Plau in alten Ansichten Band 1

Plau in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Heidemarie und Fred Ruchhöft
Gemeente
:   Plau
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5473-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Plau in alten Ansichten Band 1'

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49. Hier hat der Fotograf die gerundete Kaimauer am Alexanderplatz (An der Metow) gut im Bild festgehalten (1880). Es war Verladeplatz und Liegplatz für die Segelfrachtkähne der vielen Plauer Schiffer, denn in Plau hatte die Schiffahrt eine lange Tradition. 14-20 Frachtkähne hatten in Plau lange Jahre ihren Heimathafen. In den eisfreien Zeiten schipperten. sprich: segelten oder treidelten, sie vom ersten Hahnenschrei bis zur Dunkelheit. Im Winter feierten die Schiffer im Bahnhofshotel oder im Schützenhaus ihren Schifferball. Ihr Verein, die Schiffervereinigung, bestand wie alle Vereine bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. Der Bogen in der Kaimauer ist von der neuen Brücke aus heute noch gut zu erkennen.

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50. Reges Treiben herrschte im Plauer Hafen. Personen- und Frachtschiffe bestimmten das Bild. Hier wurden außer Getreide Mauerziegel, Dachpfannen, Holz und Feldfrüchte verladen.Die Getreidespeicher standen an der Strandstraße und am Vogelsang. Besonders lange Liegezeiten gab es nicht, denn für alle Frachten, die länger als einen Tag am Hafen lagen, verlangte der Hafenrneister Lagergebühren. In den Wintermonaten verdienten sich die Schiffer bei genügend dicker Eisstärke ein wenig Zubrot mit Rohrwerbung und mit dem Eisen. Es gab ja noch keine Kühlschränke und die Fischer, Gastwirte und Schlachter benötigen viel Eis. Es wurde in Eiskellern eingelagert.

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51. Diese Aufnahme zeigt das Motorschiff 'Alexandra' und den Dampfer 'Anna'. Das Salonschiff 'Alexandra' war zur Bauzeit 1908 ein sehr modernes Schiff. Es konnte 120 Personen befördern und fuhr unter seinen Eignern F. Stüdemann & C. Jung in Plau bis 1915. Dann soll es in den Kriegsdienst gestellt worden sein. Dampfer 'Anna' war ein Personen- und Schleppdampfer. Sein Baujahr ist 1906, und er war jahrzehntelang im Besitz der Familie Dahnke. 'Anna' wurde 1968 aus dem Verkehr genommen. Sie hatte all die Jahre ihren Heimathafen in Plau. Das Haus mit dem Türmchen ist die 1908 gebaute Wartehalle für die Gäste der Personenschiffahrt.

52. Auf dem Kalkofen - der ehemals eine Insel war - gründete Eduard Daries 1850 eine Kalkbrennerei, später, nach 1868, kam eine Ziegelei dazu. Nach dem Tod des Vaters führte Hermann Daries die Geschäfte weiter. 1914 brannte die Fabrik nieder und wurde nicht wieder errichtet. 1917, Herrn. Daries war verstorben, betrieb Frau Daries dort jahrelang eine Geflügelfarm und Gemüse- und Obstbau. Unser Bild zeigt die gesammte Fabrikanlage um 1900. Die Fabrik hatte eine günstige Lage, denn die Kähne konnten direkt vor Ort verladen. Den Ton holte man in der Nähe vom 'Zuruf' per Schuten. Die Ziegel waren von sehr guter Qualität und trugen eingebrannt das Markenzeichen 'Daries Plau',

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53. Wir verlassen Plau in südlicher Richtung. Am 'Zuruf', einer Landzunge am Plauer See, wurde 1909 bis 1913 ein Kapitel Luftfahrtgeschichte geschrieben. Major von Parseval, bekannt durch seine Luftschiffe in Bitterfeld, pachtete das Gelände und ließ diese Fliegerhalle errichten. Von der Halle aus führte eine Gleitbahn zur Wasserfläche. Von großem Erfolg waren die Flugversuche nicht, aber es war eine Sensation für Plauer und Urlauber in dieser Zeit. Nach Aufgabe der Flugversuche sollen in der Halle die Rohlinge der Ziegel von Herrn. Daries getrocknet worden sein.

