Pflaumheim in alten Ansichten Band 3

Pflaumheim in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Lothar Rollmann
Gemeente
:   Pflaumheim
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6633-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Pflaumheim in alten Ansichten Band 3'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Einleitung

Das Jubiläumsjahr 2000 ist ein sehr guter Anlass, den

3. Band 'pflaumheim in alten Ansichten' vorzulegen. Der Spruch: 'Alle guten Dinge sind drei' (wobei die Wertung 'gut' durchaus subjektiv beurteilt werden kann), ist für mich ein weiterer Grund, mit diesem Bildband die Serie mit Bildern aus dem früheren pflaumheim zu beschließen. So jedenfalls denke ich inzwischen als Einundsiebzigjähriger.

Bevorzugt behandelt wird in diesem Büchlein unsere Kirche St. Luzia, die vor achtzig Iahren, am 12. Oktober 1920, vam Bamberger Erzbischof Jacobus van Hauck geweiht worden ist. Des weiteren gilt es, mit einer Reihe von Bildern die bis 31. April 1978 bestandene Selbständigkeit unserer Gemeinde, auch in dieser Serie zu dokumentieren.

Darüberhinaus sind alte Ortsansichten sowie wiederum einige Bilder von der in pflaumheim früher vorherrschenden Heimschneiderei, und von verschiedenen anderen Handwerksberufen für später festgehalten.

Auch Menschen unseres Dorfes, über die es etwas zu sagen gibt und von denen ich Bilder habe, fehlen nicht. Die meisten von ihnen sind nicht mehr am Leben. Das Prinzip, möglichst keine noch lebenden Personen zu veröffentlichen, wurde nur in nicht vermeidbaren Fällen durchbrachen.

In dieser Serie konnten Fotos veröffentlicht werden, die in einem Heimatbuch, an dem ich auch arbeite, keinen Platz finden könnten. Inzwischen kann ich viele von meinen eigenen Fotos oder Bilder aus meinem Archiv verwenden. Doch habe ich Anlass, mich bei denen zu bedanken, die mir immer wieder alte Fotos zur Verfügung stellen, die sich für ein solches Bildbändchen eignen.

Hier sind sie aufjeden Fall besser aufgehoben, als in irgendwelchen Schuhschachteln.

Im Dezember des Jahres 2000 Lathar Rallmann

1. Aus derVogelperspektive

Das Iahr 2000 ist auch speziell für pflaumheim ein Jubiläumsjahr. Unsere Kirche wurde vor achtzig Iahren geweiht und der im Bachgau einmalige Glockenturm steht seit siebzig Iahren.

Ein bislang einmaliges Luftbild unserer pfarrkirche

St. Luzia aus den späten fünfziger Iahren: das sogenannte Benefîziatenhaus (oben, rechts neben dem Pfarrhaus)

ist bereits gebaut (1957) und das Gefallenenehrenmal (unterhalb der Kirche) ist noch nicht errichtet (1961). Die Südwest-Erweiterung der in den Iahren 1773/74 gebauten Kirche, wurde gerade noch vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges (1914-1918) unter Dach und Fach gebracht, aber erst am 12. Oktober 1920, nachdem alle Kriegsgefangenen wieder daheim waren, vom Bamber-

ger Erzbischof Jacobus von Hauck (einem gebürtigen Miltenberger) in Vertretung des erkrankten Würzburger Diözesanbischofs Ferdinand von Schlör konsekriert. Geplant wurde die Kirche von dem späteren Mainzer Dombaumeister Professor Ludwig Becker. Der charakteristische Kuppelturm, ein Wahrzeichen des Bachgaues, wurde 1930 nach Plänen des Würzburger Architekten Niedermeier gebaut.

Auf dem linken Bildteil ist das 1853/54 erbaute Schulhaus mit den Stufengiebeln, und unten links das 1904 errichtete Schulgebäude zu sehen. 1927/28 wurden beide Häuser grundlegend umgestaltet, wobei das Haus an der Kirchtreppe Lehrerwohnhaus wurde.

(Deutsche Luftbild KG, Hamburg-München.)

2. Chorraum der Luziakirche

Der Chorraum der Luziakirche hat in den vergangenen achtzig Iahren mehrmals ein neues Aussehen erfahren:

Der erste Hochaltar (links) wurde 1916/17 von der Firma Carl Port (Augsburg) hergestellt. Die Konzeption hierzu stammt von dem Planer der Kirche, Professor Ludwig Becker. Mittelpunkt des Altares war ein Bild mit dem Herzen Jesu. Es wurde von dem Münchner Kunstmaler Fr. Range gemalt. Mit dargestellt waren die beiden Kirchenpatrone St. Luzia und St. Georg. Flankiert war der Altar mit den Statuen der Apostelfürsten Petrus und Paulus, den Patronatsheiligen der Mutterkirche Großostheim.

