Plau in alten Ansichten Band 1

Plau in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Heidemarie und Fred Ruchhöft
Gemeente
:   Plau
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5473-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Plau in alten Ansichten Band 1'

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PI au I. Mecklbg. - Mühlengehöf!:·

29. Diese Aufnahme um 1920 zeigt noch einmal das Mühlengehöft. Hier ist der Mühlenarm mit einern großen Speichergebäude überbaut, der aber in der Mitte der dreißiger Jahre wieder abgebaut und urngesetzt wurde. Deutlich sind hier die drei Eldearme zu erkennen: rechts der Mühlenarm der Binnenrnühle, in der Mitte die Schleuse und links mit den Flößen der dritte. Letzterer existiert nicht rnehr, er wurde 1954zugeschüttet.

30. Auch aus der Zeit um 1920 stammt die Aufnahme der Pungenmühle. Hier wurde vorwiegend geschrotet. An dem fließenden Wasser ist der Aalfang zu erkennen. Er war noch nach dem Zweiten Weltkrieg in Betrieb und stand sogar unter Schutz. Leider mußte er weichen , als 1954 im Zusammenhang mit der Schleusenrenovierung dieser Eldearm verschüttet wurde.

31. Mit diesem 'Kunstwerk' hat man die Strömung des Wasserdurchlaufes im Aalfang reguliert. Im Bild 30 ist das Räderwerk rechts zu erkennen. Zur Bedienung stieg man auf die Zapfen und konnte sornit relativ leicht die Räder bewegen. Sogar Kinder sollen dazu in der Lage gewesen sein (1930).

32. Die erste Schleusenerwähnung in Plau ist 1650 bezeugt. Es gilt aber als sicher. daß sich hier vorher bereits eine Stauschleuse befand. In den Jahren 1831-1834 entstand die Plauer Schleuse in der heutigen Größe von 5,10 X 42,50 Metern Durchschleusungsgröße. Sie ist die erste der 17 von ehemals 21 Eldeschleusen. Die vier fehlenden waren bei Kanalisierungen der Eide überflüssig geworden. Die Plauer Schleuse steht auf der Liste der technischen Denkmale. Die Aufnahme zeigt eine Schleusenreparatur um 1870. Offensichtlich wird das obere Schleusentor erneuert und die gemauerten Schleusenwände ausgebessert. Links im Bild ist die Pungenmühle sichtbar, rechts das Wirtschaftsgebäude, das heute noch steht.

33. Der Fotograf hielt hier die Schleusung von Flößen um 1910 im Bild fest. Geflößt wurde auf der Eide und dem Plauer See bis 1958. Die Flößer, früher 'Floßregirnenter' genannt, hatten ein barres Brot. Besonders bei starkem Wind war die Gefahr auf den Seen groß, daß sie abgetrieben wurden. Immerhin waren 3-4 Lagen Stämme übereinander zusammengebaut. Selbst starke Schlepper hatten dann beim Schleppen ihre Probleme. Der Fotograf steht auf der Zugbrücke, die damals noch die Schleuse überspannte. In den zwanziger Jahren wurde die Zugbrücke durch eine Drehbrücke ersetzt, aber diese ist ein Opfer des Zweiten Weltkrieges geworden.

Plau i. Meckl.

Eldepartie bei der Schleuse

34. Ein weiteres, sehr beliebtes Motiv ist der Bliek vom Südufer der Schleuse zur Kirche. Die Aufnahme stammt auch etwa von 1910. Hier steht der Fotograf auf dem oberen Schleusentor. Blickfang ist der 36 Meter hohe Kirchturm. Rechts neben der Baumgruppe hinter dem Fachwerkgebäude ist der bereits erwähnte Färbergang zu erkennen.

35. Gegenüber auf dem Alten Wall steht das Großherzogliche Amtsgericht, erbaut 1878179 bei der Neuordnung der Rechtsverhältnisse im noch jungen deutschen Kaiserreich. Unter seinem Giebel ist das Wappen des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin in Terrakotta angebracht. Es fehlt heute. Die Gerichtsbarkeit in der Stadt hat eine lange Tradition und wurde in seinem Grund 1235 festgelegt, dann im Mittelalter weiter ausgebaut. Beispielsweise bekam Plau 1341 große Freiheiten durch die Werle-Fürsten, um gegen die Raubritter vorzugehen. Damit hatte die Stadt zeitweise sogar oberste Gerichtsbarkeit. Noch heute tagt das Lübzer Kreisgericht im Amtsgerichtsgebäude Plau.

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36. Dies ist eine Aufnahme aus der Zeit um 1880 mit dem Bliek entlang der Strandstraße eldeabwärts. Im Hintergrund überragt das sehr große Gebäude der Tuchfabrik das alte Mühlengehöft. Auf der linken Seite grenzt der Alte Wall mit seinem Baumbestand die Elde ein. Die Strandstraße ist die jüngste Straße der Altstadt, denn die EIde reichte 1756 noch bis an die Gärten heran. Erst um 1800 wurde die Strandstraße durch Aufschüttung angelegt und zum Ufer befestigt. An dieser Straße, die man durchaus als Hafenstraße bezeichnen könnte , standen mehrere Speicher. Der Fachwerkspeicher auf unserem Bild gehörte der Handelsfirma Callies & Möller. Typisch waren bis ca 1920 die großen Segelmasten der Frachtkähne, dann bestimmten Schleppzüge und Motorkähne das Bild.

L?gier~us Klüschenberg

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Wilh. Dankert, Plan i. M.

37. Wir kommen jetzt zum südlich der Stadt gelegenen Naherholungsgebiet Klüschenberg. Im vorderen Bereich stand das Schützenhaus, auch Logierhaus Klüschenberg genannt (heute Hotel Klüschenberg). Bereits um 1788 ist das Schützenhaus nachweisbar. Hier fanden seit Jahrhunderten die zur Tradition geworden en Schützenfeste statt. Reste des Schießstandes sind noch hinter dem Haus erkennbar. Die Schützengilde ging aus einermittelalterlichen Wachmannschaft zum Schutz der Stadt hervor und ist erstmals 1553 erwähnt. Die älteste Eintragung aus einem Gildebuch stammt von 1612. Schon in späteren Jahren war die Zunft durch rauschende Feste bekannt, die aber zur Regierungszeit von Herzog Friedrich (1756-1785) stark eingeschränkt wurden.

38. Seit dem 19. Jahrhundert war die Schützengilde nicht mehr im eigentlichen Sinn tätig, doch das dreitägige Schützenfest wurde jährlich drei Wochen nach Pfingsten begangen, wegen der Sornmerfrischler dann aber in die Saison verlegt. An diesen Tagen waren die meisten Geschäfte der Stadt geschlossen, denn ganz Plau beteiligte sich daran. Auch das Kinderfest fand in diesem Zusammenhang statt. Das Fest begann mit dem feierlichen Abholen des vorjährigen Schützenkönigs und endete mit dem Königsschuß und der Kür des neuen Königs am dritten Tag. Unser Bild zeigt die älteren Herren der Schützenzunft 1909. Im Dritten Reich mißbraucht, wurde das Schützenfest in den Kriegsjahren abgeschafft und harrt nun der Wiedereinführung. Insgesamt zählte die Gilde um 1910etwa 135 Mitglieder.

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