Plauer See I. Mecklbg.

gegenüber "Seelust" u. "Wendenburg"

54. Gleichzeitig fanden Flugversuche mit Unterstützung der Mecklenburger-Motor-Yacht-Kompagnie vom gemieteten Lastkahn des Plauer Schiffers Johannes Möller statt. Auf dem Kahn, der ca 31 m lang und 4 m breit war, errichtete der Dampfsägerei- und Zimmereibetrieb Hans Brunnckow ein Gleitfluggerüst von ca 11 Metern Höhe. Dieses war so geschickt konstruiert, daß es sich mit dem Kahn selbständig in den Wind drehte. Wie man sieht, hat unser Fotograf einen Flugversuch mit der Kamera festgehalten. Das Fluggerät , hier mit einer menschenähnlichen Puppe versehen. ging buchstäblich baden. Der größte Erfolg der Versuche soll einem Bericht der Mecklenburger Zeitung zufolge - 5 km weit und 50 Meter hoch gewesen sein. Die Motor-YachtKompagnie veranstaltete eigens zu den Flugversuchen Charterfahrten ab Hamburg und Berlin. Die Aufnahme ist von 1910.

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55. Unweit vom Zuruf befindet sich der Berggarten, den der Bildhauer Prof. Wilhelm Wandschneider als Künstlerpark gestalten wollte. Diesen Gartcn wollte er als Naturpark, angereichert mit seinen Werken, der Öffentlichkeit zugänglich machen, ein Ziel, das er nicht verwirklichen konnte. Den Eingang schrnückt der 'Coriolan, eine Bronzestatue , die auf den Kunstausstellungen in St. Louis, Berlin, München, Venedig und Schwerin gezeigt wurde. Die Postkarte stammt aus der Zeit um 1908.

56. Am 11. Juni 1907 wurde die Pension Gesundbrunn' am Plauer See eröffnet. Es war eine Pension mit Badebetrieb. Verabreicht wurden Heißluft-, Sool- und Kohlesäurebäder, sowie Massagen. Behandelt hat man unter ärztlicher Obhut hauptsächlich Rheuma, Gicht und Nervenleiden. 1908 betrug der Pensionspreis 4-5 Mark pro Tag. Aus dieser Zeit dürfte auch die Aufnahme sein, denn das Haus steht noch recht einsam dort. Jahrelang hatte Otto Pogrell diese beliebte Pension geführt.

57. Das Kurhaus Seelust eröffnete seinen Kurbetrieb Pfingsten 1899. Nach mehreren An- und Urnbauten war es mit hundert Betten das größte Kurhaus der Plauer Sommerfrische, wie dieses Ernolungsgcbiet in der Seeluster Bucht genannt wurde. Gleichzeitig st, .? d es als beliebtes Ausflugslokal der Plauer mit an erster Stelle und bedeutete für die Silbermühle eine er.rste Konkurrenz. Das 25jährige Bestehen des Hauses hat der Besitzer Heinrich Wegener am 8. Juni 1924 in der Plauer Zeitung groß angekündigt. Die Ansichtskarte entstand um 1904.

Strandpromenade am Plauer See b. Seelüst

58. Dampfer 'Anna' verläßt hier den Anleger 'Seelust' . Die gesamte Strandpromenade bot sich zum Baden an. Zeitweise betrieb der Kurhausbesitzer des Hauses Seelust hier auch eine private Badeanstalt. Die Kurhäuser Gesundbrunn' , Waldheim, Seelust und Silbermühle hatten ihre eigenen Anleger für die Personenschiffe. Der Bauherr des Kurhauses Waldheim hat sich um die Entwicklung des Plauer Erholungswesens sehr verdient gemacht. Das etwas höher von Ufer liegende 'Seeufer' wurde 1927 nach Hermann Niemann benannt. Er hatte 1925 seinem Sohn die Leitung des Kurhauses Waldheim übergeben.

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