Pfungstadt in alten Ansichten Band 1

Pfungstadt in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Valentin Liebig
Gemeente
:   Pfungstadt
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4992-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Pfungstadt in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

Pfungstadt, 785 erstmalig im Lorscher Kopialbuch namentlich erwähnt, war schon früh durch den Wasserlauf der Modau zu einem Mühlenort geworden. Nicht weniger als 14 Mühlen waren es, die bis zum Beginn des 30jährigen Krieges zum Wohlstand des Fleckens Pfungstadt beitrugen.

Bis zur Verwaltungsreform 1821 war Pfungstadt Zentort. Der Galgen, an der Grenze zu Eberstadt gelegen, erinnert noch heute an jene Zeit. Pfungstadt war ein Bauerndorf. Das änderte sich dann aber in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Industriealisierung setzte ein. Brauerei, Ultramarinfabrik, Gerberei und die Zündholzfabriken, um einige zu nennen, siedelten sich in Pfungstadt an. Pfungstadt wurde 1886 an das Eisenbahnnetz angeschlossen und mit der Inbetriebnahme dieser Nebenbahn zur Stadt erhoben.

Bedingt durch die Industriealisierung kam es zu einer vermehrten Zuwanderung. Arbeitsplätze loekten Neubürger nach Pfungstadt. Nun mußten, um Wohnraum zu schaffen, neue Baugebiete

erschlossen werden. Die damaligen Baugebiete kann man heute noch gut erkennen. Es kriselte aber in der Pfungstädter Wirtschaft, nach dem Ersten Weltkrieg. Viele Betriebe wurden geschlossen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg, Pfungstadt war von Kriegseinwirkungen weitgehend verschont geblieben, gelang der Versuch, neue Industriebetriebe hier anzusiedeln. Pfungstadt wuchs weiter und wurde zu einem blühenden Gemeinwesen. Durch die Gebietsreform 1977 kam es wieder zu einem Gebiets- und Bevölkerungszuwachs,

Das vorliegende Buch soll den Leser mit dem Pfungstadt in der Zeit von etwa 1880 bis 1930 vertraut machen. Bei alten Pfungstädtern werden wohl Erinnerungen wach werden. Die Jugend und die Neubürger aber sollen mit dem Gesicht unserer Stadt und mit dem Leben in ihr in diesen 50 Jahren vertraut gemacht werden.

Valentin Liebig

1. Wenn man sich um das Jahr 1900 von Osten über den Mühlberg der Stadt Pfungstadt näherte, hatte man das Bild vor sich, wie es in der oberen Hälfte der Postkarte gezeigt wird. Pfungstadt hatte sich zu einem Industriestädtchen entwickelt. Deutlich kann man dies an der rauchenden Fabrikschornsteinen erkennen. Der Mühlberg war noch unbebaut und erlaubte diesen Bliek, Am linken Rand des Bildes kann man die Brauerei Hildebrand erkennen und davor das Pfungstädter 'Ziggelche', auf der Fahrt zum Bahnhof Eberstadt.

Die untere Bildhälfte zeigt das Gasthaus 'Zum Deutschen Haus'. Heute ist diese Gaststätte verschwunden. Eine Tankstelle befindet sich dort.

2. Hier haben wir einen Bliek auf das Rathaus, das zum großen Teil von der alten Linde verdeckt wird. Rechts im Bilde das Fachwerkhaus der Familie Brunner. Es ist wohl das schönste Fachwerkhaus, das wir in Pfungstadt haben. Links im Bild das Haus des Juden Jeidel, der noch 1941 mit seiner Frau nach Uruguay auswandern konnte.

3. Das Pfungstädter Rathaus wurde 1614/18 erbaut. Die Aufnahme zeigt das Rathaus vor der Renovierung 1923. Noch steht die Linde vor dem Rathaus und von dem desolaten Zustand des Rathauses kann man hier nichts erkennen.

4. Das Pfungstädter Rathaus wurde 1614118 auf zwei Tonnengewölben über der Modau erbaut. Deutlich kann man hier diese beiden Gewölbe erkennen. Warum hat man das Rathaus ausgerechnet über der Modau erbaut, haben sich schon viele Pfungstädter gefragt. Ob es stimmt, daß das Dorf zwei Herrschaften hatte und die Modau die Trennlinie war? Sollte so eine Verbindung zwischen den beiden Ortsteilen hergestellt werden? Das nördliche, auf dem Bild das rechte Gewölbe, wurde bei der Renovierung 1923 geschlossen. Man bekam so einen Raum für die Heizung.

5. Die alte Rathauslinde fiel am 1. März 1922 einem Sturm zum Opfer. Hier kann man nun den desolaten Zustand der AuBenfassade des Rathauses erkennen. Schon 1913 sollte eine Renovierung vorgenommen werden. Durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde dies verhindert. Als man dann 1923 die notwendigen Arbeiten durchführte, kam man durch die Inflation in Zahlungsschwierigkeiten. Man behalf sich, indem man ein Stück Wald abholzte und mit dem Erlös für das Holz die offenen Rechnungen bezahlte.

6. Jedes Jahr wurden sie sehnsüchtig erwartet, die Störche auf dem Dach des Rathauses. Sie sollten ja die Kinder aus dem 'Wellbrünnchen' bringen, wie es uns unsere Eltern erzählt haben. Vergebens hält man heute Ausschau nach diesen Vögeln. Der Mensch war es, der mit seinen Eingriffen in die Natur die Lebensgrundlage der Störche zerstört hat.

7. Eine Partie in der Kirchstraße zwischen Rathaus und Kirche haben wir hier. Die Modau floß noch offen durch Pfungstadt und nichts deutete darauf hin, daß man sie einmal an dieser Stelle verrohren würde, um einen Parkplatz zu gewinnen. Heute erwägt man, ob man diese Maßnahme wieder rückgängig machen soll. Im Hintergrund haben wir die evangelische Kirche und davor die Kirchmühle.

8. Einen Bliek vom Vorplatz der evangelischen Kirche in Pfungstadt in die Kirchstraße haben wir hier. Auf der rechten Bildseite sieht man das Kirchenschiff mit dem unteren Teil des Turmes. Davor das Kriegerdenkmal 1870/71. Leider hat man es von dieser Stelle entfernt und an einen anderen Ort verbannt. Das Gebäude hinter der Kirche ist die ehemalige Gerberei HeB. 1906 übernahm die Stadt Pfungstadt die Fabrikanlage, riß das Gebäude ab und errichtete auf den Grundmauern die heutige Goetheschule. Das erste Haus auf der linken Straßenseite war ein ehemaliges Schulhaus und dient heute als Wohnhaus.

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