Philippsthal in alten Ansichten Band 1

Philippsthal in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Hugo Kossick
Gemeente
:   Philippsthal
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3081-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Philippsthal in alten Ansichten Band 1'

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19. Das Haus gehörte früher zu den landgräflichen Besitzungen. In ihm wohnte der Hoffischer Zinn mit seiner Familie. Der Herr, der stolz seinen Dackel präsentiert, ist der Hoffischer Jakob Schneider, neben ihm der Hoffischer Zinn mit seinen Töchtern und Ehefrau. Die Tochter, die vor der Türe steht, ist die spätere Frau Löpke. Das Haus (Marktplatz 1) befindet sich jetzt im Besitz der Familie Kümmel und soll im Anschluß an den angrenzenden Schloßbereich erhalten bleiben.

20. In diesem Gebäude, das einst zum Schloß gehörte, befanden sich nach dem Ersten Weltkrieg die ersten Klassen des Realprogymnasiums Vacha. Nachdem das Realprogymnasium etwa 1923 in die Kemenate in Vacha verlegt wurde, diente das Gebäude fortan als Kino. Anfang der fünfziger Jahre wurde es wegen Baufälligkeit abgebrochen.

21. Victoire, die Tochter der Landgräfin Caroline zu Hessen-Philippsthal. starb sehr frühzeitig. Ihre Mutter gründete zu ihrem Andenken und im Sinne der Verstorbenen das Victorienstift. Das Vermögen dieser Stiftung bestand aus Wohnhaus, Garten und Ländereien. Die Verwaltung des Stiftes wurde dem Pfarramt übertragen. Das Haus Victorienstift in der Rathausstraße steht noch und dient heute als Wohnhaus. Neben dem Victorienstift wurde 1913 das Victorienheim errichtet.

22. Im Jahre 1903 wurde durch den Bauunternehmer Wilhelm Schlotzhauer die einklassige Schule in der Schloßstraße 19 gebaut, Wir sehen vor dem Gebäude die Schüler der Geburtsjahrgänge 1899/1900 und 190 I, die zusaramen in einer Klasse, aber mit verschiedenern Unterrichtsstoff, unterrichtet wurden. Es war für die damaligen Lehrer bestimrnt auch nicht leicht, sechzig Schülern Unterricht zu erteilen, Am rechten Bildrand erkennen wir den Lehrer - später Rektor - Münch.

23. Nachdem die 'neue' Schule 1927 bezogen war, fanden in der alten Schule Kochkurse statt. Fortan hieß dann diese Gebäude die Kochschule. Dieser Kreis von hübschen, jungen Mädchen absolviert gerade einen Kochkurs. Natürlich bekam jede Tochter noch ihr Ausbildung irn Koehen von der eigenen Mutter. Das gehörte schließlich zur Grundlage für eine künftige gute Ehe. Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen. Wir erkennen auf dem Bild folgende Kursteilnehmerinnen (von links nach rechts): E. Zinn, S. Schier, E. König, M. Müller, die Kursusleiterin, E. Niebling, A. Bohn und M. Fischer. Zweite Reihe: E. Altenburg, K. Gesang, L. Niebling, L. Mohr, E. Schmidt, G. Fahner und L. Eiring.

24. Im Parterre des linken Hauses befand sich bis 1927 ein Schulraum der Volksschule. Meistens wurden zwei Klassen von einem Lehrer mit unterschiedlichem Lehrstoff unterrichtet. Der nahegelegene Marktplatz diente als Schulhof. Die Schüler waren vom Verkehr nicht gefährdet, da Motorräder und Autos eine Seltenheit waren. Abends fand in diesem Raum auch noch die Fortbildungsschule (jetzt Berufsschule) start, die auch von den Volksschullehrern abgehalten wurde. Im oberen Stock befand sich eine Lehrerwohnung. Später diente das gesamte Gebäude als Wohnung, bis es im Zuge der Ortskernsanierung im Jahre 1970 abgerissen wurde.

25. Der Höhepunkt in dem dörflichen Leben war stets die Kirmes (Erntedankfest). Ob arm oder reich, alt oder jung, alle Einwohner nahmen daran teil. In der Bildrnitte erkennen wir den Schäfer Christoph Kranz. Meistens waren die Häuser geschmückt. Zur Feier des Tages gab es den obligatorischen Gänsebraten. Unser Bild entstand 1900 vor der Gastwirtschaft Buchner, jetzt Gasthaus 'Friedenstal'.

26. Einer alten Tradition folgend feierten auch die Kirmesburschen von 1929 trotz nicht gerade rosiger Zeiten ihre Kirrnes, auf die man sich schon das ganze Jahr gefreut hatte. Das Gruppenbild zeigt die fröhlichen Zechkumpanen auf 'Zinns Hof. Hier war der gegebene Platz, um große Feste abzuhalten, denn oft stand auch der 'Küchgarten' zur Verfügung. Es würde zu weit führen, wollte man alle Kirmesburschen aufzählen. Nur der jüngste 'Kirrnesbursch' sei verraten: Fred König (Bildmitte).

27. 'Singe, dem Gesang gegeben!' Nach diesem Motto gründeten 1893 einige sangesfreudige Männer den Gesangverein 'Männerchor'. Im Jahre 1908 fand dann die Fahnenweihe auf dem Schloßhof statt. An der Schloßmauer wurde ein Podium errichtet, von dem aus Pfarrer Heßler die Weihe vornahm. Einige Damen haben Sonnenschirme aufgespannt. Eine Gruppe Sänger (Bildmitte) trägt Strohhüte; eine andere Gruppe (rechts) hat eine einheitliche Kopfbedeckung. Interessant sind auch die Hüte der beiden Damen im Vordergrund. Bei der bildbezogenen Beschreibung konnte leider nicht ermittelt werden, welche Bewandtuis das Bild an der Schloßmauer hat, das mittels einer Leiter angebracht wurde. Ob es ein Landgrafenbild oder das Bild des damaligen Kaisers Wilhelm 11. ist?

28. Stolz präsentieren hier einige Sänger mit ihren Damen die geweihte Fahne. Sie trägt die Inschrift 'Grüß Gott mit hellem Klang, Heil deutschem Wort und Sang'. Das Lied diente hauptsächlich der Geselligkeit; auch heute noch, wenn ein paar Sänger zusammensitzen, kommt in vorgerückter Stunde der Gesang auf. Der Verein ist noch sehr rege und erfreut sich wegen seines großen Liedgutes in der Bevölkerung größter Beliebtheit.

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