Plankstadt in alten Ansichten

Plankstadt in alten Ansichten

Auteur
:   Eugen Pfaff
Gemeente
:   Plankstadt
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1724-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Plankstadt in alten Ansichten'

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9. Hier wird das Lehrerkollegium von 1928 der heutigen Friedrichschule vorgestellt. Offensichtlich herrschte damals kein Lehrermangel und das war zweifelsfrei kein Schaden für die Kinder. Der Lehrerberuf war offenbar eine Domäne der Männer, denn unter dem achtzehnköpfigen Kollegium befinden sich nur drei Frauen. Die Namen können an dieser Stelle nicht genannt werden. Aber die etwa Sechzigjährigen werden sich noch erinnern. An der rechten Säule am Eingang ist die Zah13511/2 zu sehen. Das war die Hausnummer. In der Zeit nach der Fertigstellung des Schulhauses wurden die Häuser des ganzen Dorfes durchnumeriert (nicht straßenweise). Bei Grundstücksteilungen mußte man bruchrechnen können.

(Bertold Fertig.)

10. Dieser Ortsteil wurde etwa um die Mitte des 19. Jahrhunderts sukzessive bebaut. Die Mädchen in weißen Kleidern und auf Fahrrädern begeben sich wegen eines feierlichen Ereignisses der evangelischen Kirchengemeinde nach Schwetzingen. Man sieht aber auch zwei Häuser. Das weinstockgezierte ist der heutige 'Ochsen' in der Schwetzinger Straße und das zur Kirche hin der vormalige 'Ochsen', die heutige Metzgerei Seßler. Der 'Ochsen' wechselte drei Mal seinen Standort. Zuerst war er auf dem heutigen Helmlingsplatz beheimatet, dann auf dem Grundstück Schwetzinger Straße 52 und schließlich rutschte er ein Haus weiter.

(G.A.)

11. Stolz war man schon jeher auf Pferde. Liebhaber besonderer Farben und Rassen fanden sogar im Sprachschatz Platz, So ist ein Landwirt, der fuchsfarbene Gäule hielt zum 'Fuchsenbauer' geworden. Schimmel waren seltener. Ein älteres, ergrautes Ehepaar, das mit einem Schimmel fuhr, nannte man: 'Die drei Weis(s)en'. Scherzhaft oder ironisch übertrug man also unbedenklich Aussehen und Eigenschaften von Pferden auf Menschen. Auf dem Bild wird stolz ein Schimmel präsentiert, Links im Hintergrund ist eine damals dorfbekannte Persönlichkeit zu sehen: Karl Engelhardt, langbeiniger und schlitzohriger Briefträger, um den sich manche liebenswerte Geschichte und Anekdote rankt.

(Gustav Stroh.)

12. In den Jahren 1906-1907 wurde die zentrale Wasserversorgung gebaut. Die gesarnte Einrichtung kostete 201178,58 Mark und man bestritt den Aufwand restlos aus Krediten. Der achtundvierzig Meter hohe Wasserturm wurde zu einem der markanten Wahrzeichen Plankstadts. Er kostete 28213,48 Mark. Die Maurerarbeiten hatte der einheimische Unternehmer Clemens Baumeister ausgeführt, der zum Bau der katholischen Ortskirche nach Plankstadt kam und mit ihm noch einige qualifizierte Handwerker (Brendel, Bausenwein und so weiter). Das Bild zeigt den noch eingerüsteten Turm und die Baumannschaft. Ob sich auch Frauen darunter befanden? Beim Bau der katholischen Kirche ist das auf jeden Fall nachweisbar. Der Turm stand damals noch fast auf freiem Feld.

(G.A.)

13. 'Kinderschulen' nannte man noch vor kurzem die Kindergärten. Die Aufnahme stammt aus dem evangelischen Kindergarten und ist offenbar unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg entstanden. Es waren immerhin vier Schwestern zur Betreuung der stattlichen Kinderschar vorhanden. An eine solche Besetzung wagt man heute nicht einmal im Traum zu denken. Das Gebäude stand hinter der evangelischen Ortskirche, auf dem Platz des heutigen Gemeindehauses, bei dessen Bau es weichen mußte. Die Kirchengemeinde hat vor einigen Jahren neben dem Gemeindehaus einen neuen Kindergarten erbaut. Die katholische Kirchengemeinde besitzt zwei, wovon einer konfessionell gemischt genutzt wird.

(Karl Baust.)

