Pfaffenhofen an der Ilm in alten Ansichten Band 1

Pfaffenhofen an der Ilm in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Franz Rutsch
Gemeente
:   Pfaffenhofen an der Ilm
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3048-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Pfaffenhofen an der Ilm in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

Das vorliegende Büchlein will anhand alter Ansichtskarten und Fotos einen Überblick geben über unsere Stadt am Ende des vorigen und am Anfang dieses Jahrhunderts. Es ist die Stadt unserer Großväter, als sie etwa ab 1880 - nach dem Eisenbahnbau und durch die heraufkommende Industrialisierung laufend ihr Gesicht veränderte.

Nur noch wenige werden sich der hier gezeigten Ansichten aus eigenem Sehen erinnern können, in vielen steigen beim Betrachten die Zeiten der Jugend wieder herauf, und die jungen wie die neuen Bürger unserer Stadt dürften ebenfalls gespannt die alten Bilder mit dem Anblick von heute vergleichen.

Allen wird es ergehen wie dem Autor beim Auswählen, Zusammenstellen und Beschreiben all der alten Ansichten der Heimatstadt. In der Erregung des wachsenden Forschungseifers nach mehr Kermtnissen der Vergangenheit nahm er oft und oft die Lupe zu Hilfe. Und fast jedes kleinste Detail vermochte ganze Geschichten wieder lebendig zu machen oder zu erahnen.

Für diese Erinnerungen gibt es einen hervorragenden Führer: Joseph Maria Lutz (1893-1972), dessen schriftstellerisches Werk weit über Bayern hinaus gilt und der der beste Schilderer auch seiner Heimatstadt Pfaffenhofen ist.

Lieber Leser, lassen auch Sie sich einstimmen durch sein Gedicht 'Heimatstadt' (nächste Seite) und eine treffende Beschreibung des Pfaffenhofener Hauptplatzes im Schlüsselroman 'Der Zwischenfall' (Ilmgau Verlag):

Der Marktplatz ist rechteckig wie eine Haustiire, Oben steht die Kirche mit einem hohen Turm, auf den die Kleindlfinger sehr stolz sind, unten schließt das Rathaus den Platz ab. Auf dem Marktplatz haben die Geschäftsleute ihre stolzen Hduser, rechts und links gerecht verteilt, acht Brauereien. Unweit der Kirche spreizt sich, in etwas gesonderter Bauart, das Bezirksamt. Es trägt einen Erker, den es wie eine neugierige Beamtennase in den Marktplatz hineinsteckt. Dem Bezirksamt gegenüber steht das Kriegerdenkmal zum Zeichen, daß man fiir die Obrigkeit sterben muß. Es stellt einen Soldaten dar, der mit der rechten Hand eine zerfetzte Fahne hält, während er mit dem linken Fuß auf einer Kanonenkugel steht wie eine Kunstreiterin ...

Eine große Hilfe war dem Autor dieses Büchleins auch der Verfasser der Heimatgeschichte 'Stadt Pfaffenhofen' , Heinrich Streidl. Sein reiches Wissen, besonders aus seinen Aufzeichnungen für ein (hoffentlich bald erscheinendes) Häuserbuch der Stadt, vermittelte viele Erkenntnisse.

HEIMATSTADT

Behaglich reih'n die Häuser sich wie je, bald breit und stolz, bald schmal und altersmüd, der spitze Kirchturm weist zur Himmelshöh' und singt den Menschen laut sein Glockenlied.

Und Wege münden ein aus Flur und Feld und werden Straßen, die sich wichtig tun und Namen tragen, wie's der Zeit gefällt,

um dann beim letzten Haus sich auszuruh'n.

Der Kindheit Plätze wachen lächelnd auf und auch die alten Brunnen plätschern leis; auf kleinern Schritten eilt der Träume Lauf zu kleinen Dingen, die nur Liebe weiß.

