Philippsthal in alten Ansichten Band 2

Philippsthal in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Helga Klotzbach
Gemeente
:   Philippsthal
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3726-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Philippsthal in alten Ansichten Band 2'

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Einleitung

Dieser Bildband ist die Fortsetzung von 'Philippsthal in alten Ansichten' von Herrn Hugo Kossick. Er zeigt einen weiteren Teil aus dem Alltag und der Geschichte unseres Heimatortes.

Ich möchte aus der Zeit von 1920 bis 1960 berichten. Vieles habe ich aus eigener Erinnerung beigesteuert.

Um die Lage des Dorfes zu beschreiben, möchte ich die ersten Zeilen unseres Heimatliedes 'Mein Philippsthal' zitieren:

Wie liegst du zwischen sanften Höh'n mein Dörfchen friedlich da!

Dich grüßt von Süd' die ernste Rhön, van ast Thüringia!

Mit diesen Liedzeilen hatte Lehrer Münch damals schon die Ortslage sehr treffend beschrieben. Bereits im 18. Jahrhundert wurde Philippsthal das 'Hessisch Nizza' genannt.

Philippsthal wurde durch die Kaliindustrie ein aufstrebender Ort, der aber trotz allem von der Landwirtschaft geprägt war. Das nahm dann aber ab 1970 sehr ab. Sowohl Vollerwerbs- als auch Nebenerwerbslandwirte mussten aus Altersgründen aufhören - die Kinder waren weggezogen. Heute gibt es in Philippsthal nur noch drei Landwirte, die ihre Felder bestellen.

Ich möchte mit diesem Bildband Vertrautes und auch Vergangenes in Erinnerung bringen. Es ist kein Geschichtsbuch, wenn auch in dieser Zeit die Landgrafenzeit zu Ende ging. Wenn Sie das Bûchlein durchblättern, dann werden sie manchmal schmunzeln; einige werden vielleicht sagen: 'Ach ja, so war das frühermal.'

Nachdem die Kriegsjahre überstanden waren, wurde ab 1950 in Philippsthal sehr viel gebaut. Der Ort wuchs und wuchs. Was früher Ländereien waren, wurde nun Bauland.

Aber einen großen Einschnitt in unser Dorfleben brachte die Schließung der Landesgrenze zu Thüringen. Spielte sich früher alles in Vacha ab, musste man sich nun nach Bad Hersfeld orientieren. Die verwandtschaftlichen Beziehungen waren im Grenzgebiet sehr gestört. Aber zum Glück ist dieses nun auch Vergangenheit.

Der nächste größere Einschnitt war dann die Umsetzung der Ortskernsanierung. Dadurch hat die Ortsmitte ein ganz anderes Bild bekommen. Aber das wäre dann schon Material für einen eventuellen dritten Band.

Vor gut fünfzehn [ahren bin ich durch Zufall zu dem Entschluss gekommen, Bilder und Ansichtskarten unseres Ortes zu

sammeln. Ich wollte damit die Veränderungen des Dorfes im Bild festhalten. Bei allen, die mir seit damals und jetzt Bilder zur Verfügung stellten, möchte ich mich herzlich bedanken. Nur so konnte ich diesen Bildband zusammenstellen.

Bedanken möchte ich mich auch bei der Gemeindeverwaltung für ihre Unterstützung.

Außer der mündlichen Überlieferung stand mir das Heirnatbuch von Lehrer Karl Münch zur Verfügung.

Möge dieser Bildband allen Philippsthalern, ob Einheimische oder Zugezogene, Freude bereiten.

Ich möchte mit einem Gedichtsvers von Frau Maria Walger schließen:

0, du Heimat lieb und traut, wo man keine Grenzen beut, wo man glücklich allzumal, du mein schönes Philippsthal!

1. Eine Feldpostkarte von 1918. Sie zeigt einen Teil der Lindenallee mit Bliek auf das Schloss. Davor sieht man die Dächer der Gewächshäuser, die zur Schlossgärtnerei gehörten. Diese war bis 1960 in Betrieb und wurde zuletzt von Frau Kook geführt. Die Straße ist noch ein Sandweg. Auf den damaligen Feldern stehen heute die Häuser Kondziella und 'Hotel Rhöhnblick'.

