Pflaumheim in alten Ansichten Band 3

Pflaumheim in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Lothar Rollmann
Gemeente
:   Pflaumheim
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6633-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Pflaumheim in alten Ansichten Band 3'

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21. pflaumheimer Senioren

Ein stolzer Bartträger war JosefHock (Jahrgang 1878) gewesen. Er pflegte seinen Kaiser-Franz-Joseph-Bart sehr sorgfältig. Sein Ortsname 'Häsche Josef' kommt von seinem Großvater mütterlicherseits namens Hirsch aus Großwallstadt.

Als Kriegsbeschädigter des Ersten Weltkrieges war er ledig geblieben und betrieb mit seinem Bruder eine Landwirtschaft. Er war ein aufmerksamer Beobachter der Natur und guter Kenner der dörflichen Familienverhältnisse. In der Prozessionskapelle blies er bis ins hohe Alter Tenorhorn. Das Foto (links) entstand in den späten fünfziger Iahren.

Die drei älteren Herren auf der Bank an der Kuhpforte (rechtes Bild) beobachten alles was um sie geschieht. Nichts entgeht ihren Blicken und zu plaudern gibt es immer etwas. Es sind (von links) Ludwig Rollmann (Jahrgang 1894), Peter Hock und JosefHock (beide Iahrgang 1888), letzterer allgemein 'Unkelsche' genannt.

Das Bild entstand etwa Ende der sechziger Jahre.

22. Die Geschwister Schadt

Sechs Brüder und eine Schwester sind auf diesem Bild vereint: Es sind dies die Geschwister Schadt. Allem Anschein nach fand das Treffen bei einer Beerdigung statt, denn die Männer tragen alle schwarze Krawatten. Zeitlich kann das Foto in die späten dreißiger oder frühen vierziger Iahre eingeordnet werden.

Links steht Schmiedemeister Gabriel Schadt (Jahrgang 1882). Er war der erste Bürgermeister nach dem Zweiten Weltkrieg.

Daneben Bäckermeister Anton Schadt (Jahrgang 1879). Er hatte sein Geschäft mit Café, das heute noch besteht, in Wiesbaden.

Es folgt Georg Schadt (Jahrgang 1 888) , er wohnte hier, aber war als Schmied in Frankfurt beschäftigt.

Ganz rechts steht Rudolf Schadt (Jahrgang 1884). Er betrieb eine Metzgerei und errichtete 1928 in derWenigumstädter Straße einen Saalbau mit Gaststätte.

Vorne links sitzt Schneidermeister Balthasar Schadt (Jahrgang 1874). Er war gehörlos und heiratete auch eine gehörlose Frau.

In der Mitte sitzt die Älteste der Geschwister, Katharina, eine verheiratete Rollmann (Jahrgang 1873).

Letzter ist der Landwirt Otto Schadt (Jahrgang 1876). (Foto Morhart sen.)

23. Familienbild mit Pferd

Das 'Schimmelbild' , wie es ein Enkel des abgebildeten Ehepaares Joseph und Margaretha Zahn bezeichnet.

Sie stehen mit vier ihrer sieben Kinder vor ihrem Anwesen in der Krummgasse 12.

Neben dem Schimmel- warum dieser mit auf dem Bild ist, weiß niemand mehr - stehen Joseph Maria Zahn (Jahrgang 1856), dessen Ehefrau Margaretha (Jahrgang 1862), die Tochter Maria (Jahrgang 1900), die Söhne Christian (Jahrgang 1901) und Alban (Jahrgang 1905) sowie die Tochter Eva (Jahrgang 1892).

Das Foto könnte in der Zeit des Ersten Weltkrieges (1914 bis 1918) entstanden sein, weil die älteren Söhne Georg, Oswald und Sebastian fehlen.

Joseph Maria Zahn war Bauer und von 1905 bis zu seinem Tode im Iahre 1932 Kirchenpfleger und damit Mitglied der Kirchenverwaltung. In seiner Zeit wurde 1914 die heutige Kirche gebaut und 1920 eingeweiht. 1923 wurde die Pfarrei gegründet und 1930 der Kirchturm umgebaut.

Seine Frau Margaretha war die 'Buttergräit' . Diesen Dorfnamen hat sie bekommen, weil sie selbstgemachte Butter verkauft hat. Sie hatte viele Kunden in der Stadt Aschaffenburg. Den Weg dorthin machte sie meist per Fuß.

24. Familienbild als Gruß nach Amerika?

Möglicherweise ist dies ein Bild, das als Gruß nach Amerika gedacht gewesen war. Balthasar und Maria Rollmann waren selbst längere Zeit in Wilkes Barré (USA) ansässig, einige ihrer Kinder waren dort geboren. Noch heute ist die Enkelin Reinhilde (Jahrgang 1935) mit ihrer Familie in den Vereinigten Staaten.

Auf dem Bild, vermutlich noch vor 1920 aufgenommen, stehen (von links) Georg Rollmann (Jahrgang 1899), Karl Rollmann (Jahrgang 1894), Luise Rollmann (Jahrgang 1882), Vater Balthasar Rollmann (Jahrgang 1849) und Ehefrau Maria geborene Sauer (Jahrgang 1856), da-

neben Genovefa Rollmann, verheiratete Raab (Jahrgang 1892), und Iohann Rollmann (Jahrgang 1886).

Der Sohn Konrad Rollmann (Jahrgang 1889, späterer Kronenwirt) war damals noch mit seiner Familie in Amerika. Die Tochter Maria (Jahrgang 1884) der Eheleute Balthasar und Maria Rollmann ist dort geblieben.

Die Vornamen der Familienangehörigen wurden in pflaumheim zeitlebens auf englisch im Pläumer Dialekt ausgesprochen: So 'Schanni' für Iohann oder 'Kuni ' für Konrad. Beachtenswert ist der Dorfbrunnen, links im Bild.

25. Jahrgang 1924:Vom Krieg fast ausgelöscht

Ein Erinnerungsbild des Jahrgangs 1924 von der Musterung aufWehrtauglichkeit, etwa im Winter 1941/42. Von den 13 damals 18-Jährigen sind zehn im Zweiten Weltkrieg gefallen (mit t gekennzeichnet).

Auf dem Bild sind zu sehen (von links): Robert Hock, Bachstelzengasse 1 (t 1944 auf See); Ludwig Demuth, Alter Stadtweg 25, Friedel Raab, Dorfmauerweg 2, letzterer nach USA ausgewandert; JosefRollmann, pflaumbachstraße 7 (t 1944 in Süditalien) ; JosefOtt, Am Kreisgraben, neben Haus Nr. 16 (t 1943 in Russland); Raimund Hock, Breitfeldstraße 4 (t 1944 in Russland);

Theo Heift, Am Kreisgraben 4 (1956 an einer Kriegsverletzung gestorben); Friedrich Hock, Bachstelzengasse 7 (t 1944 in Russland); Robert Hock, Bahnweg 14 (t 1944 in Süditalien) ; Hugo Rollmann, Wenigumstädter Straße 20; Karl Rollmann, Gartenstraße 11 (t 1943 in Russland); Gabriel Schuier, Borngasse 10 (t 1945 bei den Kämpfen um Aschaffenburg in Schweinheim) ; und Ludwig Peter, Pflaumbachstraße 22 (vermisst 1943). Heute, im Oktober 2000, lebt von dem im Krieg stark dezimierten Jahrgang keiner mehr.

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