Als Folge der Liturgiereform nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil, wurde 1966/67 unter pfarrer Ambros Buhleier der Chorraum völlig neu gestaltet (Mitte). Der Altartisch wurde zum Volke hin (versus populum) aufgestellt und an der Seite ein Ambo (Lesepult). Mit dem Kreuz des früheren Nebenaltars als Mittelpunkt, wurde

ein sehr nüchterner Chorraum geschaffen. Es war der Stil der damaligen Zeit.

Schon 1981 wurde unter pfarrer Leo Giegerich der Chorraum erneut umgestaltet (rechts). Eine große Christusfigur ist der beherrschende Blickpunkt der Altarrückwand. Oben wird der Altar von der Geisttaube und der Hand Gottes gekrönt, was insgesamt die heilige Dreifaltigkeit symbolisiert. Wieder mit in das Gesamtbild aufgenommen wurden die Statuen von Petrus und Paulus. Im Zuge dieser Neugestaltung wurde auch der Tabernakelbereich sowie Altartisch und Ambo mit schmückendem Beiwerk verziert. Die künstlerische Gestaltung lag in Händen des Bildhauers Hermann Kröckel, Aschaffenburg-Nilkheim, der auch die Christusfigur schuf.

(Verkürzt aus dem 8. Geschenkbüchlein des pfarramtes pflaumheim entnommen: verfasst von pfarrer Leo Giegerich,1983.)

3. Hauptportal der Kirche

Das Hauptportal war bei der Einweihung der Kirche noch nicht so, wie es heute aussieht. Erst 1936 beauftragte die Kirchenverwaltung den hiesigen Steinmetzmeister Peter Ritter (Jahrgang 1885) mit der Gestaltung des Portals.

Er ist hier (linkes Bild) mit seinem im Zweiten Weltkrieg gefallenen Sohn Karl auf dem Gerüst bei der Arbeit. Das Bild rechts zeigt das fertige Kirchenportal aus (möglicherweise einheimischem) rotem Sandstein. Am Schlussstein (oben) ist die Jahreszahl 1914, das Baujahr der Kirche, eingemeißelt. Ein Kreuz von Engelköpfen umgeben, ist der Mittelpunkt des reich verzierten,

prachtvollen Portals. Unmittelbar über derTür steht der Bittruf:

VOR PEST, HUNGER UND KRIEG, BEWAHRE UNS 0 HERR.

Das Kirchenportal steht stilistisch in voller Harmonie mit dem Innern der Kirche.

4. 'Reliquie' vom Glockenstuhl

Eine 'Reliquie' unserer Kirche ist ein Holzstück mit der Iahreszahl 1643, das vom Glockenstuhl des alten Turmes stammt, der im Iahre 1930 abgebaut worden ist.

Damals wurde der 23 Meter hohe Spitzturm auf 3 6 Meter erhöht.

Schreinermeister Alban Rachor (Jahrgang 1889) wurde von dem damaligen pfarrer Anton Bieber beauftragt, aus dem Holz des Glockenstuhls, der für die neuen Glocken nicht mehr tauglich war, Kreuze zu fertigen.

Alban Rachor hat dies mit viel künstlerischem Geschick umgesetzt: Eine Glocke weist auf die Herkunft des Mate-

rials, die Jahreszahl 1930 auf das Iahr des Turmbaues und die Zahl 1643 auf den alten Glockenstuhl hin, den man vermutlich damals eingebaut hat.

In vielen pflaumheimer Wohnungen sind ( oder waren) diese Kreuze zu finden, und manche Besitzer wissen nichts über deren Herkunft und Bedeutung. Diese Kruzifixe sind pflaumheimer Geschichte und deshalb besonders wertvoll. Es ist der Familie Rachor zu verdanken, dass dieses über 350 Iahre Eichenholzstück noch existiert.

s. Zifferblatt der alten Turmuhr

Dieses Zifferblatt der alten Turmuhr wurde beim Umbau des Kirchturms im Iahre 1930 abgenommen. Für Iahrzehnte hing es dann an der Hofseite des Kindergartengebäudes und rostete vor sich hin, bis ein Nachbar die verborgene Schönheit des alten Stückes erkannte. Man war sich bald handelseinig und das Stück wechselte den Besitzer. Möglicherweise waren die Schwestern sogar froh, das alte Ding los zu haben.

Mit viel Mühe und Sorgfalt wurde das Zifferblatt restauriert. Die fehlenden Zeiger wurden ergänzt, so wie man

glaubte, dass sie ausgesehen haben konnten. Ein genauer Vergleich mit dem Zifferblatt am Turmbild (rechts) lässt jedoch erkennen, dass die Originale etwas anders ausgesehen haben.

Viel wichtiger ist es jedoch, dass immer jemand da ist, der rechtzeitig das richtige Gespür für solche Raritäten hat, und diese vor dem Untergang rettet. Ohne diese Privatinitiative wäre es vermutlich nicht möglich gewesen, dieses Bild für die Nachwelt zu erhalten.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2018 Uitgeverij Europese Bibliotheek