Philippsthal in alten Ansichten Band 1

Philippsthal in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Hugo Kossick
Gemeente
:   Philippsthal
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3081-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Philippsthal in alten Ansichten Band 1'

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59. Die Landgräfin Marie von Hessen, Gemahlin des Landgrafen Kar! 11. zu Hessen-Philippst hal, eine geborene Herzogin von Württernberg, übernahm nach dem Ableben ihres Mannes 1872 neben der Erz iehung ihrer beiden Söhne zusätzlich die Betreuung der Kinder von PhilippsthaL Alljährlich versammelte sie die Philippsthaler Kinder auf dem Schloßhof. Es gab ein nützliches Geschenk und Spielsachen. Die Ansprüche und Erwartungen der damaligen Kinderscharen waren recht bescheiden. Später kamen Singspiele, Wettlaufen, Klettern und Gesangvorträge hinzu. Der Höhepunkt jedoch war die Ausgabe der von der Gemeinde gespendeten Bratwürste, zu denen die Kirche die erforderlichen 'Wecke' stiftete. Dazu gab es den von Kindern so beliebten 'Quatsch'.

60. Die Schloßstraße mit dem Osttor und eimgen Linden am Vachaer Weg. Vor der letzten Linde auf der rechten Seite war der Eingang zur Schule. Die Straßen waren mit Schotter befestigt. Ein Bürgersteig war wegen des geringen Verkehrs nicht nötig. Auf der rechten Seite befindet sich noch ein alter Hydrant.

61. Die Beerdigung des Landgrafen Ernst von Hessen-Philippsthal im Dezember 1925 in der Schloßkirche von Philippsthal durch Herrn Pfarrer Heßler. In der 'Rhön-Zeitung' wurde ihm folgender Nachruf gewidmet:

Als dem nächsten Verwandten des verstorbenen

Landgrafen Ernst zu Hessen-Philippsthal

Philip pst hal (rnein Großvater mütterlicherseits, der Prinz Franz zu Hessen-Philippsthal, Philippsthal war einBruder des Vaters des verstorbenen Landgrafen und mein Großvater väterlicherseits war ein Bruder der Mutter der verstorbenen Landgräfin Marie, geb. Herzogin von Württemberg, der Mutter des Entschlafenen) - ist es mir ein Bedürfnis, allen Philippsthalem zu danken für die vielen Beweise ihrer Treue und Anhänglichkeit an dem Verstorbenen und an das alte mit ihnen durch viele Jahrhunderte verwachsene Fürstenhaus.

Die natürliche Herzensgüte und schlichte Freundlichkeit, die die Wesenszüge des Heimgegangenen bildeten, wird uns allen unvergessen bleiben.

Bewahren wir ihm ein treues Gedenken.

Eisenach, den 28. Dezember 1925

Graf Volkwin von Grebenstein- Waldeek.

62. Am 10. Oktober 1934 fand in der Schloßkirche zu Philippsthal die Trauung von Prinzessin Irene von Hessen und dem Landgerichtsrat DI. Waldemar von Thornsen statt. Brautführer war der Landgraf Chlodwig von Hessen-Philippsthal; hinter ihm gehen seine Ehefrau und sein Schwiegersohn. Der Hochzeitszug wird angeführt von Hofrat Wiegand. Der Weg des Hochzeitzuges ist mit einem Blumenteppich ausgelegt. Schulkinder mit Rote-Kreuz-Fahnen bilden ein Spalier.