14. Die Aufnahme vom 'Rosengarten' wurde am 11. September 1910 gemacht, anläßlich des zwanzigjährigen Stiftungsfestes des am 14. Dezember 1890 gegründeten Turnerbundes 'Germania', einer der Traditionsvereine der Turn- und Sportgemeinde 1890. Bemerkenswert an dem Bild sind einmal die Straßenlaterne und der kleine Biergarten vor der Gaststätte. Heute ist so etwas wieder supermodern und schlägt sich in den Bemühungen um die Fußgängerzonen nieder. Die Gaststätte ist an recht exponierter Lage gebaut worden. Hier liefen vor dem alten Ortsetter die überörtlichen Wegeverbindungen nach Oftersheim, Bruchhausen-Kirchheim und der untergegangenen Siedlung Lochheim (identisch mit Alsheim, Alstetten) zusammen.

(G.A.)

15. Heinrich Berlinghof war bei der 'Holzverwertung' in Mannheim Meister und bekam sechs Zöglinge aus Plankstadt unter seine Fittiche. Die jungen Menschen wurden mit größter Selbstverständlichkeit nach ihrer Schulentlassung in den Arbeitsprozeß eingereiht, sofern sie im elterlichen Bauernbetrieb nicht benötigt wurden. Durften sie eine Lehre absolvieren, so war das eine besondere Auszeichnung. Die Eltern mußten teilweise den Meister für seine Bemühungen vergüten. Erst viel später erhielten die Lehrlinge ein geringes Entgelt. Wenn jemand zwar einen Beruf erlernt hat, aber in den Augen seiner Mitmenschen kein wirklicher Fachmann ist, sagt man noch heute: 'Laß' dir dein Lehrgeld wieder ausbezahlen!'

(Reinhold Kolb.)

16. Bei der Getreideernte waren viele fleißige Hände erforderlich. Bauern kamen ohne Hilfskräfte nicht aus und bei Nebenerwerbslandwirten mußten alle Familienmitglieder oder Nachbarn mithelfen, denen man dann seinerseits wieder verpflichtet war. Fast jeder hatte sich auf einen bestimmten Arbeitsgang spezialisiert, der ihm besonders flott von der Hand ging. Die Maschinen in verschiedenen Entwicklungsstufen erleichterten schließlich nach und nach das Ernten. Heute rattern nur noch Mähdrescher über die Felder. Sie haben die Getreideernte etwas witterungsunabhängiger gemacht. Eine solche Erntemaschine wurde von Walter Berger erstmals 1953 auf die Plankstadter Felder gebracht.

(G.A.)

17. Die Getreideverwertung WaI in Plankstadt nicht ganz einfach. Da es auf der Gemarkung keine fließenden Gewässer gibt, fehlten auch Mühlen. Die Landwirte brachten ihre Mahlfrucht selbst in eine der nahen Mühlen. Die Müller aus der Nachbarschaft suchten mit den Kleinbauern ins Geschäft zu kommen und fuhren in gewissen Zeitabständen durch das Dorf, um das Getreide abzuholen. Zunächst waren die schweren Müllerwagen pferdebespannt und später setzte man Kraftfahrzeuge ein. Im Mittelalter bestanden herrschaftliche Bannmühlen. Jedes Dorf WaI in eine bestimmte Mühle 'gebannt', und die Bewohner mußten in ihr das Getreide verarbeiten lassen. Der Bannmüller hatte den Ausdrusch im Ort abzuholen und das Mehl zu liefern.

(Karl Klefenz.)

18. Das stimmungsvolle Bild zeigt hauptsächlich das ehemalige Försterhaus, Auf dem Schlußstein im verschwundenen Torbogen waren, stilisiert, ein springender Hirsch und ein Tannenzapfen nachgebildet. Ursprünglich bestatteten hier die Dorfgründer ihre Toten. 1570 war der längst vergessene Friedhof wieder Ackerland geworden. 1713 ist die Umwandlung zum Hausgrundstück bereits vollzogen und als Miteigentümer wird Ludwig Wilhelm als 'Chur Pfaltz Hasenfauth' (Fauth = Vogt) genannt. Selbst in Lagerbüchern wird er als 'Herr' tituliert. Zu seinem Forstbezirk zählten Plankstadt, Eppelheirn, Pleikartsforst, Kirchheirn, Bruchhausen, Oftersheim und Schwetzingen, rnit Ausnahme der Herrschaftswaldungen.

(Theodor Gund t.)

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