Philippsthal in alten Ansichten Band 1

Philippsthal in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Hugo Kossick
Gemeente
:   Philippsthal
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3081-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Philippsthal in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

49. Landgraf Ernst Konstantin war ein Mensch von ho her edler Denkungsart. Er hatte tiefe Zuneigung und großes Verständnis für die Schönheit der Natur. So legte er Weidenhain mit seinem damals prächtigen Bergpark an. Wenn man die Terrassen auch noch gut erkennen kann, so ist doch von der einstigen Pracht nicht mehr viel geblieben. Dem Gründer zu Ehren hat man eine Gedenktafel gesetzt, die nach einem Anstrich durch den Verkehrs- und Verschönerungsverein noch gut erhalten ist.

50. Zum früheren Schloß gehörte auch ein 181 Hektar großer landgräflicher Grundbesitz. Um die Ländereien zu bewirtschaften, befand sich im Anschluß des Schlosses der Gutshof. Hier waren die Stallungen, die Scheunen und nicht zuletzt die Wohnungen für den Gutsverwalter und das 'Gesinde' untergebracht. Das Gebäude im Vordergrund war der ehemalige Schafstall; das landgräfliche Gut hatte zwei Schafherden zu je 350 Schafen. Der Schafstall sowie der gesamte Gebäudekomplex an der Nordseite, wurde im Zuge der Ortskernsanierung abgerissen,

51. Dieses Haus der Familie Eiring stand, wie am unteren Bildrand vermerkt ist, bei der Linde 65 (später am Lindenplatz 4). Es wurde im Zuge der Ortskernsanierung abgerissen. Das Bild ist von etwa 1910. Der kleine Junge, der nach der Seite sieht, ist der jetzige Landwirt Heinrich Eiring. Das linke Nachbargebäude war das Geburtshaus von Hofrat Wiegand, dessen Vater Stellmacher war. Das für seinen Beruf benötigte Holz wurde vor der Werkstatt auf der Straße gelagert; es war für den damaligen Verkehr kein Hindernis.

52. Schon vor dem Ersten Weltkrieg gab es in unserem Ort einen Schützenverein; nur war das Schießen noch kein Breitensport. Nach dem Standort der Schießanlagen nannte sich der Verein 'Schützenverein Weidenhain' . Von den abgebildeten Schützen sind folgende Personen bekannt: Hofsekretär Claus (ganz rechts), Pfarrer Heßler (vierter von rechts), Landgraf Ernst von Hessen-Philippsthal (sitzend) und Hofrat Wiegand (Herr mit Schnurrbart hinter dem Landgrafen).

53. Der Landgraf Ernst von Hessen-Philippsthal (vorn links) war ein passionierter Jager, aber ein schlechter Schütze, wie man heute noch zu erzählen weiß. Der landgräfliche Jäger Hugo Küllrner, der Hofsekretär Klaus sowie der Gutsverwalter Hißbach haben ihn zur Jagd begleitet.

54. Das Raiffeisen'sche Genossenschaftswesen verbreitete sich Ende der siebziger Jahre des 19. Jahrhunderts auch irn Kreis Hersfeld. Nachdem man in Friedewald am 16. Februar 1879 die erste genossenschaftliche Darlehnskasse ins Leben gerufen hatte, gründeten einundzwanzig Männer (davon vier aus Heimboldshausen) am 14. September 1879 in Philippsthal die zweite Genossenschaft in Kurhessen. Am 4. September 1904 feierte die Genossenschaft ihr 25jähriges Bestehen irn Schloßpark, der ihnen vom Landgrafen zur Verfügung gestellt worden war. Als Ehrengäste war neben Vertretern des landgräflichen Hauses der Landrat Freiherr von Schleinitz und der Verbandsdirektor Rexerodt anwesend. Unser Bild aus dem Jahre 1904 zeigt die damals noch lebenden Männer der ersten Stunde.

f@l

.~~.

, ?. t +.

.a>.

55. Wo sich jetzt die Tennisplätze befinden, sprudelte in früheren Jahren eine starke Solquelle. Unsere Vorfahren wollten diese Quelle nutzen und aus dem Dorf Philippsthal ein Kurbad machen. Wie Sie auf dem Bild ersehen können, lagen die Pläne über die Gestaltung der Kuranlagen fix und fertig im Schubladen. Daß die Planung nicht Wirklichkeit wurde, lag angeblich an der Nichtgenehmigung höheren Orts; man befürchtete die Konkurrenz. Es gibt da aber noch verschiedene andere Versionen.

56. In früherer Zeit erzählten die Philippsthäler Mütter ihren Kindern auf die Frage nach dem 'Woher', daß sie aus dem Storchenbrünnlein gekommen seien; die heutigen Kinder sind aufgeklärter. Leider weiß man nichts über die Entstehung und Größe der Grotte, aus der Winter wie Sommer ein frisches und klares Wasser fließt. Vielleicht kann man einmal durch ein Echolot ihre Länge feststellen. Der Zahn der Zeit hatte auch an ihr tüchtig genagt. Der Verkehrs- und Verschönerungsverein ließ deshalb im Jahre 1956 den Storchenbrunnen in seiner jetzigen Form wieder herrichten.

57. Auf dem Weg nach Vacha stand auf der rechten Seite 'die dicke Linde', die einen Umfang von vier Metern und eine Höhe von circa einundzwanzig Metern hatte. Professor W. J esinghaus schrieb einst in den 'Werrastimrnen' der 'Rhön-Zeitung' unter anderem: Mich fesselt ein fiir sich alleinstehender mächtiger Baum, 'die dicke Linde'. Wie oft bin ich vor dem stummen Zeugen längst vergangener Zeiten stehen geblieben und habe [ragend zu ihm aufgeschaut:

Er hätte mir sicher vieles erzählen konnen, wenn er dazu imstande gewesen wäre. Leider mußte die Linde wegen Altersschwäche gefällt werden.

58. Im Jahre 1929/1930 wurde die Flußbadeanstalt im Burgholz, wo jetzt etwa sechzig Pappeln stehen, errichtet. Das Bassin für Nichtschwimmer, das aus einem Lattenverschlag bestand, hatte eine Größe von etwa vier x vier Metern. Die Schwimmer tummelten sich in der freien Werra. Das Wasser war noch sauber, Fäkalien wurden noch nicht in den Fluß geleitet, und das Wort 'Umweltverschmutzung' war noch fremd. Laut Baugenehmigung durch das Kreisbauamt vom 8. August 1929 wurden folgende Baubedingungen erteilt: 1. Das Badehaus ist derart auf Pfeiler zu errichten, daß es mindestens 0,40 Meter über dem Gelände zu stehen kommt. 2. Vor Eintritt von Hochwasser ist das Bassin für Nichtschwimmer aus der Werra zu nehmen. An jeder Ecke des Nichtschwimmerbeckens befanden sich zwei Fässer; so wurde das Bassin getragen.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek