Plau in alten Ansichten Band 1

Plau in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Heidemarie und Fred Ruchhöft
Gemeente
:   Plau
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5473-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Plau in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

19. Als eines der ersten Krankenhäuser in Mecklenburg entstand das Plauer Krankenhaus 1863/1866. Sein Gründer war Medizinalrat Dr. Wil helm Wilde, der sich als Arzt große Verdienste erwarb und 1880 das Ehrenbürgerrecht erhielt. Eine von ihm errichtete Stiftung unterstützte mittellose Kranke. Ein Denkmal zum Andenken an Dr. Wilde wurde 1882 - ein Jahr nach seinern Tode - im Krankenhausgarten aufgestellt und feierlich eingeweiht. Später erhielt das Krankenhaus einen Ostflügel und der Eingang wurde auf die schmale Westseite verlegt.

20. Ein weiteres typisches Bauwerk aus der zweiten Hälfte des 19. lahrhunderts ist das Bahnhofsgebäude. Plau erhielt 1882 Eisenbahnanschluß nach Güstrow und 1886 nach Pritzwalk. Mit dem Bahnanschluß wurde Plau für die Kurgäste leicht erreichbar. Der Kurbetrieb nahm in jenen lahren einen unvergleichlich hohen Aufschwung. Ursprünglich war in Plau ein Umsteigebahnhof vorgesehen. Dies scheiterte jedoch am Widerstand der Plauer Ackerbürger , die kein Land für dieses Projekt hergeben wollten. So entstand der vorgesehene Bahnhof in Karow.

i. jr1eck Ibg.

-:: >-

- .?..? - ,; -

21. Wie eine Eisenbahn aus der Kinderstube mutet dieser Zug von etwa 1910 an. Die Eisenbahnbrücke wurde mit der Streckenfreigabe nach Meyenburg am 5. Dezember 1886 eingeweiht. Bei der Probebelastung soll sie sich nur 5 mm durchgebogen haben. Die Brücke wurde beim Rückzug der Wehrmacht Anfang 1945 gesprengt. Im Hintergrund ist der Schlot der Stärkefabrik und der Städtischen Betriebswerke zu sehen. Das Elektrizitätswerk wurde 1930 stillgelegt, als Plau an die Überlandzentrale angeschlossen wurde. Die Speicher der Stärkefabrik dienten nach Umbau als Getreidespeicher.

22. Die Dr.vAlban-Straße entlang der Eide trug bis 1927 den Namen Fabrikstraße. Hier baute Ernst AIban (geboren 1791 in Neubrandenburg) seine Maschinenfabrik und Eisengießerei nach eigenen Entwürfen. Plau wurde der Ort seines Hauptschaffens, nachdem Alban schon in Klein Wehnendorf bei Tessin eine kleine Fabrik betrieben hatte. In Güstrow wirkte er, als er in der Plauer Tuchfabrik eine seiner Hochdruckdampfmaschinen installierte. Nach dem Zerwürfnis mit seinem Güstrower Teilhaber kam Alban nach Plau. In seiner 1840 gebauten Fabrik an der Eide beschäftigte Alban bis zu sechzig Arbeiter. Es war damit eine der größten dieser Art in Mecklenburg. Die Aufnahme wurde nach einem Kupferstich aus dem Jahre 1850 gefertigt. Rechts ist sein Schaufelraddampfer 'Alban' im Bild.

23. Die Fabrikstraße um 1890. Auf der rechten Seite sind zwei Eldearme zu sehen und im Hintergrund, etwas verdeckt von den Bäumen, die Tuchfabrik. Im Rücken des Fotografen arbeitete eine zweite Tuchfabrik. Auf der linken Seite ist Alban's Maschinenfabrik. Am linken Bildrand erkennt man den einzigen noch erhaltenen Teil der 'Maschinenbauanstalt' . Das Gebäude diente als Lagerhaus für Alhan's Maschinen. Doch lange standen dort keine Erzeugnisse , denn seine Maschinen waren von hoher Qualität und in ganz Deutschland, sowie im Ausland begehrt. Das in Mecklenburg fehlende Patentgesetz war Alban's größtes Hindernis. Alban war ein Einzelkämpfer in einem Lande, 'wo man Industrie kaum dem Namen nach kermt' (Dr. Alban).

