Plau in alten Ansichten Band 1

Plau in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Heidemarie und Fred Ruchhöft
Gemeente
:   Plau
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5473-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Plau in alten Ansichten Band 1'

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9. Im Jahre 1925 wurde das Wandschneider-Museum in der Plauer Stadtschule eingerichtet. Mehr als siebzig Plastiken des Plauer Bildhauers wurden ausgestellt. Wil helm Wandschneider, geboren 1866 in Plau, studierte in Berlin von 1886 bis 1894 und blieb dort bis 1925 tätig. 1925 kehrte er in seine Heimatstadt zurück um hier bis zu seinem Tode 1942 unerrnüdlich zu wirken. Neben den bekarmten Werken schuf der Professor zahlreiche Denkmäler für In- und Ausland. In Plau finden wir unter anderem den 'Coriolan', den 'Sieger', den 'Säernann', den 'Mähenden' und die Pieta im Turmraum der Stadtkirche zum Gedenken und zur Mahnung für die Opfer des Ersten Weltkrieges. Das Museum zog vor dem Krieg in das heutige Gebäude der Sozialstation neben der Kirche um und wurde 1947 aufgelöst.

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Vereins

2. Februar f901f.

10. Die Marktstraße ist ein Teil der alten slawischen Siedlung, aus der sich die Stadt entwickelte. In ihrem südlichen Teil beschreibt sie, zusammen mit der Stietzstraße , ein Halbrund. In der Marktstraße befanden sich viele Gasthäuser. Eines der bekarmtesten war das Hotel 'Sonntag", Vereinslokal vieler Vereine. Bei fast jedem Besitzerwechsel änderte sich der Namen des Hauses. Bis zum Abriß 1989 trug es den Namen 'Burghotel'. Links daneben befand sich das beliebte Hotel 'Schwarzer Adler", der bereits 1935 abgebrochen wurde.

11. Diese Ansicht der Steinstraße stammt aus der Zeit um 1880. Die Steinstraße ist die älteste gepflasterte Straße der Stadt. An der Ecke zur Rahmwallstraße befand sich das Steintor, die alte Ausfahrt nach Goldberg. Die Steinstraße war und ist eine der Hauptmagistralen von Plau. In fast jedem Haus war ein Geschäft oder Handwerksbetrieb, allerdings hatte man noch keine großen Schaufenster. Diese kamen erst nach der lahrhundertwende in Mode. Die Zeiten haben sich gewandelt , die Häuser sind heute kaum wiederzuerkennen.

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12. Diese Aufnahme aus den zwanziger Jahren zeigt den Teil der Steinstraße, der bis ca 1925 'Goldberger Straße hieß, denn vor dem Bau der 'Kunststraßen' (Chausseen) in den vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts begarm hier der Handelsweg über Goldberg nach Wismar. Wer nach Lübz wollte, mußte die Stadt durch das Eldetor (heute Hubbrücke) verlassen und benutzte dann die Lübzer Landstraße (Lübzer Straße). Im Bild links befindet sich das 1887 erbaute Kaiserliche Postamt. Es wurde um 1900 vergrößert und ist ein typischer Bau der Gründerzeit. In seinem Giebel befand sich eine Uhr und darüber der Kaiseradler.

13. Wahrzeichen unserer Stadt ist die Burg. Sie wurde 1448/49 vorn Knappen Lüdeke Hahn auf Basedow errichtet, nachdem sich dort bereits seit 1287 ein fürstliches Schloß befand. Die Burg diente der Abwehr von Raubeinfällen aus der Mark. Zeugnis der bewegten Zeiten ist der Bergfried mit seinem 11 m tiefen Verlies. In der Zeit der Romantik ersetzte man das ursprüngliche Kegeldach durch einen Zinnenkranz. Er wirkte sich sehr ungünstig auf das Gernäuer aus und wurde 1924 wieder durch ein Spitzdach ersetzt. Übrigens befand sich unter der alten spitzen Haube die Wächterstube, und der Turmwächter hatte die Aufgabe , die bewaffneten Landsknechte anzublasen.

