Peine in alten Ansichten Band 2

Peine in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Werner Szews
Gemeente
:   Peine
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5627-1
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Peine in alten Ansichten Band 2'

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19. Im Juni 1922 kaufte die Stadt Peine die Domäne Telgte mit ihren Liegenschaften. Neben dem Vorwerk mit seinen Gutshäusern, der Eulenburg, den Gebäuden der Fa. Alpers, gab es noch eine Hand voll Häuser entlang der Vöhrumer Landstraße und am Telgtkamp. Dazu den alten und neuen katholischen Friedhof und im Westen den jüdischen Friedhof. Ende der zwanziger Jahre errichtete die Stadt die ersten Wohnblöcke. Diese älteste Telgter Postkarte zeigt den jungen Ortsteil um 1930. Heute ist Telgte ein blühendes Gemeinwesen mit mehreren Tausend Einwohnern, einer Schule und zwei Kirchen. Seit 1922 feiert der 'Telgter Schützenverein' alljährlich sein eigenes Schützenfest irn Mai,

20. Die' Alte Stadtwache von 1662' beherbergt in ihrer ausgedehnten Gartenanlage das schönste historische Gebäude der Stadt Peine. Ursprünglich befand sich der Arkadenbau am Marktplatz. Bunt und teilweise kriegerisch zog der Bau durch die Zeit. 1867 schien sein wechselvolles Dasein beendet; es sollte abgebroehen werden. Doch der evangelische Stadtpfarrer erwarb es und ließ es in seinen Garten hinter der heutigen Post umsetzen. Fast fünfzig Jahre diente es, den Zuschauern verborgen, nur der Gemütlichkeit der Biedermeierzeit. Ende der zwanziger Jahre in unserem Jahrhundert schien jedoch sein Ende gekommen. Der Abbruch stand an. Das Foto zeigt das liebenswerte Haus verträumt im Pastorengarten um 1920.

21. Der Kleingärtner Kar! Großkopfbrachte es jedoch fertig, das Kleinod abermals zu retten. Er erwarb es für seine Kleingärtneranlage in Telgte. Mit seinen begeisterten Freunden setzten sie das herrliche Haus abermals um. Mit Handkarren und Wagen fuhren sie den Abbruch mühselig nach Telgte. Fachgerecht erstand es wieder. Schon 1932 fand die Einweihung statt. Heute ist das gepflegte Kleinod Vereinsheim in der 'Kleingärtnerkolonie Friedrichsruh'. Ein Stück Peiner Stadtgeschichte ist somit für immer nicht nur gerettet, sondern auch Zeugnis der Vergangenheit. Das Foto zeigt das gepflegte Haus in seinem heutigen Zustand.

22. Die Fa. Trinks & Co. Leipzig brachte um 1928 diese Mehrfachkarte von Peine heraus. Zum ersten Mal erschien neben der Stadtbenennung auch das Wappen. Aus der Darstellung läßt sich die geruhsame Zeit jener Jahre herauslesen. Autos die in der Gegenwart die Straßen fast überfluten, fehlen noch völlig. Unten links der Damm mit dem 'Gasthof Ernst', einst Ausspann für Fuhrwerke der Landbevölkerung bei ihren Stadteinkäufen. Fast verträumt unten rechts die Breite Straße in Richtung Jacobikirche. Links die Fa. Helbsing, rechts gegenüber Fa. Herrnann Stanze.

23. Der Weg von der Rosenthaler Landstraße führt in den ältesten Stadtteil Peines. Es ist der bis 1852 selbständige Damm mit Kniepenburg. Einst eine freie Straße, in der jeder seinem Gewerbe nachgehen konnte, ist dieser alte Lebensraum von der Neuzeit förmlich überrollt. Die durch Jahrhunderte von Zeit und Wetter strapazierten Fachwerkhäuser zahlten ihren Tribut. Dennoch ist dieser alte Damm mit Kniepenburg ein Stück erhaltener Geschichte. Fast unverändert präsentiert sich die Kniepenburg auf dieser Karte, allem trutzend, wie von Jahrhunderten. Der Herausbringer abgebildeter Karte ist unbekannt. Sie scheint um 1925 entstanden zu sein.

24. Zwischen Damm und Kniepenburg floß seit altersher die Fuhse. An der Dammseite stromabwärts befand sich die fürstbischöfliche Burgmühle. Ein Wappen an der Tür ist einziger Nachlaß der Vergangenheit. Längst ist dieser, der Stadt Peine den Beinamen gebender Fluß, aus dem Stadtgebiet verlegt. Dieser Bliek entlang der alten Wassermühle ist eine Karte des Verlages Wilhelm Josef & Kaiser, Peine. Bis auf einige Darstellungen um 1918-1920 ist der Kartenhersteller nie mehr in Erscheinung getreten.

25. Links die einstige Burgmühle, seit über hundert Jahren Sitz des Bedachungsunternehmens c.w. Hornburg. Das Bild zeigt unten die Brücke als Verbindung zwischen Damm und Kniepenburg. Sie verschwand mit der Umlegung des Flusses. Ebenso hat auch die Firma Hornburg inzwischen ihren Betrieb umgesiedelt. Nur ein Restweg zeugt noch vom einstigen Vorhandensein abgebildeter Darstellung.

26. Postkartenverleger vor der lahrhundertwende bevorzugten als Motiv meist repräsentative Gebäude und Darstellungen. Kleine und ältere, wenn auch historische Straßen, wurden sehr vernachlässigt. So ist es zu erklären, daß es vom Damm aus jener Zeit wenig Postkarten gibt. Allerdings überlieferten uns sogenannte Wanderfotografen eine Anzahl Häuser jener Zeit. Ein Beispiel ist dieses Foto von 1927. Es zeigt die Häuser Damm Nr. 29 und 30. Letzteres ist das Geburtshaus des Autors. In der Haustür steht die Oma mit meinem jüngeren Bruder. Auf Distanz lehne ich mich an den Rollwagen des Spediteurs und Fuhrmanns Gustav Bühnemann, der gegenüber am Damm 21 seinen Betrieb hatte.

27. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts gründeten prominente Persönlichkeiten den Verein für Heimatgeschichte, Kunst und Wissenschaft Peine. 1. Vorsitzender war Bürgermeister Dr. Meyer, Schatzmeister Herr Rahlfes. Umfangreiche Spenden ermöglichten dem Verein, Anfang des 19. Jahrhunderts bei der 1869 gegründeten Weinhandlung und Likörfabrik F.L. Redecke, Damm 20, ein Heimatmuseum einzurichten. Curt Rother brachte sogleich eine Postkartenserie heraus und stellte die neue Einrichtung nachhaltig vor. Aus der Serie sei hier eine der Schönsten, von 1912, abgebildet. Sie zeigt wie liebevoll die Exponate in der räumlichen Enge dargestellt waren. Das Museum gibt es nicht mehr. Einziges ist heute das Kreismuseum in der Stederdorfer Straße.

28. Der Photographischen Kunstanstalt Dinkel & Koch aus Magdeburg verdanken wir diese Aufnahme von 1910. Sie zeigt das Gebäude Damm Nr. 10, die Kohlen-, Grude- und Kokshandlung W. Heine. Es ist daneben auch das Geburtshaus meines Berufskollegen, des Malers und Graphikers Emil Werner Baule. Er lebte von 1870 bis 1953. Eine Straßenbezeichnung erinnert heute an den Peiner Künstler des Jugendstils. Später übernahm Heinrich Preuß Haus und Firma. Das heute in farbfrohem Fachwerk erhaltene Gebäude ist weiterhin im Familienbesitz.

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