Philippsthal in alten Ansichten Band 1

Philippsthal in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Hugo Kossick
Gemeente
:   Philippsthal
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3081-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Philippsthal in alten Ansichten Band 1'

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39. Man hat sich für das Bild , das vor dem ehemaligen Saal des 'Hessischen Wappen' aufgenommen wurde, extra in Positur gesetzt. Der dritte Herr von links ist der einstige Bürgermeister Lingemann; der Herr mit Strohhut hoch zu Roß ist der damalige Gutsverwalter Hißbach. Die Hüte der drei Damen sind reich verziert. Was soll man mehr bewundern, den Herrn, der schon ein Fahrrad hat, oder die schöne alte Laterne? Einige große Linden vor dem Saal spendeten reichlich Schatten.

40. Über diesen Mann erzählt man sich die schönsten Histörchen. Was nun Wahrheit oder ein 'Anhängsel' ist, kann nicht mit Bestimmtheit gesagt werden. Auf jeden Fall hat er immer einen gesegneten Appetit gehabt. Seine Leibesfülle mag dafür der beste Beweis sein. Zu seiner Ehefrau soll er angeblich gesagt haben: Riischen, schlag mal dreißig Eier aus, zwanzig sind kein Friihstiickl Schlotzhauer hat unter anderem das Rathaus von Philip pst hal gebaut. Wir sehen Wilhelm Schlotzhauer vor dem Haus Wechsungen, ungefähr an der Stelle, wo sich jetzt das Kriegerdenkmal befindet. Sein Kutschwagen, in dem sich ein Stück Jungvieh befindet, wird von einern Ochsen gezogen. Das Bild wurde etwa 1912/1913 gemacht. Schlotzhauer starb 1929 irn Alter von fünfundsechzig Jahren.

41. Wegen des milden Klimas und der mit landschaftlichen Reizen ausgestatten Umgebung des Dorfes suchte Frau Geilfuß aus Frankfurt jährlich Erholung in Philippsthal. Aus Dankbarkeit und zur Erinnerung ließ sie 19l1 auf der vorspringenden Bergnase des Jakobsberges den weitsichtbaren Pavillon, das "I'empelchen' , erbauen, der jetzt als das Wahrzeichen von Philippsthal gilt. Wie auf dem Bild zu ersehen ist, hatte das 'Tempelchen' einst eine Tür. Wir erkennen außerdem vor dem Tempelchen den 'Amerikaner' Kohlhepp.

42. Konrad Amhof, genannt 'Essigs Kürt che', war ein altes Philippsthaler Original. Wie einst Diogenes den Grundsatz praktizierte, daß es göttlich sei, nichts zu bedürfen, so war auch 'Essigs Kürtche' ein Meister von Anspruchlosigkeit. Er nannte nichts sein Eigen. Bei glühender Sonnenhitze und großer Winterkälte sah man 'Essigs Kürtche' nie anders als in schneeweißen Hemdärmeln und ohne Kopfbedeckung. Dem Alkohol war er abhold. Der Naturmensch und Analphabet Konrad Amhof starb am 2. Dezember 1905 im Alter von sechsundsiebzig Jahren.

43. Als der Schäfer Kranz damals auf der Mühlwiese nahe der Werra seine Schafe hütete, ahnte noch niemand, daß Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg an dieser Stelle geteilt und hier einmal die deutsch-deutsche Grenze verlaufen würde. Die kleinen Mädchen aus dem Hause K. Böttner, die dem Schafmeister Kranz Gesellschaft leisten, sind zum Teil schon Großmütter. Kranz, der der älteste Bürger Philippsthals war, starb am 15. August 1973 im Alter von hundertundein Jahren.

44. Im Märzen der Bauer die Rößlein einspannt,

er setzt seine Felder und Wiesen instand, er pfliiget den Boden, er egget und sät,

er rûhrt seine Hände von morgens bis spät!

Bei diesem Gedicht nach einer 'Weise aus Nordmähren' könnte der Bauer Louis Lingemann (t), hier 'im Stoff', Pate gestanden haben.

45. Die Schloßgärtner Schröder (rechts) und Petzold (Mitte) haben sich mit ihren Hilfskräften um 1920 zur Gruppenaufnahme gestellt. Die Arbeitszeit wich mit täglich zwölf Stunden erheblich von der heutigen Zeit ab. Wenn es morgens vom Kaliwerk Hattorf 'brumrnte', war Frühstückspause. Danach richtete sich der ganze Ort. Die Damen sind, hintere Reihe von links: Marie Mosebach (Kürschner) und Käthe Jacob (Wenig). Untere Reihe von links: Oma Griesmann, unbekannt, Luise Müller (Roth) und Mahle Marie (Schneider).

46. Es wäre bestimmt eine Lücke in diesern Bildband, wenn nichts von der 13-bogigen Brücke zwischen Philippsthal und Vacha berichtet würde. Auch wenn sie nicht zu Philippsthal gehört, sei die Brücke erwähnt, über die wir unzählige Male gegangen sind, sei es zum Vächer Markt, sei es zum Einkaufen, zur Schule oder abends zum Schwof. Auch Napoleon marschierte 1813 auf seinem Rückzug über diese Brücke. Leider verläuft jetzt auf der Brücke die deutsch-deutsche Grenze. Ein kopfähnlicher Stein an der Ostseite der Brücke wird darauf gedeutet, daß beim Bau der Brücke aus abergläubischen Gründen ein lebendiges Kind eingemauert worden sei.

47. Auch ein Radfahrerverein bestand schon einmal in Philippsthal; man hatte zwar keine Rennräder, die auch nicht benötigt wurden, da die Radler nicht gewillt waren, sich an der 'Tour de France' zu beteiligen. Ein Problem war seinerzeit die Beleuchtung mit Karbidlampen, bei denen entweder der Brenner verstopft oder das Karbid 'abgesoffen' war. Motorräder oder Autos haben den schönen Radsport in unserer Gemeinde verdrängt.

48. Die alte Ulsterbrücke hat viele, viele Jahre treu gedient. Als aber der Verkehr nach 1950 rapide zunahm und auf ihr nur Einbahnverkehr möglich war, wurde sie abgebrochen. 'Mohr, Du hast Deine Schuldigkeit getan, Mohr, Du kannst gehen!' Ihr Abbruch wurde von vielen wegen ihrer architektonischen Schönheit bedauert.

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