~

'.'

24. Neben den zahlreichen Publikationen Albans ist besonders die Schrift 'Die Hochdruckdarnpfmaschine' von 1843 zu bemerken. Sie fand in Amerika mehrere Auflagen. Nach längerer Krankheit starb Alban 1856. Pastor Wolff schrieb in seinern Nachruf (Archiv für Landeskunde): ?... der rechte Flügel endlich bildet das Wohnhaus der Familie nebst den erforderlichen Wirtschaftslocalitäten. Links aber von der Eingangstür dieses rechten Flügels bemerken wir zwei weinumrankte Fenster: das sind die Fenster der Studierstube. in der vorzugsweise bei nächtlicher Stille vieles ersonnen, beim Scheine der Lampe so manches geschrieben ward, was der Welt Nutzen geschaffen und Alban's Namen bekannt gemacht hat über Land und Meer hinwcg.' Das Bild stammt aus der Zeit der Jahrhundertwende.

25. Diese Postkarte zeigt den Neuen Markt (Teil der Schulstraße). Rechts, nicht mehr sichtbar, steht das 1930 gebaute Spritzenhaus der Feuerwehr. Die abgebildete Feuerspritze zeigt eine Erfindung Albans, die Kanonenfeuerspritze. Sie bedeutete damals eine großartige Erfindung.

26. Ein erstes Industriegebäude war die Tuchfabrik. Vom Tuchmacherhandwerk erfahren wir bereits 1691, als die Innung eine eigene Walkmühle besaß. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Plau neben Parchim und Malchow bedeutendste Tuchmacherstadt in Mecklenburg. 1830 wurde das abgebildete Fabrikgebäude auf landesherrliche Kosten quer über einen Eldearm errichtet. 1840 baute Alban hier eine seiner Hochdruckdampfmaschinen ein. Sie befand sich in dern Anbau mit dem Schlot. Als die Fabrik 1905 niederbrannte, war auch das Ende der Plauer Tuchindustrie gekommen. In Malchow blieb sie bis heute Tradition. Links im Bild sieht man das 'Gretchenheim', ehernals zur Tuchfabrik gehorend. Es wurde dann als Privatmädchenschule genutzt.

27. Untrennbar mit der Tuchfabrik verbunden war das Handwerk des Färbers. An vielen Orten der Stadt befanden sich solche Färbergänge (rechts), an denen die frisch gefärbten Tuche zum Trocknen autgehängt wurden. Dieser Färberhof befand sich auf dem Hinterhof eines Hauses Am Eichberg. Vor wenigen Jahren war er so verfallen, daß er abgebrochen werden mußte. Von der Tuchindustrie in der Stadt zeugen noch die Straßennamen "Tuchrnacherstraße (scherzhaft Linnenbüchsenstrat = Leinenhosenstraße), die RahmwalIstraße, sowie einige noch erhaltene kleine Färbergänge, die es aber dringend zu sanieren gilt. Die Aufnahme entstand um 1900.

28. Unser Bild zeigt das Schleusengelände mit der Wassermühle auf der Stadtseite (jetzt Strommeisterei) der Eide um 1880. In dem hölzernen Anbau war das Wasserrad untergebracht. Ursprünglich war dies die Binnenmühle, die bereits Ende des 13. Jahrhunderts urkundlich erwähnt wurde. Eine zweite, die Pungenmühle, befand sich auf einer Insel in der Eide (Bild 30). Die dritte , die Außenmühle, lag außerhalb der Stadtbefestigung am linken Eldeufer. Reste dieser Mühle sind vermutlich in den Fundamenten des Wohnhauses Vogelsang 1 erhalten. Links im Bild ist die alte Zugbrücke über das Schleusenbekken zu sehen.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek