Pflaumheim in alten Ansichten Band 3

Pflaumheim in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Lothar Rollmann
Gemeente
:   Pflaumheim
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6633-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Pflaumheim in alten Ansichten Band 3'

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31. Schlossermeister Rollmann

Ein Schlosser und Spengler war in jedem Dorf ein wichtiger Handwerker. Schlossermeister Georg Leopold Rollmann (Jahrgang 1904) präsentiert hier mit seinen Söhnen Edgar (links) und August ein neu angefertigtes Hoftor.

Der Sohn Edgar (Jahrgang 1927) trat später in die Fußstapfen seines Vaters und übernahm den Betrieb. Seit den Aufbaujahren nach dem Zweiten Weltkrieg war er ein gefragter Handwerker für Bauschlosser- und Spenglerarbeiten.

August Rollmann (Jahrgang 1932) wurde ein qualifizierter Maurer.

In den Notzeiten der Kriegs- und Nachkriegsjahre war der Schlosser insbesondere gefragt für Reparaturen:

Töpfe, Bettflaschen und viele andere Gebrauchsgegenstände in Haus und Hof waren zu flicken. oft waren es nur Groschenbeträge, die für kleinere Arbeiten verlangt wurden.

32. Hausschlachtung im Ianuar 1957

In einer Zeit, wo fette Schweine noch gesucht waren:

Je dicker die Speckseiten, umso besser war der Schlachterfolg. Auf dem linken Bild teilt Hausrnetzger Josef Hock (Jahrgang 1904), nachdem die Sau getötet, gebrüht und geschabt worden war, gerade die Schweinehälften und entnimmt die Innereien.

Der schweren Arbeit folgte der delikatere Teil der Schlachtung, nämlich dasWurstmachen, das vom Metzger viel Gewürzkenntnis und guten Geschmack erforderte. Damals schmeckte der Metzger die Wurstmasse noch

ab. Heute wird in der Regel die Gewürzmenge entsprechend der Wurstmasse einfach abgewogen.

Der 'Hooge Josef' ist hier (rechtes Bild) bei der Sorte Presssack. Wenzel Lomitschka (ein Heimatvertriebener aus dem Sudetenland, Jahrgang 1884) geht mit zur Hand und freut sich offenbar schon auf die Wurst.

Zum Abschluss des Schlachttages gab es natürlich Wurstsuppe, meist Kartoffelsalat mit Grieben und gebackene Leberwürste. Der Metzger bevorzugte dagegen Kaffee und Kuchen.

33. ZündholzfabrikWißler

Ein Fabrikschlot prägte seit 1934 das Ortsbild von pflaumheim. Der 28 Meter hohe Kamin gehörte zur früheren ZündholzfabrikWißler. Er wurde 1996 abgebrochen, weil er nicht mehr gebraucht wurde und im oberen Bereich hätte saniert werden müssen.

1925 baute FranzWißler (Jahrgang 1901), ein Enkel des um 1880 aus Mainflingen nach pflaumheim zugezogenen Peter Wißler, ein Fabrikgebäude, das mehrmals erweitert wurde. Er stellte dort etliche Sorten von Zündhölzern her.

Das Zündholzmachen begann schon sein Großvater Peter Wißler, der damit eine Familientradition begründete.

1966 hat Hermann Wißler (Jahrgang 1935) den Betrieb von seinem Vater FranzWißler übernommen und modernisiert. 1976 schränkte das neue Sprengstoffgesetz, wegen der nahen Wohnbebauung die Produktion erheblich ein, was letztlich auch einer der Gründe war, die zur endgültigen Einstellung des Betriebes führte.

Dazu kamen freilich auch die Entwicklung der Benzinoder auch Gasfeuerzeuge und die moderne Zentralheizung, die Zündhölzer nahezu überflüssig machten.

34. Zweite Generation der Familie Wißler

Zu der bis in die 198 Oer Iahre in pflaumheim existierende ZündholzfabrikWißler (vergl. Bild 33) gehört dieses Bild der zweiten pflaumheimer Generation der Wißler:

Zu sehen ist ein Teil der Familie Iohann Wißler, dem Sohn des PeterWißler (Jahrgang 1833) der um 1880 mit seiner Familie aus Mainflingen zugezogen ist.

Sie stehen vor dem Stammhaus der Familie Am Kreisgraben 17, heute im Eigentum von Bruno Zahn, einem Enkel von Iohann Wißler.

Das um 1913 gemachte Foto zeigt (von rechts) Iohann Wißler (Jahrgang 1864), die jüngste Tochter Barbara (Jahrgang 1909, eine verheiratete Zahn), Ehefrau Cölestine, eine geborene Hock (Jahrgang 1864), daneben die damals gegenüber wohnende etwa 20-jährige Nachbarin Elisabeth Petermann (eine verheiratete Schadt), und der älteste Wißlersohn Heinrich (Jahrgang 1894).

Zur vollständigen Familien fehlen auf diesem Bild die Töchter Gertrudis (Jahrgang 1891) und Elisabeth (Jahrgang 1904, eine verheiratete Schwalbe) sowie die Söhne Anton (Jahrgang 1896) undFranz (Jahrgang 1901).

N ach Peter Wißler ist Iohann Wißler der Stammvater der pflaumheimer und Großostheimer Wißler anzusehen. Sohn Anton ging nach dem Ersten Weltkrieg zusammen mit seinen zwei Brüdern Heinrich und Franz nach Großostheim, wo diese zunächst in der Bachstraße und dann im Bahnhofbereich eine Zündholzfabrik gründeten. Franz zog es dann 1925 nach pflaumheim zurück, wo er einen eigenen Betrieb aufbaute, und Heinrich ging nach Aschaffenburg.

Aus dem Großostheimer Betrieb sind die heute bestehenden Industrie- und Handelsparks der Großostheimer Wißler hervorgegangen.

35. Nadelöhr Kuhpforte

Die 'Kuhpforte' - eine uralte Bezeichnung für diesen Ausgang aus der früheren Dorfmauer und dem heutigen alten Ortskern in Richtung Mömlingen und Wenigumstadt - hat ihr Aussehen im Laufe der Zeit mehrfach geändert: Im Iahre 1983 wurde dieser Engpass (linkes Bild:

Blick Ortsausfahrt, rechts Ortseinfahrt) , von damals sechs Meter an der breitesten Stelle, bis aufneun Meter erweitert und beiderseits mit Gehsteigen versehen. Dies war ein unvermeidlicherTribut an den immer stärker werdenden Straßenverkehr.

Ursprünglich stand über der engen Kuhpforte ein Pfortenhäuschen, in dem bis 1853/54, als es abgerissen

wurde, der pförtner wohnte, der das schwere Eichenholztor in der Dorfmauer morgens zu öffnen und abends zu schließen hatte. Damals war die Straße gar nur vier Meter breit, wurde aber 1870 um zwei Meter auf die schon erwähnten sechs Meter erweitert.

Die weitere Engstelle der Ortsdurchfahrt am Rathaus wurde 1979 bereinigt, indem das Gasthaus 'Ochseri' abgebrochen wurde.

Die Ortsdurchfahrt, so könnte man meinen, sei damit problemlos geworden. Das neue und größere Problem ist der immer mehr zunehmende Durchgangsverkehr, der nur durch eine Umgehungsstraße gelöst werden kann.

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