Pflaumheim in alten Ansichten Band 3

Pflaumheim in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Lothar Rollmann
Gemeente
:   Pflaumheim
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6633-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Pflaumheim in alten Ansichten Band 3'

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26. Schneidermeister Friedrich Stegmann

Zur Geschichte der pflaumheimer Heimschneiderei gehört zweifelsohne der Schneidermeister Friedrich Stegmann (Jahrgang 1896), weil er wohl die meisten Lehrlinge ausgebildet hat. Um die fünfzig Stifte haben Stegmanns Werkstatt durchlaufen. 31 davon sind auf diesem Bild zu sehen, das etwa 1957 aufgenommen worden ist. In der Mitte steht der Meister mit seiner Ehefrau Gretel, davor kniet der damals jüngste Lehrling Erich Ostheimer (Jahrgang 1943).

Friedrich Stegmann lernte seinen Berufbei Schneidermeister Albert Rachor (Bättsche) und machte im Alter von 30 Iahren selbst Meisterprüfung.

Der Großstückschneider Stegmann hatte in der Regel alljährlich zwei Lehrlinge eingestellt, so dass meistens sechs Lehrlinge der verschiedenen Ausbildungsstufen in der Werkstatt waren.

Auf dem Foto sind zu sehen, vorne von links: Robert Schadt, Emilie Stegmann (Tochter des Ehepaares Stegmann), Otto Knecht, Otto Kehrer, Gretel und Friedrich Stegmann, Augustin Zahn, Friedel Lenz (Großostheim) , Gottfried Hock und Fridolin Zahn.

Zweite Reihe: Arnold Rollmann, Theobald Stegmann, Reinhold Hock, Alfred Brunn, Alfons Ostheimer (heute als Münsterschwarzacher Benediktinerbruder in Afrika tätig) , Edgar Hock, Rudi Ott, Reinhold Hock und Otto Zahn.

Dritte Reihe: Kunibert Balmert, Helmut Stegmann, Werner Braun, Paul Hock, Rudi Brunn und Hugo Rachor. Vierte Reihe: Werner Petermann, Albin Stegmann, Josef Braun, Iulius Braun, Gottfried Stegmann, Christian Hock, Ewald Demuth und Hildebert Hock.

(Foto-Weinkauf, Obernburg.)

27. Schneiderwerkstatt von Luzia Demuth

Nicht nur eine der kleinsten Heimschneiderwerkstätten war die von Luzia Demuth (Jahrgang 1893) in der Krummgasse, sondern wohl auch die einzige die von einer Frau betrieben wurde. Wir sehen sie hier an der Nähmaschine.

Für die Handarbeiten hatte sie ihre Schwester Elise Ostheimer (Jahrgang 1900, rechts) und ihre Schwägerin Käthe Demuth (Jahrgang 1895, links) engagiert. Das Bild entstand etwa 1940/41.

Am Fenster ist das nach oben gerollte Verdunkelungspapier zu sehen, das während des Krieges verhindern sollte, dass wegen feindlicher Flugzeuge nachts ein Lichtschein nach außen dringt.

Luzia Demuth (siehe auch Bild Nr. 17) lernte nach der Volksschule zunächst bei einem Großostheimer Heimschneider nähen. Mit 19 Iahren holte sie sich in ein paar Wochen bei dem Wenigumstädter Hosenschneider Dominikus Bergmann letzte Kenntnisse für das Hosennähen und 1912 begann sie selbständig zu schneidern. 35 Iahre lang nähte sie in Heimarbeit für Aschaffenburger Kleiderfabriken, davon 22 Iahre für die renommierte Firma Vordemfelde. Der Stücklohn für eine Hose lag in der Anfangszeit bei 1,50 bis zwei Mark.

28. Kostüme, Talare und Soutanen

Schneidermeister Heinrich Neubeck (Jahrgang 1924), fertigte in seinen letzten Berufsjahren vor der Rente, zusammen mit seinem jüngeren Kompagnon Herbert Schwanzer (Jahrgang 1935) außergewöhnliche Bekleidungsstücke, die besonderes Können erforderten:

So nähten die beiden für Faschingshochburgen im Rheinland prachtvolle Kostüme, wie hier Uniformröcke für die Düsseldorfer Stadtgarde.

Ähnliche Stücke wurden auch für die Kölner Stadtgarde und den Binger Elferrat genäht. Aus N eubecks Werkstatt

kamen auch Ausstattungen für Operetten sowie Talare für Richter und Soutanen für Geistliche.

Heinrich Neubeck, hier auf dem linken Bild zu sehen, prüft kritischen Blickes fertige Stücke.

Auf dem rechten Bild trägt Heinrich Brunn (Jahrgang 1910), selbst gelernter Schneider, die Uniform eines Faschingsgardisten. Im Hintergrund ist Herbert Schwanzer zu sehen.

Die Fotos wurden 1983 aufgenommen.

29. Schuhmacherwerkstatt von Peter Brunn

In jedem Dorf gab es früher mindestens einen Schuster. In pflaumheim gab es noch viele Iahre nach dem Zweiten Weltkrieg zwei Schuhmacher. Einer davon war Peter Brunn (Jahrgang 1903), in dessen Werkstatt wir hier sehen:

Links Meister Brunn, daneben seine Frau Emma und sein Schwager Heinrich Hartlaub (Jahrgang 1906, Bruder von Emma Brunn, aus Niedernberg stammend). Vorne sitzt der etwa 13-jährige Karl Odenwald (Jahrgang 1917), der damals die reparierten Schuhe zur Kundschaft trug.

Das Bild entstand um 1930.

Es gab dann noch den 'Reinecksschuster' Konrad Hock (Jahrgang 1875) in der Rathausstraße, mit Sohn Albert (Jahrgang 1905). Auch das spätere, aber heute nicht mehr bestehende Schuhgeschäft Gottfried Hock in der Großostheimer Straße, entwickelte sich aus einer Schuhmacherei.

Einen berufsmäßigen Schuhmacher gibt es heute in pflaumheim nicht mehr.

30. Männer vom Bau

Ein Bild etwa aus dem Iahre 1936: Bauunternehmer Iohann Rachar mit seinen Leuten beim Bau des Wohnhauses von Farstaufseher Alois Braun in der Wenigumstädter Straße 31.

Für ein Erinnerungsfoto lassen die Maurer die Arbeit für einen Moment ruhen. Es sind dies (von rechts): Maurermeister Iohann Rachar (Jahrgang 1885), Karl Hock (Jahrgang 1904), Gearg Hock (Jahrgang 1889), Gearg Ostheimer (Jahrgang 1875) und Gabriel Demuth (Jahrgang 1892).

Vorne, mit dem 'Speisvogel' auf der Schulter, steht Christian Zahn (Jahrgang 1901), ein Schwager des Bauunternehmers.

Das Handwerkszeug des Maurers bestand im Wesentlichen nur aus Kelle und Hammer, so wie heute auch noch. Der 'Handlanger' (Hilfsarbeiter) aber hatte den härtesten Part in diesem Geschäft zu erledigen: Es gab keine Speismaschinen, der Mörtel musste mit der Schaufel per Hand gemischt und dann mit dem 'Speisvogel' (so genannt, wegen seiner Farm) auf der Schulter über Leitern zu den Maurern geschafft werden, und dazu auch die Steine.

Heute wird der Mörtel fertig zur Baustelle geliefert und ein Kran befördert das gesamte Material mühelos überall hin, wo es gebraucht wird. Es war alles viel primitiver und arbeitsreicher als heute.

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