehen. Abends durch die davorstehende Laterne in warmes Licht gehüllt, glich es fast einern Märchenschloß. In meinem Artikel über Ziegier und sein Haus im Peiner Heimatkalender 2 (1972 mit vier Abbildungen) habe ich den Werdegang bis zum Abbruch 1971 bereits geschildert. Diese Ansicht soll all denen, die es noch kannten, Freude bereiten, den jüngeren Mitbürgern jedoch soll hiermit dieses Peiner Juwel vor Augen geführt werden.

17. Westlich des Dammes und des Schloßberges, hinter den Fuhseauen, befand sich die 'Eulenburg' , das älteste Gasthaus Peines. Schon Ende des 17. Jahrhunderts errichteten die Kapuziner das Lokal in einem Haus, das der Droste von Oynhausen 1667 errichtet hatte. 1741 schenkte Fürstbischof Clemens August den Kapuzinern des Peiner Klosters ein in Schmedenstedt erworbenes größeres Haus. Der nunmehr umgesetzte umfangreiche Bau erhielt den Namen 'Kirchenkurg auf der Eulenburg' . Adolph Freiherr von Knigge ließ in seinem 1792 erschienenen Buch 'Reise nach Braunschweig' einige Szenarien auf der Eulenburg spielen. Jahrhunderte hindurch fand am Kaninchenholze vor der Eulenburg bis Anfang des 19. Jahrhunderts das Dammer Freischießen statt.

18. Das abgebildete Foto, aufgenommen 1925 vor der 'Eulenburg' .zeigt die Telgter Familie Heinrich Große am Fest ihrer Silberhochzeit, Hier ist es eine letzte Erinnerung an die historische Gaststätte mit dem herrlichen Restaurationsgarten unter hohen Bäumen und der angebauten Kegelbahn. Der letzte Besitzer, Otto Beuger, verkaufte in den achtziger Jahren das Anwesen. Jahrzehnte hatten an der Substanz des Hauses gezehrt. Gartenlokale hatten seit langem ihre Bedeutung verloren. Die alte 'Eulenburg' wurde abgebrochen und auf seinem umfassenden Gelände erstand ein moderner Supermarkt mit großem Parkplatz,

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