14. Der Burghof war im 19. Jahrhundert das Gehöft eines Ackerbürgers, aber auch zeitweise Poststation. Deshalb hat sich auch bis heute die Bezeichnung 'Postallee' für die ehemals zwei Kastanienreihen am Burgplatz erhalten. Vom mittelalterlichen Schloß ist noch der zweigeschossige Keiler erhalten. Dort lagerten im 16. Jahrhundert Fässer, gefüllt mit dem in PI au gekelterten Wein, der am Südhang des Klüschenberges angebaut wurde. Auch befand sich auf dem Burghof die Gcschützgießerei der Familie Wichtendahl, die später in Danzig eine der bedeutendsten Rotgießerfamilien wurde. Evert Wichtendahl goß hier 1570 die Tauffünte der Plauer Kirche. Das Wohngebäude auf dem Foto wurde 1823 gebaut. Die Aufnahme entstand Ende der zwanziger Jahre.

15. Wer um 1890 vom Burgwal! nach Süden blickte, hatte dieses stattliche Haus Ecke Burgstraße/Wallstraße 2 vor sich. Nur - der prächtige Tcrrassengarten ist heute nicht mehr erhalten, ja, nicht einmal mehr zu erahnen. Links im Bild entstand nach der Jahrhundertwende die Villa (heute Kindergarten), die vorwiegend von Ärzten bewohnt war. Der Volksmund gab deshalb der WalIstraße den Namen 'Doktersberg'.

16. Kurz vor 1900 zeigte sich die Große Burgstraße in diesem Gesicht. Viele Fachwerkfronten haben zu dieser Zeit massive Vorderfronten erhalten, ein Zeichen des sich entwickelnden Wohlstandes. Originell muten uns heute die alten Ackerwagen an, die mit dem Bild einer Ackerbürgerstadt untrennbar verbunden sind. Neben der Druckerei Louis Hancke, die 1849 die erste Plauer Zeitung herausbrachte, etablierten sich in der Großen Burgstraße viele Geschäftsleute und Handwerker. Im zweiten Haus rechts wohnte der Handelsmann Christoph Kern, der weltweite Handelsbeziehungen unterhielt.

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17. Eine Plauer Neustadt kennen wir schon aus Unterlagen von 1609, doch sie ging bereits im Dreißigjährigen Krieg unter. Dann wuchs die Stadt - bis auf wenige Ausnahmen - erst nach 1800 wieder über die alten Grenzen hinaus. Im Norden entstanden die Lange Straße und die Schulstraße, im Westen die Fabrik- und Tuchmacherstraßen und südlich der EIde die Dammstraße, Bergstraße und die Lübzer Straße. Auf dem Bild blieken wir in die Lange Straße, die in die in den 1840er Jahren gebaute Chaussee nach Güsrrow ausläuft. Links hinter den großen Bäurnen sehen wir die Bürgerschule und in der Mitte die Privatknabenschule , letztere dient heute als Kulturhaus. Die Scheunen daneben brannten Ende der zwanziger Jahre ab.

18. Diese Fotografie ist eine der ältesten der Stadt. Sie wurde noch auf Brom-Silberpapier entwickelt. Das Gebäude entstand 1858-1860 auf Initiative des Kantors und Leiters der Armen- und Unterschule earl Ehrich, der zum 50jährigen Dienstjubiläum 1883 das Ehrenbürgerrecht der Stadt PI au verliehen bekam. Zur Zeit der Aufnahme kurz nach 1860 (wir sehen die Hofseite) ist das Umfeld noch wenig bebaut. Die Stadtschule - auch 'Höltenslarpenschaul' (Holzpantinenschule) genannt - lag damals noch außerhalb der Stadt. Wegen der unbefestigten Wege und der Lage mangelte es nicht an Kritik an den Stadtvätern unter Bürgermeister Klitzing. Doch ein Vergleich mit heute zeigt, wie weitsichtig die Entscheidung damals war.

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