Philippsthal in alten Ansichten Band 1

Philippsthal in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Hugo Kossick
Gemeente
:   Philippsthal
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3081-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Philippsthal in alten Ansichten Band 1'

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69. Die Philip pst haler Feuerwehr hat eine alte Tradition aufzuweisen. Schon 1810 bekam die Wehr vom Landgrafen Wilhelm von Hessen eine Saug- und Druckpumpe geschenkt. Es war die erste Pumpe dieser Art in Hessen. Er schuf damit gleichzeitig einen Brandschutz für seine eigenen Gebäude. Diese Pumpe hat ihre Bewährungsprobe bei dem Großbrand von 1878 in Vacha bestanden. Obwohl 78 Wohnhäuser mit 169 Neben- und Hintergebäuden abbrannten, konnten der historische 'Widemark' und der 'Adler' dank des Einsatzes der Philippsthaler Feuerwehr mit ihrer fortschrittlichen Spritze gerettet werden. 1888 kaufte die Gemeinde eine neue Saug- und Druckspritze, die auch noch durch die Muskelkraft der Feuerwehrmänner bedient werden mußte. Auf dem Bild ist noch eine alte Saug- und Druckspritze zu sehen.

70. Ein Bild aus dem Jahre 1904 zeigt uns die alte Werrabrücke. Die Werra ist nicht tief, da es zu dieser Zeit noch keinen Rückstau durch das Wehr in Heimbo1dshausen gab. Die Dame mit Schirm ist aus Halle und zu Besuch bei der Familie Bohn. Die Zuschauer auf der Brücke wundern sich wahrscheinlich über den Wagemut der fremden Dame. Die kleinen Jungen sind Heinrich Bohn (ganz links) und Ludwig Bohn (zweiter von links). Der Junge im Matrosenanzug gehört zu der Dame. Das kleine Mädchen (ganz rechts) ist Marie Bohn, Die Werrabrücke wurde im April 1945 gesprengt; man glaubte, mit dieser Maßnahme den Vormarsch der amerikanischen Truppe stoppen zu können.

71. Das war die ehemalige Kegelbahn, die zum Gasthaus 'Hessisches Wappen' gehörte. Die Bahn war aus Beton und am Ende hingen Fichtenstangen als Kugelfang. Jeder Schüler wollte gerne Kegeljunge sein, um sich zwanzig Pfennige zu verdienen. Auf dem Gelände der ehemaligen Kegelbahn befindet sich jetzt das Gasthaus 'Hessisches Wappen'.

72. Der Kegelclub 'Germania' schob eine ruhige Kugel auf der Kegelbahn des 'Hessisches Wappen'; Besitzer war Karl Zinn, Die Aufnahme wurde 1912 vor dem Saal der Gastwirtschaft gemacht. Saal und Gastwirtschaft sind inzwischen abgerissen worden. Die Kegelbrüder mit steifem Kragen haben zur Feier des Tages das gute Gewand angelegt. Folgende Kegler haben sich dem Fotografen gestellt. Obere Reihe, von links nach rechts: Max Müller, W. Biere und O. Löpke; mittlere Reihe: Aug. Nordheim, F. Lindernann, E. Kehr, G. Lindemann und B. Mohr; untere Reihe: H. Schier, K. Schneider, A. Buchner und A. Lehn. Kegeljunge ist Ernst Schneider.

73. Im Winter, wenn die Land- und Gartenarbeit ruhte, und die langen Abende Zeit und Muße gaben, dann entfalteten die Vereine ein reges und geselliges Leben, an dem die gesamte Bevölkerung teilnahm. Es wurde von den Laiengruppen der Vereine Theaterstücke einstudiert und aufgeführt. Diese Theaterabende hatten immer ein volles Haus zu verzeichnen. Hier wurde irn Januar 1927 vom Kriegerverein das Theaterstück 'Die Toni' aufgeführt.

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74. Vor mehreren Jahren entdeckte man bei Umbauten an der Nordostseite des Gutsgebäudes einen aus festem Gestein gebildeten, niedrigen Raum zu ebener Erde. Der Eingang war mit einem 'Überleger' abgeschlossen, der oben aufgeführte Inschrift trug. Unser ehemaliger Konrektor Jahn schrieb über diese Inschrift in der 'Hersfelder Zeitung' am 13. August 1975 folgenden Artikel: Leider ist bis jetzt nichts ûber die Benutzung dieses Raumes bekannt. War er eine Haftzelle grausamer Art, wie angenommen wurde? Diente er als Gruft oder Beinhaus auf dem Klosterfriedhof? Stammt er aus der Nonnenzeit oder der Iandgräflichen Periode? Durch die Inschrift wird das Rätsel nicht gelöst. Sie läßt auf Zynismus, Lebenserfahrung und Glaubensverständnis in gleichem Maß schließen. Stein und Inschrift werden uns als Zeugen vergangener Zeit an den beiden Bogen der neuerrichteten Mauer an der Schloßstraße erhalten bleiben.

75. Auch von Schadensfeuer ist Philippsthal nicht verschent geblieben. Im Jahre 1905 brannte die linke Hälfte des einstigen Doppelhauses ab. Später wurde es wieder aufgebaut (jetziger Besitzer: Hermann K1otzbach). Daher erklärt sich der etwas neuere Baustil zwischen den älteren Gebäuden des TiefenkeIler. In der geretteten Hälfte wohnte bis 1906 die Familie Bohn, die wir auf dem Bilde sehen. Das Haus ist jetzt irn Besitz von Schreinerrneister Walter Kranz.

76. Der Fuhrunternehmer Adam Blümler mit seinem Gespann vor dem Kaliwerk Hattorf. In den zwanziger Jahren hat er hauptsächlich Langholz gefahren. Das war eine harte Arbeit. Er mußte die Baumstämme mit seinen Pferden erst zum Gefährt schleifen und dann auch noch aufladen. Die ihm zur Verfügung stehenden Hilfsmittel waren gering. Mit einem Wagen wie dem abgebildeten, hat er später die Müllabfuhr für des Kaliwerks Hattorf, kurze Zeit auch für die Gemeinde, übernommen. Das Bild fällt nicht in unsere Berichtszeit; aber diese Ausnahme sei gestattet.

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