Pflaumheim in alten Ansichten Band 3

Pflaumheim in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Lothar Rollmann
Gemeente
:   Pflaumheim
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6633-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Pflaumheim in alten Ansichten Band 3'

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zur Klrche

6. Kirchendiener Ludwig Rollmann

Ludwig Rollmann (Jahrgang 1894) übernahm als Nachfolger von Alois Rollmann (Jahrgang 1871; vgl. Band 1 dieser Reihe, Bild Nr. 12), der mit ihm nicht direkt verwandt war, im Iahre 1938 das Amt des Kirchendieners. Der Dienst des Kirchendieners war damals mit viel mehr Arbeit verbunden, als dies heute der Fall ist. Zeitweise war die ganze Familie mit einbezogen: Die Glocken wurden noch per Hand am Seil gezogen. Dies begann schon morgens um 6 Uhr mit dem Tagläuten, gefolgt vom ElfUhr- und Mittagläuten und dem abendlichen Angelusläuten.

Für das Zusammenläuten mit allen Glocken, beispielsweise samstags zum Sonntageinläuten oder das Ausläuten bei Sterbefällen, wurden vier Leute gebraucht, die, wenn

es notwendig war, aus der Nachbarschaft oderVerwandtschaft beigeholt werden mussten. Seit 1949 geht dies alles mit Elektromotoren, und heute sind die feststehenden Läutzeiten programmiert und es geht von alleine. Der Kirchendiener legte damals noch allabendlich die Messgewänder des Priesters für den nächsten Morgen nach einem festgelegten Modus auf.

Mut bewies der damals 50jährige Ludwig Rollmann, als er beim Einmarsch der amerikanischen Truppen am Palmsonntag 1945 auf dem Kirchturm die weiße Flagge hisste.

Abgesehen von einigen Iahren, in denen er pausierte, war er bis zu seinem Tod im Iahre 1972 nebenberuflich im Dienst der Pfarrei tätig.

7. Die letzten Bürgermeister

Die letzten acht Bürgermeister der bis zum 30. April 1972 selbständigen Gemeinde Pflaumheim, sind uns im Bild erhalten geblieben:

In der oberen Reihe, von links nach rechts:

Schreinermeister Augustin Rachor (Jahrgang 1847), wohnhaft Breitfeldstraße 12, Bürgermeister von 1903 bis 1911.

Steinbruchbesitzer und Bauer Georg Kreß (Jahrgang 1859), wohnhaft Pflaumbachstraße 2, Bürgermeister von 1912 bis 1924.

Müllermeister und Bauer Georg Christian Peter (Jahrgang 1874), wohnhaft Am Mühlberg 15, Bürgermeister von 1925 bis April 1933.

Schneidermeister Albert Rachor (Jahrgang 1880), wohnhaft Schuckstraße 9, Bürgermeister von April 1933 bis Juli 1935.

Untere Reihe: Kaufmann August Stegmann (Jahrgang 1884), wohnhaft Rathausstraße 13, Bürgermeister vom 31.Juli 1935 bis 17.April1945.

Schmiedemeister und Landwirt Gabriel Schadt (Jahrgang 1882), wohnhaft Rathausstraße 23, Bürgermeister vom April 1945 bisMai 1948.

Schneider Gustav Peter (Jahrgang 1904), wohnhaft Rathausstraße 10, Bürgermeistervom 9. Mai 1948 bis 22. Februar 1962.

Schuhmachermeister und Kaufmann Gottfried Hock (Jahrgang 1910), wohnhaft Großostheimer Straße 4, Bürgermeister vom 6. Mai 1962 bis 30. April 1978.

