Pfungstadt in alten Ansichten Band 2

Pfungstadt in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Valentin Liebig
Gemeente
:   Pfungstadt
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5574-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Pfungstadt in alten Ansichten Band 2'

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EINLEITUNG

Der 1990 erschienene erste Band 'Pfungstadt in alten Ansichten', ist bei der Bevölkerung sehr gut angekommen. Pfungstädter aus nah und fern haben ihn freudig begrüßt, ebenso viele Mitbürger, denen Pfungstadt inzwischen zur zweiten Heimat geworden ist.

So regte sich der Wunsch, diesem ersten Band einen zweiten folgen zu lassen. Viele bislang unbekannte Fotos lagen noch vor und sollen nun einem breiten Leserkreis zugängig gemacht werden.

Dieser Band führt wieder in die Zeit von 1890 bis 1930. Die 'gute, alte Zeit' wird noch einmallebendig. Sie erscheint beim ersten Ansehen ruhig und behäbig. Wir sollten uns durch die Fotos aber nicht täuschen lassen. Es war auch eine Zeit harter Arbeit und oft auch eine Zeit von Armut und Not. Aber wie

noch heute, hat man auch damals meist nur die schönen Seiten des Lebens im Foto festgehalten. Der Leser sollte sich aber ein eigenes Bild der Pfungstädter Vergangenheit machen.

Der Verfasser hat es als selbstverständliche Pflicht angesehen, in diesem Band nicht nur die Kemstadt und das Leben in ihr im Bild zu zeigen, sondern auch die inzwischen eingemeindeten Ortschaften Hahn, Eich und Eschollbrücken einzubeziehen. Wir leben doch in einer Zeit, in der sich die Grenzen zwischen städtischem und ländlichem Leben weitgehend verwischt haben. So soll dem Leser auch das Leben im Dorf noch einmal vor Augen geführt werden.

Valentin Liebig

1. Diese Grußkarte aus Pfungstadt zeigt gleich vier Pfungstädter Motive. Oben rechts haben wir einen Bliek auf Pfungstadt von Nordwesten her. Links oben dann einen Bliek in die Borngasse, in Höhe der heutigen Bornapotheke, in der sich damals die Buchhandlung Götz befand. Links unten dann die Höhere Bürgerschule in der Fabrikstraße und unten rechts den 'Darmstädter Hof' in der Rheinstraße.

2. Einen Bliek in die Eberststädterstraße von Osten her haben wir hier im Bild. Vieles hat sich hier verändert. Die kleinen Häuschen rechts und links sind verschwunden. Vorne links steht heute die Stadtsparkasse. Auf der rechten Seite vorne steht heute noch das Gebäude der ehemaligen 'Loge', dann das Haus, in dem sich einst die Lebensmittelgroßhandlung Schulz befand. Etwas weiter dahinter, das heutige Modehaus Ley und die Commerzbank.

3. Der ehemalige Bürgermeister Adam Schwinn (1919-1933) übernahm schon 1916 stellvertretend die Geschäfte des Pfungstädter Bürgermeisters, nachdem der amtierende Bürgermeister Lang aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten mußte. 1919, nach dem Ersten Weltkrieg, wurde er dann in dieses Amt gewählt. Der parteilose Adam Schwinn behielt sein Mandat bis 1933. Die Nazis schickten den verdienten Mann nach Hause. Hier auf dem Bild zeigt er sich in seinem Dienstzimmer, das nicht gerade üppig ausgestattet war, wie man sieht.

4. Die Kirchenmühle, die man hier vorne links sieht, wurde zur Zeit dieser Aufnahme noch als Getreidemühle genutzt. Rechts im Bild haben wir die 1879/80 erbaute Knabenschule, die noch heute als Schulhaus genutzt wird. Der Schornstein in der Mitte des Bildes gehörte zu dem 1901 erbauten Wasser- und Elektrizitätswerk der Stadt Pfungstadt. Heute befindet sich das Städtische Wasserwerk in der Klingsackertanne, elektrische Stromversorgung erfolgt heute durch die HEAG.

5. Der gelernte Zigarrenmacher Georg Raab war Organisator der Gewerkschaftsbewegung und der sozialdemokratischen Partei schon bald nach der Aufhebung des Sozialistengesetzes 1890. Er wurde 1919 hessischer Minister für Arbeit unt Wirtschaft. Das Bild zeigt ihn vor seinem Ministerium. 1932 ist er gestorben.

6. Den früheren Lehrer Johann Wetzei mit seiner Schulklasse haben wir hier im Bild. Johann Wetzei kam 1907 nach Pfungstadt und befaßte sich mit heimatkundlichen Forschungen. Er hielt Vorträge über Pfungstädter Flurnamen und hat mit der Verkartung des Pfungstädter Kirchenregisters (1551-1870) noch bis heute seine Spuren hinterlassen.

7. Schon 1851 wurde in Pfungstadt die erste Zündholzfabrik gegründet, der bald weitere folgten. 1876 gründete Chr. Büttel sein Unternehmen. Die Aufnahme gibt einen Überbliek über die Fabrikanlage, die 1965 die Fertigung von Zündhölzern aufgab. Eine Wohnsiedlung wurde dort errichtet.

8. Im Jahre 1900 war die Zündholzfabrik des Chr. Büttel an seinen Schwiegersohn Ludwig Nungesser VII. übergegangen. Der war Pferdeliebhaber und in Pfungstadt als der 'Baron' bekannt. Mit seinem Gespann kutschierte er nicht nur bei Turnieren, sondern erledigte die meisten seiner Wege auf die hier gezeigte Weise.

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