PIiIUPPSTH1'll R. D. WERRR.

2. Unser Bliek geht von Süden nach Norden zum Weinberg und Jacobsberg. Im Vordergrund sehen wir das Wehr, den Mühlenturm mit Mühle und Zentrale und den Schlosspark. Der Hof von Heinrich Lingemann, das Pumpenhäuschen und Haus Wechsungen sind in der Bildmitte zu erkennen. Unser Rathaus, das am 1. März 1914 eingeweiht wurde, steht stolz am unteren Hang des Weinberges. Die letzten Häuser am Weinberg sind das Haus von Schneider und Schreiner Claus (heute Böhler) sowie das Haus von Wenig. Der ganze Weinberg und Jacobsberg werden landwirtschaftlich genutzt. Oben vom Weinberg grüßt das Tempelchen. DieAufnahme entstand um 1920.

3. Das Kaliwerk Hattorf um 1920. Wenn man die schmale Straße nach Röhrigshof sieht, kann man sich den heutigen Verkehr darauf gar nicht vorstellen. An der Einfahrt zum Werkstor sieht man Gärten. Und der heutige Parkplatz ist noch eine eingezäunte Weide. Im Kaliwerk sieht man so richtig die Verschachtelung des Betriebes. Wie ein Gebäude nach dem anderen dazu gekommen ist. Der erste Bergwerksdirektor vom Werk Hattorf war Dr. Ernst Koch.

Dorfstraße

4. Die Mühlstraße ist eine der ältesten Straßen von Philippsthal. Man sieht die enge Bauweise der Häuser. Die Hofeinfahrten sind alle an der Rückseite der Häuser. Hier ist die Straße nur geschottert. An der linken Seite sind die Kastanienbäumc, die einst die Straße zierten. Heute sind sie durch Rotdornbäume ersetzt. Die Gänse marschieren munter zum kûhlen Nass. Denn 'die Baach' fließt da noch bis zur Mûhle, Das Foto entstand um 1920 und ist eine Teilaufnahme einer Ansichtskarte. Ein kleines Philippsthaler Rätsel: Warum wird abends in der Mühlstraße nur auf einer Seite der Bürgersteig hochgeklappt?

5. Eine wunderschöne Ansicht der Werra mit Blick auf die Mühle und Zentrale. Die Zentrale wurde 1908 gebaut. Wo links die Gärten sind, steht heute der Aldi-Markt. Das Foto entstand um das Iahr 1920.

6. Lingemann's Hof am Lindenplatz um 1920. Der Sandsteineingang zum Hof könnte bestimmt Geschichten erzählen. Auf der Mauer hat ein Stein gefehlt, da haben die Kinder so gerne gesessen. Einen Bürgersteig gibt es noch nicht. Man konnte noch am Straßenrand Holz lagern. Im Hintergrund sieht man einen Teil vom Haus Rosenstock und Herzog's Hofeinfahrt. Die untere Scheune und der Pferdestall, die auf dem Bild zu sehen sind, wurden im Zuge der Ortskernsanierung abgerissen. An der Scheune war das [ahr 1661 in einen Balken eingeritzt. Das Wohnhaus des Hofes steht heute unter Denkmalschutz und wird von Marianne Klose geborene Eiring bewohnt. Lingemann's Hofist der älteste Hofvon Philippsthal.

7. Die Metzgerei von Friedrich Kahlhepp, 1924. Die Metzgerei befand sich um diese Zeit am Lindenplatz. In der Tür steht Alma Kohlhepp. Neben Friedrich Kohlhepp steht [acob Führer aus Lengers. Er war als Stift in der Metzgerei beschäftigt. Ab 1940 war dieses Gebäude das Wohn- und Geschäftshaus von Änne und August Schneider, bis es im Zuge der Ortskernsanierung in 1971 abgerissen wurde.

8. Der Marktplatz um 1925 ist nur geschottert. Rechts sieht man das Kriegerdenkmal, was ja heute wieder als Brunnen zurecht gemacht ist. Vor dem Anwesen Lindemann, später Kümmel und Backes, steht ein Hydrant. Hinter dem rechten Holzstoß steht die schöne Sandsteinbank von Nieblings. Das letzte Haus war die erste Schule. Später hat dann die Familie Münch unten drin gewohnt.

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