Peine in alten Ansichten Band 2

Peine in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Werner Szews
Gemeente
:   Peine
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5627-1
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Peine in alten Ansichten Band 2'

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29. Ältester und durch Jahrhunderte einziger Platz der Stadt Peine ist der Marktplatz. In neuester Zeit wurden bei der Umgestaltung historische Ausgrabungen aus der Frühzeit der Stadt Peina, wie sie bis Ende des 17. Jahrhunderts hieß, gemacht. Im nördlichen Teil lagen die Fundamente einer Kirche, die geschichtlich völlig unbekannt war. Immer ging die Entwicklung der Stadt parallel mit der des Marktplatzes. Die Fotoanstalt Helbsing hat seit dem Ende des 19. Jahrhunderts den bildlichen Grundstein für die weitere Dokumentation auf Fotos und Postkarten gelegt. Seit der Zeit sind alle Veränderungen auf und um den Platz kontinuierlich zu sehen. Diese Helbsingaufnahme entstand 1885. Die Marktstraße bestand noch nicht. Im weiteren soll auf den folgenden Postkarten die weitere Entwicklung der Bauveränderungen sichtbar gemacht werden.

30. Dieses Helbsingfoto zeigt die Nordseite des Marktplatzes 1885. Links das im Schatten liegende Spinzighaus. An der Einmündung zur Rosenthaler Straße die Wiesensche Apotheke. Wiesen hinterließ sein Vermögen der Stadt für soziale Zwecke. Dadurch wurde um 1927 auf dem Damm Nr. 29, nach Abbruch zweier alter Häuser, die Wiesensche Stiftung erbaut. Bedürftige Mitbürger sollten dort ein Unterkommen finden. Eine Relieftafel mit Porträtdarstellung am Gebäude erinnert an den großherzigen Spender. Neben der Apotheke das Haus Klusrnann, die seit dem 17. Jahrhundert dort eine Bäckerei betrieben. Beide Häuser sind Ende des Jahrhunderts durch hohe Stadthäuser ersetzt. Äußerlich völlig umgestaltet hat der Kaufmann Wilhelm Menz das rechts sichtbare Geschäftshaus, das immer noch von der Fa. Menz genutzt wird.

31. Am 2. September 1875 wurde auf dern Marktplatz das Kriegerdenkmal mit dem Symbol des Deutschen Kaiserreiches, der 'Germania' , enthüllt. Fotohaus Helbsing machte gezeigtes Foto mit dem neuen Denkmal kurz nach der Enthüllung. Die Häuser rechts des Denkmals, von Will und Carl Hummel, sind längst Vergangenheit. Das Kriegerdenkmal ist seit langem umgesetzt und steht nunmehr Ecke Senator-Voges-Straßel Sedanstraße.

32. Bis zum Anfang unseres Jahrhunderts war die Frankaturseite der Postkarten ausschließlich für die Anschrift vorgesehen. So ließen sich Kartenverlage stets neue Ideen einfallen, um für die Mitteilungen der Absender Raum auf der Bildseite zu schaffen. Die abgebildete Karte, 1889 beim Verlag Richard Borek in Braunschweig erschienen, zeigt uns ein beredtes Beispiel. Trotzdem ist der Marktplatz scharf aus der schönen Umrahmung herausgehoben. Das Haus der Buchbinderei Will ist bereits neu erbaut.

33. Eines der schönsten historischen Fachwerkhäuser an der Nordseite des Marktplatzes war das Westphalhaus. Reich mit Schnitzereien versehen, prangte am mittleren Querbalken der erhaben geschnitzte Spruch: 'Wer Godt vertruwet, der hat wol gebuwet - Anno 1689. ' Das Fachwerkhaus ist inzwischen abgebrochen und völlig neu aufgebaut. Die Fassade ist zwar durch stärkere Kanthölzer wieder im Fachwerk aufgeführt, doch die einstige Schönheit, auf dem Foto von 1925 dargestellt, ist für immer verloren.

34. Immer wiederzeigen die alten Fotos von Peine, wie emsig das Fotohans Helbsing in seiner Bilddokurnentation war. Helbsing sei dafür im nachhinein ein besonderer Dank gesagt. Der Bliek vom Marktplatz in die Stederdorfer Straße ist ein herrliches Bilddokument aus der Zeit um 1900. Die Schankwirtschaft von H. Hummel ist noch keinem Neubau gewichen. Dagegen hat Wöbekind seine Gaststätte 'Reichskrone' an der Ecke zur MarktstraBe schon errichtet. Gegenüber sind die kleinen Häuser längst durch Neubauten ersetzt, in denen heute das Modenhaus Schridde zum Begriff für Peine wurde.

35. Neben Fritz Helbsing und Curt Rother brachte G. Will einige frühe Postkarten über Peine heraus. Diese Karte vom Marktplatz mit Breiter Straße ist eine Will-Produktion Ende des vorigen Jahrhunderts. Einsam liegt der Marktplatz vor dem Betrachter. Frisch gesetzte Kugelakazien säumen das Geviert des Platzes; neben dem Germaniadenkmal ragen winterkahle Linden empor. Rechts neben dem Rathaus ist noch das Haus in jenem Zustand zu sehen, wie es einst Friedrich von Spee, der Vorkämpfer gegen die Hexenprozesse, 1628129 bewohnte.

Peine Marktplatz

36. Zur Darstellung von 1900 hat sich der Marktplatz acht Jahre später angenehm verändert. Auf dieser Karte, die Georg Kugelmann, Hannover, 1908 in den Handel brachte, sind die Akazien bereits ein Schmuck für den Platz. Unter den mächtigen zentralen Linden ist ein schmucker Kiosk entstanden. Bänke laden zum Verweilen ein. Der Marktplatz ist eine einladende, geruhsame Insel im Stadtkern geworden. Wochenmärkte zogen neben den Einheimischen vor allem die Bevölkerung des Umlandes in unsere Stadt,

37. Auf diesem Foto von 1928 ist, eingebettet vom Kaufhaus Brunsviga und dem Modenhaus Voges, die Fachwerkfassade des einstigen Landratswohnhauses an der Westseite des Marktplatzes zu sehen. Neben der respektablen Außenansicht war das großangelegte Treppenhaus im Innern des Gebäudes ein Beispiel der Baukunst des 18. Jahrhunderts. Leider fiel das repräsentative Haus dem Bautrent der sechziger Jahre zum Opfer. An seiner Stelle erstand das heutige Gebäude der Volksbank.

38. Bis in die Gegenwart ist das einstige Spinzig-Haus das schönste Gebäude am Marktplatz. Das alte Handelshaus mit dem Nachbargebäude, in dem Kramm mit Eisenwaren und Spielzeug handelte, ist heute vorbildlich saniert. Das kernige Fachwerk beider Häuser ist gepflegt und gut in Farbe. Die Schaufensterfronten sind zwar modern umgebaut, jedoch geschmackvoll dem alten Stil angepaßt. Das Foto von 1925 zeigt das Haus von Wertheimer und Spinzig. Es zeigt aber auch, daß mit gutem Willen und Sinn für das Althergebrachte Umbauten durchaus den historischen Stil erhalten können.

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