Plau in alten Ansichten Band 1

Plau in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Heidemarie und Fred Ruchhöft
Gemeente
:   Plau
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5473-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Plau in alten Ansichten Band 1'

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59. Im Kurhaus Wendenburg, zwischen den Kurhäusern Seelust und Silbermühle gelegen, fand am ersten Pfingsfeiertag, dem 31. Mai 1907, das groBe Eröffnungsessen statt. Der Name ist unserer Vorbewohnern, den Wenden, entliehen. Das Kurhaus besitzt Zinnen als zierende Aufbauten. Fritz Wagner war stolzer Besitzer. Auch dieses Haus hat einen eigenen Strand, hatte einen Anleger und natürlich eine eigene Konditorei.

ellenschleç bei Silbermühle am Plauer See I. Mec1(lbg.

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60. Außer den beiden jungen Damen macht die Seeluster Bucht bei der Silberrnühle einen recht verwaisten Eindruck, kein Wunder auch, bei dem Sturm. Zur Sommerszeit war das durchaus nicht der Regelfall. Hier wurden die beliebten Ruder- und Segelregatten ausgetragen. Je nachdem, wer der Veranstalter war, fand der festliche Ball mit der Ehrung der Sieger im Kurhaus Seelust oder irn Kurhaus Silbermühle statt.

61. Der Silberbach schlängclt sich romantisch durch den Buchenwald. Er speiste jahrhundertelang die Mühle am Silberteich. Das Wasser war glasklar und blinkerte silbern im Schattenspiel der Bäume. Wen wundert es, daß man ihn mit Silber verglich? Die junge Dame erwartet sicher ihren 'Prinzen'.

Silbermühle

Waldpartie rnit der Silberquelle

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62. Ursprünglich war das Logierhaus Silbermühle ein Mühlengrundstück. Der Besitzer Ludwig Wagner klagte 1871, daß sich das Mahlen wegen Wassermangels nicht mehr lohnte. So ernpfängt er 1872 die ersten Gäste. Sogar die 'Waderdunen' aus Bad Stuer scheuten den weiten Weg nicht, dort gab es keinen Alkohol. Frau Luise versorgte die Logier- und Ausflugsgäste mit ihrer hervorragenden Küche. Diese Ansichtskarte entstand vor 1907, denn da baute der Sohn Gustav schon fleißig um und an.

63. Die Logiergaste der Plauer 'Sornmerfrische ' kamen vorwiegend aus der Berliner Gegend. Gustav Wagner verstand es, für sein Logierhaus Reklame zu machen. Mit Vorliebe nannte er sich 'Justav' und ließ sich von vorne und von hinten 'ablichten'. 'Justav' steht am Silberteich, der direkt hinter dem Haus liegt. Der Teich war übrigens ein beliebtes Angelgewässer, nicht nur für seine Gäste.

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In 'Vrkung unerreicht.

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64. Auch dies dürfte ein Reklametric des 'Jusrav' sein. Obwohl das Umfeld nicht gerade einladend aussieht, ist das Foto doch recht originell. 1911 ließ Gustav Wagner neue Sanitäranlagen bauen. Damit dürfte sich 'PP' wohl erledigt haben.

65. Die Silberquelle war Anziehungspunkt der Plauer Sommerfrische und Ausflugsziel. Kristallklares Wasser lud zum Trinken ein und hielt über Jahrzehnte den schönen Brauch des Osterwasserholens aufrecht. Leider steht der Brunnentempel nicht mehr. Er wurde 1978 Opfer der Sportanlage für das FDGBHaus Silbermühle. Das Dreimäderl-Haus ließen Gustav und Else Wagner - sie hatten drei Töchter um 1920erbauen. Die Aufnahme dürfte Anfang der zwanziger Jahre entstanden sein.

66. Natur pur konnte man ab Mitte der zwanziger Jahre in der Dresenower Mühle - auch 'Jungmühle' oder 'Jungbrunnen' genannt - erleben. Hier war ein Domizil für die Anhänger der Freikörperkultur. Die Plauer Burschen sollen den weiten Weg von ca 8 km dorthin nicht gescheut haben. Die Nackedeys unternahmen unter anderem Fahrten bis hin zur Müritz rnit dem Personenschiff 'Loreley', das sie eigens für ihre Fahrten gechartert hatten. Auf der Fahrt durch Malchow mußten die Damen und Herren sich ihre Blöße bedecken. Es herrschten strenge Sitten. Selbst der minderjährige Schiffsjunge durfte bei diesen Fahrten nicht an Bord. Mit der Machtübernahme Hitlers war diese Freizeitidylle verboten worden.

67. Alte und knorrige Buchen findet man in Bad Stuer heute noch einige. Diese hier (um 1920) standen am Uferweg in der Nähe des Anlegers der Personenschiffe und einer der vielen Quellen. Die linke hatte den Namen 'Hexenbuche'. Mit etwas Phantasie konnte man die Auswucherungen als Hexengesicht deuten. Sie steht leider nicht mehr.

68. Diese Ansichtskarte entstand nach einern Kupferstich von 1845. Sie zeigt das Kneipp-Kurbad Bad Stuer. Im Jahre 1862 übernahm Gustav Bardey die Wasserheilanstalt. Unter seiner Leitung wurde das Bad weithin bekannt. Auch Fritz Reuter ließ sich in den Wintern 1847/48 und 1868/69 hier behandeln. In seinem Werk 'Ut mine Strorntid' schildert er ausführlich den Tagesablauf in der 'Waderkunst'. 1895 übernahm der Sohn des Gustav Bardey. DI. Hans Bardey. die Anstalt. Zwei Jahre später wird allerdings DI. Süersen als Besitzer genannt. Wie dem auch sei, mit dem Ersten Weltkrieg kam das 'Aus' für das Kneipp-Kurbad.

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