Pflaumheim in alten Ansichten Band 2

Pflaumheim in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Lothar Rollmann
Gemeente
:   Pflaumheim
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5752-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Pflaumheim in alten Ansichten Band 2'

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AUF EIN WORT ZUVOR ...

Zehn Jahre sind vergangen, seit der ersten Band 'Pflaumheim in alten Ansichten' erschienen ist. Nun ist es an der Zeit, den zweiten Band vorzulegen.

Es trifft sich gut, daß dieses Büchlein in der Zeit erscheint, wo sich Pflaumheim auf das Datum seiner ersten urkundlichen Erwähnung Ende des 8. Jahrhunderts besinnt und sich auf dieses Jubiläumsfest vorbereitet. Dies sollte auch Anlaß sein, dem Namen unseres Dorfes wieder mehr Bedeutung zuzumessen. Es ist erschreckend, wie leichtfertig gerade auch gebürtige Pflaumheimer den Ortsnamen durch eine Nummer ersetzen, die eine in dieser Hinsicht phantasielose Bundespost festgelegt hat. Es gibt weder ein Gesetz noch einen Gemeinderatsbeschluß als Grundlage für diese Numerierung. Im Gegenteil: Von staatlicher Seite wird immer wieder auf die Erhaltung der Ortsteilnamen hingewiesen. Auch auf unseren Ortstafeln steht der Name Pflaumheim und keine Nummer!

Ebenso wird in den Tageszeitungen der Ortsname nicht durch eine Nummer ersetzt, sondern vernünftigerweise immer nach Großostheim auch Pflaumheim angegeben. Ortsunkundige können unter einen Nummer keinen Ort definieren und selbst Einheimische können nicht in allen Fällen verbindlich sagen, welcher Ortsteil dieser oder jener postalischen Nummer zugeordnet ist.

Es soll hier nicht darauf eingegangen werden, wo überall Pflaumheimer ihr Heimatdorf mit einer Nummer ersetzen. Wer mit wachen Augen unter diesem Aspekt beobachtet, wird erstaunt sein und vielleicht auch etwas verärgert.

Daß der Name Pflaumheim nichts mit der Pflaume zu tun hat, dürfte bekannt sein. Dies wurde in der Einleitung des ersten Bandes ausgiebig erläutert. Dort ist auch erwähnt, daß es schon im 8. Jahrhundert in dem Gebiet um Pflaumheim einen 'Plumgau' gegeben hat (Dr. Willibald Fischer: Die verfassungsrechtliehen Grundlagen des Mainzer Oberstifts, Asehaffenburger Jahrbuch, Band 10). Der Name Pflaumheim hat demnach einen bedeutenden geschichtlichen Hintergrund.

Es gibt also keinen vernünftigen Grund, den Namen Pflaumheim durch eine Nummer zu ersetzen. Im Gegenteil: Nur der Name Pflaumheim identifiziert sich mit unserem Dorf!

Auf einer Landkarte von Babenhausen und Umgebung aus dem Jahr 1581 im Staatsarchiv von Darmstadt, ist auch Pflaumheim eingezeichnet (Foto: Hans Dörr, Mosbach).

Jetzt aber doch noch einige Anmerkungen zu diesem Bändchen. Die meisten Bilder sind von unbekannten Fotografen. Immer wieder aber tauchen Fotos von Johann Muysers (gefallen im Zweiten Weltkrieg) auf, der von 1936 bis 1939 in Großostheim ein Fotogeschäft betrieb und im Bachgau Land und Leute fotografisch festgehalten hat.

Nach dem Krieg hat Rektor i.R. Günther Schuck schon frühzeitig Ortsgeschehnisse fotografiert. Von ihm stammen einige der Aufnahmen.

Inzwischen können auch Bilder aus dem Archiv der Film- und Fotofreunde Pflaumheim in 'alten Ansichten' aufgenommen werden. Ebenso haben Bilder aus meinem eigenen Bestand diese 'Würde' erreicht.

Allen, die mich in meiner Arbeit auf irgendeine Weise unterstützt haben, danke ich sehr herzlich.

Weihnachten 1993

Lothar Rollmann

1. Ansicht von Pflaumheim aus dem Jahre 1930. Der Fotograf steht am 'Schollenrain' , dort wo heute die Obstanlage ist. Jahreszeitlich ist es wohl nach der Getreideernte und die ersten Stoppeläcker sind bereits gepflügt. Ortsrand und Feldwege sind von Hochstamm-Obstbäumen eingerahmt. Ein Kuhfuhrwerk zieht heimwärts (ganz schwach links der Bildmitte zu erkennen). Weiter hinten lugt die Dreschhalle an der Erdkaute hervor. Später wird dort das Feuerwehrhaus gebaut, das inzwischen auch schon einem anderen Zweck dient. Dort, wo die Bäume stehen, ist heute Wohngebiet: St. - Anna-, St. -Luzia- und St. -Georg- Weg. Rechts steht die Anfang der sechziger Jahre erbaute Schule.

2. Im Jahre 1924 wurde diese seltene Ansichtskarte von einem Kätchen Hoek von Pflaumheim nach Frankfurt-Niederrad geschrieben.

Die Kirche hat schon ihr heutiges Aussehen, nur der alte spitze Turm lugt noch über das Dach. Der 23 Meter hohe Turm wurde erst 1930 auf 36 Meter erhöht und mit einer Kuppel versehen.

Im Vordergrund sind Bruchsteine gelagert, die möglicherweise für den Pfarrhausbau 1923 verwendet worden sind. Die Steine wurden damals aus der Dorfmauer gebrochen.

Die 'Straßenpartie' in der Ortsmitte zeigt die heutige Breitfeldstraße aus Richtung Krummgasse zum Rathaus hin, mit dem 1978 abgerissenen Gasthaus 'Ochsen' im Hintergrund.

3. Eine Postkarte aus der Zeitvor 1913. Das Gasthaus 'ZurPost' wurde 1900vonPeter Hockerbaut. Am 1. April 1901 wurde in dem stattlichen Gebäude die erste Pflaumheimer Postagentur eingerichtet. Sie war dort bis zum 31. Mai 1963:

Es gab noch nicht die Straße zur Bahnhaltestelle (heute Schuckstraße). Diese wurde erst im Jahre 1913 angelegt. Bis dahin schloß sich der frühere Post-Biergarten noch unmittelbar an die Gastwirtschaft an. Die 1834/35 erbaute Annakapelle steht auf einer Anhöhe von der man weit in das Maintal schauen kann. Damals war offensichtlich nur die Portalfassade verputzt und weiß getüncht gewesen, an der Seitenwand ist dagegen das Mauerwerk sichtbar. Verputz oder Sichtmauerwerk war erst jetzt wieder die Frage, als die Kapelle renoviert wurde.

'Neue Schule' nannte man damals das Gemeindehaus Kirchgasse 1. Im Jahre 1904 wurde das Haus tatsächlich als Schule gebaut. Es wurde dort auch kurz unterrichtet, war aber hauptsächlich Lehrerwohnung. Nach 1945 wurden dort auch Heimatvertriebene untergebracht. Heute ist es nur noch Wohnhaus.

Gastha zur Post. Inh. Peter Hoek.

Neue Schule

Gruss aus Pflaumheim.

4. Ein Bliek vom Kirchturm in das Storehennest auf dem Kamin des Gemeindehauses Kirchgasse 1. Noch in den fünfziger Jahren haben Störche hier ihr Nest gebaut. Feuchte Flächen im 'Weidig' lieferten den Störchen damals noch ausreichend Nahrung. Zunehmende Bebauung und Kanalisation nahmen den Störchen die erforderlichen Nahrungsquellen, so daß sie, wie auch sonstwo, aus ihren Winterquartieren im Süden nicht mehr zurückkehrten.

Auch auf dem Dach des Rathauses hatte man eine Vorrichtung für eine Nistmöglichkeit geschaffen, es war aber vergebliche Liebesmühe. Adebar, der nach Kinderglauben die kleinen 'Bobbelchen' bringt, ist bis heute ausgeblieben.

5. Kirchturm und Rathaus, die beiden Wahrzeichen unseres Dorfes, auf einem Bild vereint. Es ist eine Dorfansicht aus der Vergangenheit, die sich heute so nicht mehr darstellt: Das Rathaus ist renoviert und bietet sich seit 1982 im Fachwerk, so wie es 1548 gebaut worden ist. Das Gasthaus 'Ochsen', links im Bild, wurde 1978 abgebrochen, um die enge Durchfahrt der Kreisstraße zu verbreitern.

Die Aufnahme wurde nach 1968 gemacht. Am Rathaus ist schon das Untergeschoß offen. Vorher hatte die Feuerwehr im geschlossenen Erdgeschoß ihre Löschgeräte untergebracht.

In dem Bauernanwesen rechts hatte Peter Schadt noch ein kleines Textilgeschäft betrieben. Heute ist die damals 'nackte' Giebelwand fast vollständig durch Rankgewächse begrünt.

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