63. Münzgeldmangel in den ersten Jahren des Ersten Weltkrieges führte dazu, daß Städte und Gemeinden selbst Kriegs- oder Notgeld produzierten. Als Deckung galten die Sachwerte in Form von Liegenschaften und Immobilien. Man berief sich in der Zeit des Ersten Weltkrieges auf den § 807 des BGB, der es erlaubte, den Mangel an kleinen Zahlungsmitteln auf diese Art zu beheben. Die Flut von Notgeldscheinen nunmehr von allen Städten produziert konnte kaum noch gedämmt werden. In den Jahren 1922 und 1923 riefen die Länder zur Einlösung des Notgeldes auf. Ein Reichsgesetz stoppte schließlich die Herstellung. Das Notgeld landete nun in den Händen von Sammlern oder ging im Laufe der Zeit verloren:

64. Als man zu Beginn dieses Jahrhunderts in der Umgegend unseres Ort es wie im gesamten Werratal reichhaltige Kalilager erbohrte, wurde im August 1905 mit den Abteufarbeiten des Kaliwerkes Hattorf begonnen. Das erforderliche Gelände von rund 75 Morgen kaufte man von dem Landgrafen Ernst von Hessen-Philippsthal. Bei 530 Metern Tiefe traf man im Dezember 1907 das Salz und Ende März 1908 bei 632 Meter das obere Kalilager an. Das zweite Kalilager wurde im Juni 1908 bei 694 Meter aufgeschlossen. Die Abteufarbeiten wurden bei 711 Metern beendet. Die Leitung der Schachtbauarbeiten lag in der Hand von Bergwerksdirektor Ernst Koch, der rechte Herr auf unserern Bild. (Der andere Herr war ein Markscheider.)

65. Der Bau des Förderturmes geht seiner Vollendung entgegen. Am 28. Juli 1908 wird das erste Rohsalz gefördert und gleichzeitig die Rohsalzmühle in Betrieb genommen. Am 4. August 1908 erfolgte der erste Versand von Düngesalz (Kainit). Die tägliche För dermenge beträgt zu dieser Zeit 300 Tonnen. Im Jahre 1910 hat man eine tägliche Fördermenge von 500 Tonnen erreicht. Durch Technisierung und weitere Verbesserungen stiegen die Fördermengen wie folgt:

1954: 10 000 Tonnen täglich 1979: 20 000 Tonnen täglich.

66. Schön in Pose hat sich die Familie Bohn aufgebaut. Man mußte bei solchen Aufnahmen einige Sekunden stillhalten, denn Mornentaufnahmen waren noch nicht Mode. Erleichtert war man, wenn vom Fotografen unter dem schwarzen Tuch das erlösende Wort 'fertig' kam. Das Bild entstand um 1890 und zeigt hinten rechts Herrn Heinrich Bohn, der von 1912 bis 1924 Gemeinderechner und von 1924 bis 1936 Bürgermeister war. Neben ihm steht sein Bruder, ein Zöllner an der deutsch-holländischen Grenze. Vorn sitzen die Eltern. Der Vater war Weber und auch schon Gemeinderechner.

67. Bei unserem Streifzug durch die Vergangenheit zeigen wir Ihnen eine Hochzeit, die im menschlichen Leben immer einen Höhepunkt darstellt. Entsprechend gebührend wurde die Hochzeit gefeiert. Dazu gehörte auch das große Hochzeitsbild, das meistens drei Generationen umfaßte. Man ging natürlich zu Fuß zur kirchlichen Trauung, worauf sich besonders die Dorfjugend freute, denn da wurde 'gehänselt' und 'gegrapscht'. Dabei gab es um einen Pfennig oft ein großes Gerangel. Das Brautpaar ist Heinrich Lingemann und Frau Emilie, geborene Schneider. Mit von der Partie ist Hermann Lindemann (hinter dem Brautpaar), der zu dieser Zeit noch nichts von seiner erfolgreichen Fußballkarriere ahnte. Foto von 1924.

68. Alte ernste Inschrift an der Ostseite der Umfassungsmauer des alten, ehemaligen Friedhofs, auf dessen Gelände das Dorfgemeinschaftshaus steht. Die Inschrift lautet:

Niemand wandle diese Strasse, der nicht denke an den Tod, und Gott by tte beyzustehen, ihm in seiner letsden Noth!

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