Peine in alten Ansichten Band 2

Peine in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Werner Szews
Gemeente
:   Peine
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5627-1
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Peine in alten Ansichten Band 2'

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69. Um die Jahrhundertwende brachte, wie diese Doppelkarte, der Peiner Verlag Fritz Helbsing schon farbige Postkarten heraus. Die für die damalige Zeit technisch hervorragend gemachte Karte erhält dadurch einen Zug lyrischer Romantik. Beachtenswert die gepflegten Wege und der Rasen unseres Stadtparkes.

70. Um 1913 erscheint im Verlag Fritz Helbsing diese Karte vom Stadtpark. Auf ihr ist bereits der neue bis heute erhaltene Pavillon zu sehen. Bis auf den gewachsenen Baumbestand sind in den nunmehr rund neunzig Jahren kaum Veränderungen am Gesamtbild festzustellen. Allein die Kleidung der Spaziergänger verrät das Alter der Darstellung.

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71. Neben den bereits bekarmten Peiner Postkartenverlegern brachte auch Hermann Ließ einige gute Karten um die lahrhundertwende heraus, wie seine abgebildete Karte von 1912. In der zu sehenden Schützenstraße hat sich kaurn etwas verändert, Nur die 1907 eröffnete Kreissparkasse ist leider so nicht mehr vorhanden. Der imposante Bau wurde derartig umgebaut und verändert, daß es immer wieder ein Genuß ist, diesen herrlichen Bau aus der Kaiserzeit zu sehen. Nicht immer strahlt moderner.Banstil auch Schönheit aus.

Peine.

Am 5chütunplatz.

Herälîchen Glück~unsch

zum neuen J~re!

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72. Diese Postkarte vom Verlag Fritz Helbsing ist am 31. Dezember 1908 gestempelt. Der auf der Karte eingedruckte Glückwunsch ist angekornrnen. Der Schützenplatz, heute gepflastert und mit Bäumen verschönt, ist durch die Verlängerung der Werderstraße zur neuen Bahnüberführung verändert. Nach wie vor ist er jedoch der größte der Peiner Plätze. Das Gebäude links im Bild, einst die Landschaftliche Brandkasse, mußte dem neuen Rathaus weichen.

73. Am Schützenplatz lag vor dem Werderpark der Saalbau der Schützengilde von 1597. Aus dem 19. Jahrhundert stammend hat der größte Peiner Saal nicht nur während der Freischießentage frohe Stunden erlebt; unendlich viele Veranstaltungen fanden in dem äußerlich nicht gerade einladenden Bau statt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden als erste Bleibe Heimatvertriebene aus dem Osten Deutschlands dort untergebracht, denen jene Zeit noch deutlich vor Augen steht. Das historische Anwesen mußte dem neuen Rathaus weichen. Im Garten des Schützenhauses wurde ein neuer Saalbau errichtet, der alle Funktionen seines Vorgängers übernahm und einer der schönsten Säle Peines ist.

74. Vor 13üJahren, 1863, wurde der Arbeiter-Bildungs- Verein gegründet. Sein Ziel war es, völlig unpolitisch vor allem Arbeiter weiterzubilden. Honoratioren unterstützten dieses vorbildliche Werk. Jahrzehnte wurden durch seine Lotterie und namhafte Spenden der Bau eines eigenen Vereinsheims möglich, zu dem 1896 die Grundsteinlegung war. Auf der Helbsing-Postkarte von 1904 ist das neue Haus in der Goethestraße abgebildet. Bekannt ist das Haus den Peinern als Goetheschänke. Auf der Gartenseite (rechts) erbaute inzwischen die PAZ ein großes Verlagsgebäude an der Werderstraße. Der sich heute 'TSV Bildung' nennende Verein ist immer noch aktiv und zieht auch alljährlich als Korporation beim Peiner Freischießen mit aus. Durch das Verbot des Vereins im Dritten Reich ist das alte Vereinsheim leider nicht mehr in ihrem Besitz.

75. Im Jahre 1888 wurde in der Stadt Peine, mit damals rund 8 000 Einwohnern, abgebildetes Postgebäude errichtet. Jahrzehnte erfüllte es seine Funktion. Als sich ab 1950 nach und nach die Einwohnerzahl um das Vierfach erhöhte, war es den Anforderungen nicht mehr gewachsen. Ein neues, großzügiges Postamt wurde errichtet, das den Anforderungen einer Mittelstadt entspricht. So ist diese Abbildung nur noch Erinnerung.

76. Peine war nie Garnisonsstadt- bis auf eine Ausnahme. Im Oktober 1915 wurde mil 2 000 Mann das 74. Ersatzbataillon aus Hildesheim nach Peine verlegt. Am 18. Oktober 1915 zogen die Soldaten unter klingendem Spiel in Peine ein. Hier marschierten sie durch die Schützenstraße. Der Verlag Fritz Helbsing hielt die historische Begebenheit auf einer Postkarte fest. Dicht gedrängt verfolgten die Bürger am Straßenrand dieses Schanspiel. Der Kaiser hatte seine Untertanen fest im Griff! Erst im Februar 1919 verließ das Bataillon Nr. 74 unsere Stadt.

77. Diese Helbsing-Postkarte von 1925 ist nicht nur ein Gruß an die Peiner Polizei, sondern soll ihnen auch zeigen, wie die Kollegen vor siebzig Jahren ihren Dienst versehen mußten. Hoch zu Roß ritten sie in der Schützenstraße einem Umzug voraus. Ein Führerschein war damals noch nicht nötig; eine Reithese und ein guter Sattel genügten - natürlich mußten sie des Reitens kundig sein.

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78. Im Jahre 1907 erbaute die Peiner Jüdische Gemeinde ihre herrliche Synagoge, nicht ahnend, daß sie nur etwas über dreißig Jahre Kultstätte ihrer Gemeinde sein würde. In der Reichskristallnacht, am 10. November 1938, wurde sie, wie viele andere in Deutschland, auf Befehl der Machthaber des Dritten Reiches völlig zerstört. Nach dem Holokaust der Nazizeit gibt es weder die Synagoge noch eine jüdische Gemeinde in Peine. Möge diese Postkarte von Fritz Halbsing von 1910 ein Mahnmal sein.

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