Plau in alten Ansichten Band 1

Plau in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Heidemarie und Fred Ruchhöft
Gemeente
:   Plau
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5473-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Plau in alten Ansichten Band 1'

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39. Am Südhang des Klüschenberges wurde 1846 ein Grab der Mittelsteinzeit entdeckt, und im 16. Jahrhundert befanden sich hier neben Schwerin die bedeutendsten Weinpflanzungen Mecklenburgs. Im 19. Jahrhundert wurde der Klüschenberg parkartig angelegt und erhielt auch einen bemerkenswerten Baumbestand, Diese Aufgabe hatte der 1867 gegründete Verschönerungsverein übernommen. Der Gedenkstein zum 25. Gründungstag und zu Ehren des Vorstandsmitgliedes Diedrich Fockenbrock befindet sich ebenfalls auf dem Südteil des Klüschenberges. Der betagte Herr mit Hut dürfte der Stadtförster Fockenbrock sein. Er starb 1906 im biblischen Alter.

40. Kaum wiederzuerkennen ist die höchste Erhebung des Klüschenberges. Sie ist mit 92 m Ü. NN die höchste Stelle des näheren städtischen Umfeldes und trug den Namen des verdienstvollen Bürgermeisters Dr. jur. Klitzing. der von 1842 bis 1883 die Geschicke der Stadt trug und maßgeblichen Anteil an der Gestaltung Plaus als Kurort hatte. Auf der 'Klitzinghöhe stand ein Aussichtspavillon. Er mußte 1927 dem Wasserturm weichen. Der alte Herr auf dem Bild ist der Parkwächter. Er sorgte für Ruhe und Ordnung in den Anlagen. Man erzählt sich, daß er leider nicht mehr flink genug war, um die kleinen Spitzbuben zu tassen, die ihn so gerne ärgerten.

Plau I. M.

Klüschenberç mit Ge1allenendenkmal

41. Auch auf dern Klüschenberg ist das Denkmal für die Getallenen des Ersten Weltkrieges zu finden. Es entstand kurz nach 1918. Auf dem Obelisk mit dem 1945 entfomten Bronzestahlhelm sind die Namen der 164 Getallenen verzeichnet. Sie sollen uns Ehrung und Mahnung sein. Unweit vom Getallenenmal stehen sechs - einst sieben - Eichen. Sie wurden 1871 zur Vereinigung des Deutschen Reiches gepflanzt und trugen Namen von bedeutenden Feldherren.

42. Vom Mühlenberg, einem verlängerten Höhenzug des Klüschenberges nach Westen, hat man zu jeder Jahreszeit das schöne Panorama der Stadt vor sich. Ganz links, alles überragend, die evangelische Kirche, rechts sieht man den Turm des Rathauses und das Kegeldach der Burg. Unterhalb des Rathauses. erkermbar an den Bogenfenstern, liegt die katholische Kirche. Die jüdische Gemeinde. die dieses Gebäude als Synagoge erbauen ließ, war sehr zusammengeschrumpft, so daß sie ihre Synagoge 1921 an die katholische Kirche verkauften. Wohl nur aus diesem Grunde hat das Haus die Kristallnacht überstanden.

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43. Wir kehren nun zurück an die Elde. Die beiden 'Matrosen' betrachten sich das Wallpanorama. Das Bild entstand um 1906, denn um diese Zeit wurde die Lindenallee angelegt. Der alte Wall war Teil der Stadtbefestigung. Hinter den Villen, die um die lahrhundertwende gebaut wurden, floß ein Graben, der Serrahn. Eine Stadtmauer verlief im Rücken unserer 'Matrosen'. Das Holzhäuschen am Ufer ist eines der beiden Badehäuser, eines für die Damen und eines für die Herren. Im Haus des schönen Geschlechtes sollen viele Spuntlöcher gewesen sein. Der Bademeister erhielt Trinkgelder von den Damen. um sie zu verstopfen. doch ... es entstanden immer wieder neue.

44. Hier ist die Lindenallee bereits gewachsen. Wir schreiben das Jahr 1915. Den Kinderhort und die dazugehörige Turnhalle ließ der Kommerzienrat und Handelsrichter Heinrich Haukohl auf seinem elterlichen Grundstück erbauen und stiftete beides 1904 der Stadt Plau. Er gab auch finanzielle Mittel, um mittellosen Kindern eine Aufnahme zu ermöglichen. Die für das laufende Jahr nicht benötigten Zinsen wurden am Geburtstag des Stifters am 6. Juni an mittellose Bürger der Stadt verteilt.

45. Die zur Stiftung gehörende Turnhalle an der Bergstraße erfreute sich besonderer Beliebtheit unter den Kindern und Schülern. Sie wurde auch von Sportvereinen genutzt. In den Kriegsjahren diente die Turnhalle zweckentfremdet als Getreidelager. Die Einrichtungen der Haukohl-Stiftung waren die ersten dieser Art in Mecklenburg und Preußen und sozialgeschichtlich von höchster Bedeutung. Leider gingen die Stiftungsgelder in der Int1ationszeit fast vollständig verloren. Die Einrichtungen mußten nun durch Spendcn und Zuwendungen erhalten werden.

46. Die älteste Straßenverbindung über die EIde ist die Zugbrücke, die bereits 1295 urkundlich bezeugt ist. Früher befand sich hier eine längere Holzbrücke, und auf der Stadtseite stand eines der vier Stadttore, das Eldetor. Das Bild entstand um die Jahrhundertwende, denn die alten Kastanien stehen noch.

47. Diese Aufnahme um 1910 läßt die Konstruktion der alten Zugbrücke gut erkennen. Bei dem regen Segelkahnverkehr waren Zugbrücken unerläßlich, denn bei der 1916 an dieser Stelle errichteten Hubbrücke mußten die Segelmaste beruntergenommen werden. Es setzte sicb aber um diese Zeit mehr und mehr der Scbleppverkebr durch. Die Hubbrücke wurde unter Mithilfe von französischen Kriegsgefangenen gebaut. Und da man recht sparsam mit Material umzugehen pflegte , fanden die Ketten des Zuggerüstes als Grabstättenumrandung des Familienbegräbnisses Otto Haukohl (Bruder von Heinrich Haukohl) Verwendung.

48. Die Dammstraße ist, wie der Name schon andeutet, eine aufgeschüttete Straße. Die Häuser in Eldennähe standen (und stehen noch) wegen des moorigen Untergrundes auf tiefgründigen Holzpfählen. Die Dammstraße war bis zum Chausseebau Ausfahrt nach Lübz/Parchim über die Bergstraße und Lübzer Straße und in die Mark Brandenburg und in Richtung Röbel. Das Haus mit dem Turmanbau gehörte dem Fischgroßhändler Jung. Das Foto wurde vor der Jahrhundertwende gefertigt, denn links ziehrt noch eine Gasglühlaterne die Hausecke, und Plau erstrahlte erstmals 1897 in elektrischem Licht.

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