Und selbst der Wind ist noch vertraut, der weht, der alte Wind, weit über Jahr und Tag,

so, wie er nur ums Haus der Kindheit geht

in Märchennächten und aus fernem Hag,

Aus Platz und Gassen kommt bekannter Ton ein Wagenrasseln, schwerer Gäule Huf,

ein altes Hämmern, wie vor Jahren schon, ein Fässerrol1en und ein Hahnenruf.

Und alles ist so nah, was oft so weit, und Leben wandert noch aus Gräbern her; zu wehem Glück wird selbst das alte Leid und jeder Schritt ist Gruß und Wiederkehr.

Joseph Maria Lutz

1. Unsere Rundschau beginnt mit einer Ansichts-Postkarte etwa aus dem Jahr 1898. An die Spitze haben die Gestalter den jüngst erbauten Pfarrhof gestellt. Stolz ist man sichtlich auf den geräumigen Stadtplatz (Ende des 12. Jahrhunderts gründete hier Herzog Ludwig der Kelheimer seinen Markt Pfaffenhofen, der 1438 erstmals als Stadt erscheint) und das 1868erbaute Rathaus. Der größte Ort der Hallertau ist auch Sitz des größten HopfenbauLandkreises.

2. Noch vor der Jahrhundertwende entstand diese Gesamtaufnahme der Stadt von der Weiherer Anlage aus. Indiz: Das Türmchen der Spitalkirche steht noch an deren Nordseite; die Versetzurig erfolgte erst 1900. Doch grüßt dort bereits das spitze Türmchen des 1891 errichteten Müller Hauses vom oberen Hauptplatz herüber,

3. Auch dieses Foto entstand in jener Zeit. Auffallend ist, daß das 1897/98 errichtete Knabenschulhaus noch fehlt. Die Häusl rechts im Vordergrund bilden die 'Draht'. Der Standpunkt des Fotografen war beim späteren Gipfel-Kreuz, nach einem Kaufmann benannt. Die Hopfengärten haben noch senkrecht gestellte Stangen.

Pfaffenhofen a. 11m.

4. Etwa von der heutigen Gritschstraße aus ist dieses Stadtbild aufgenommen. Nichts steht noch vom heutigen 'Beamtenviertel', das erst nach dem Ersten Weltkrieg entstand. Noch sindkeine der Höhen rings um Pfaffenhofen verbaut.

pjaffenhojen a. Jlm.

5. Noch recht jung sind die Bäume der Weiherer Anlage auf diesem Bild, auch die Kinder, die über die I1m hin zur Stadt schauen. Ganz gewiß wurden sie inzwischen auch schon Großväter oder sogar Urgroßmütter.

6. Als letztes der einst vier Pfaffenhofener Stadttore wurde 1893 das Scheyerer Tor abgebrochen. Unser Foto zeigt es von außen. Die Häuser links dürften die Vorläufer der Anwesen Bäckerei Neumeier-Schattenhofer sowie Schmied-Furtmayr sein.

7. Diese künstlerische Karte von 1897 zeigt die Stadt nach dem Wening-Stich um 1700 mit dem Pfaffen im Stadtwappen (bis 1812). Die untere, linke Darstellung gibt das Thürltor wider, das ebenfalls erst gegen Ende des vorigen Jahrhunderts verschwand.

8. Links: Letzter Zeuge der wehrhaften Stadtbefestigung ist noch der 'Pfänderturm'. Mit der Stadtmauer stand er seit Anfang des 15. Jahrhunderts. Heute werden in ihm Feuerwehrschläuche getrocknet. Die beiden Gebäude vor dem Turm, 1898 fotografiert, stehen schon lange nicht mehr.

Rechts: Von der Stadtbefestigung kündet auch noch dieser Turm, hier 1898 aufgenommen. Bis zum Zweiten Weltkrieg diente er als Wohnung; seit einigen Jahren renoviert als Stadtbücherei. Die Heimatfreunde hoffen, hier bald ihre Archivsammlungen unterbringen zu können.

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