8. Amtsmedaille des Bürgermeisters

Die pflaumheimer Bürgermeister trugen keine besondere Amtskette. Als aber nach der Kurmainzer Zeit das Fürstentum Aschaffenburg, und damit auch Pflaumheim,

im Iahre 1814 bayerisch wurden, trug der Bürgermeister zum 'Zeichen seines Amtes eine kleine silberne Medaille mit dem Brustbild seiner Majestät des Königs an einem blauen und weißem Bande, um den Hals hangend', wie es in den Instruktionen für Gemeindevorsteher vom

24. September 1808 im Bayerischen Regierungsblatt geschrieben steht.

Mit dem Rücktritt von König Ludwig Il. am 31. Mai 1890 verlor zumindest diese Medaille mit seinem Bildnis

ihre Gültigkeit, so möchte man meinen. Dennoch steht in der, bei der Einführung von Bürgermeister August Stegmann, vom Gemeinderat am 31. Juli 1935 erlassenen Hauptsatzung unter Paragraf 4: 'Der Bürgermeister trägt bei besonders feierlichen Anlässen die Amtskette (Band mit Medaille) .'

Die Medaille, mit der Inschrift 'Pflaumheim' auf der Rückseite, ist im Gemeindearchiv aufbewahrt. Nur das blauweiße Band ist nicht mehr vorhanden. Möglicherweise wurde später die Medaille so getragen, dass nur die Inschrift 'Pflaumheim' zu sehen war.

9. Gemeinderat Pflaumheim um 1925-1929

Mit der Übernahme der Regierung durch Adolf Hitier am 30. Ianuar 1933 wurden nach und nach auch die Gemeindeparlamente von Mitgliedern der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) besetzt.

In pflaumheim geschah dies formell in der Gemeinderatssitzung am 29. August 1933, wo nach der M.B. (Ministerial Bekanntmachung) vom 13. Juli 1933 die Neubildung des Gemeinderats beschlossen wurde. Dieses Foto eines pflaumheimer Gemeinderats stammt noch aus den Iahren davor, und zwar zwischen 1925 und 1929. Mit auf dem Bild sind auch Gemeindeschreiber Leo August Hock und Polizeidiener Otto Zahn, die beide keine Gemeinderäte waren.

Das Bild zeigt (sitzend von links): Zweiter Bürgermeister Leo Stegmann (Jahrgang 1882), Erster Bürgermeister Georg Christian Peter (Jahrgang 1874) und Iohann Adam Schuier (Gemeinderat und Gemeinderechner, Jahrgang 1871).

Stehend von links: Leo August Hock (Gemeindeschreiber, Jahrgang 1895), Balthasar Knecht (Jahrgang 1868), Gabriel Schadt (Jahrgang 1882), Leo Peter Hock (Jahrgang 1885), Engelbert Zahn (Jahrgang 1879), Peter Rollmann (J ahrgang 1 880) , Adam Rollmann (Jahrgang 1 888) , Albert Rachor (Jahrgang 1880), Polizeidiener Otto Zahn (Jahrgang 1879) und JosefRachor (Jahrgang 1892). Es fehltAnton Zahn (Jahrgang 1849).

10. Der letzte Gemeinderat Pflaumheims

Der letzte Gemeinderat der bis 30. April 1978 selbständigen Gemeinde pflaumheim (Wahlperiode 1972 bis 1978).

Von links: Helmut Rüttger, Gerhard Klug, Wolfgang Hock, Franz Rohm, ]osefine Zeller, Manfred Hohm,

2. Bürgermeister Ludwig Löffler, 1. Bürgermeister Gottfried Hoek, Lothar Peter (alle CSU), Bruno Hartmann,

3. Bürgermeister Werner Kasper (beide SPD), Eduard Neuburger (CSU), Karl Kraus und Ewald Hock (beide SPD). Ganz rechts Protokollführer Lothar Rollmann.

In den Gemeinderat des Marktes Großostheim wurden 1978 Bruno Hartmann, Wolfgang Hock, Werner Kasper, Karl Kraus, Ludwig Löffler und Lothar Peter gewählt. (Foto Morhart.)

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