Plau in alten Ansichten Band 2

Plau in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Heidemarie und Fred Ruchhöft
Gemeente
:   Plau
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6266-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Plau in alten Ansichten Band 2'

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Einleitung

Liebe Freunde von Plau am See!

1992 konnten wir den ersten Band 'Plau in alten Ansichten' fertigstellen. Er hat bei älteren Plauern und bei den 'Altplauern', die fern ihrer alten Heimatstadt wohnen, liebe Erinnerungen an die schöne Jugendzeit wachgerufen: 'Ja, weißt du noch ... , da wohnte doch ... ' Unsere älteren Plauer freuen sich, Häuser und Straßen so zu sehen, wie sie sie von frührer her kannten, aus ihrer ' guten alten Zeit'.

War die 'gure alte Zeit' nun wirklich so gut? Unsere Eltern und Großeltern schwärmen von ihrer Jugendzeit ebenso, wie wir es einmal tun werden. Das ist der Lauf der Dinge. Sie fanden sie schön und besser als die jetzige laute und schnellebige Zeit, obwohl sie von früh bis spät hart arbeiten mußten. Nur, bei näherem Nachfragen machen unsere Voreltern doch einige Abstriche. Auch sie möchten nicht mehr auf Katzenkopfpflaster promenieren oder ohne elektrische Geräte ihren Haushalt führen.

Das alte Plau war liebenswert, ohne Hektik, man hatte Muße für ein Schwätzchen mit dem Nachbarn auf der Bank vor dem Haus. Die Mm-

o ner vergnügten sich in den verschiedensten Vereinen, von denen es bis zum Zweiten Weltkrieg genügend gab. Die Frauen hatten ihren Marien-Frauenverein, den Suppenverein - er versorgte die Wöchnerinnen mit der traditionellen Wochensuppe - und die kirchlichen Geselligkeiten, zum Beispiel die Frauenhilfe und den Jungfrauenverein. Oft kamen sie in den Spinnstuben zusammen, wo sie bei fröhlichem Gesang das Rädchen surren ließen oder sich fröhliche, aber auch gruselige Geschichten erzählten.

Im Winter saß man mit den Kindern, Enkeln und Nachbarn am warmen Ofen, die Frauen mit einer Handarbeit, die Männer mit Zeitung und einer 'Piep 'Ioback'. Man aß Bratäpfel und Päpernoet, erzählte Märchen und Sagen, bastelte und sang alte Volkslieder. Nun, diese 'gute alte

Zeit' gehört der Vergangenheit an, und wir holen sie nicht zurück. Aber die Gewißheit bleibt: jede Generation gewinnt ihrer Zeit gute Seiten ab. Der zweite Band 'Plau in alten Ansichten' soll uns wieder in Großmutters und Großvaters Jugend versetzen und uns an alte Traditionen erinnern. Wir möchten alle Freunde und Liebhaber unserer Stadt durch das alte Plau führen und die beliebten Spazierwege erkunden. Wir unternehmen auch einen Ausflug um den südlichen Plauer See, denn 'achtern Barg walmen ok noch Lüd'. Vom Lenz aus schippern wir in Gedanken über unseren schönen See in das 825jährige DorfQuetzin und kehren - voll mit Erinnerungen - in unser geliebtes Plau zurück. Und weil Plau eine Ackerbürgerstadt ist, wird auch ein typisches altes Plauer Bild nicht fehlen ...

Am Ende des Büchleins werden wir wieder einige Plauer Vereine und Persönlichkeiten kennenlernen. Den würdigen Abschluß soll eine Ansichtskarte aus dem Iahre 1930 bilden: unser Krankenhaus. Es brachte Hunderten von Patienten Genesung, ungezählte 'neue' Plauer erblickten hier das Licht der Welt. Wir freuen uns, daß dieses Haus - ganz im Sinne des Begründers Dr. Wilde - wieder einem guten Zweck dienen wird: zu helfen.

Wir haben in diesem zweiten Band bewußt auf die Stadtgeschichte verzichtet, sie hatte bereits im ersten Band ihren Platz. Unser Anliegen ist, den Plauern und allen Interessierten ein weiteres StückchenAlt-Plau vorzustellen. Wir danken allen Freunden und Bekannten, die uns mit Bildern und Hinweisen unterstützten und wünschen viel Freude bei der 'Reise in die Vergangenheit'.

Heidenene Ruchhöft

Dieset freundliche Herr ous der Steinzeit gilt als der Ahnherr aller Plauer, ja sogar der Mecklenburger. Das Grab seiner Lebensgefährtin konnte leider bis heute noch nicht gefunden werden. Die Zeichnung fertigte der Goldschmiedemeister und Heimatforscher Ludwig Düwahl. Noch weitere neun Zeichnungen gehören zu dieser Iederzeichnunqsserie, die er zur Stadtgeschichte schuf.

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Wappen spiegeln die Besonderheit einer Person, einer Stadt oder eines Landes wider. Sie sind bereits in der Zeit der Kreuzzüge entstanden und wurden ursprünglich auf dem Schild geführt. Im Wappen der Stadt Plau steht ein Zinnentor - es deutet auf die Stadtbefestigung hin - mit dem Richenberger Stierkopf als Zeichen der Zugehörigkeit zum Herrscherhause Parchim-Richenberg. Pribislav I., der Sohn des Heinrich Borwin II. (gestorben 1226), erhielt das Gebiet nach dem Tode des Großvaters 1 229 bei . der Erbteilung. Er herrschte hier nach seiner Mündigkeit von 1238 bis 1270. Der Stierkopf mit der Krone ist germanischen Ursprungs und ver-

sinnbildlicht königliche Abstammung, Kraft und Stärke.

GrorshelZogihum

Meckienburg -Schwerin .

2 Zu jeder Iahreszeit und bei jedem Wetter ist der Bliek vom Plauer Kirchturm ein besonderes Erlebnis. Am schónsten ist er, wenn man in óstliche Richtung über den Plauer See schaut. Gleiches muß der Fotograf um 192 5 gedacht haben, als er sein Motiv für diese Postkarte auswählte. Man sieht die schmucken Bürgerhäuser, von denen einige im vorigen Iahrhundert verputzt und mit einem Anstrich versehen wurden. Sie waren der Stolz des Plauers, der von dem Wohlstand des Industrieortes (Albans Maschinenfabrik, zwei Tuchfabriken) profitierte. Andere Wohnhäuser behielten ihre Fachwerkfassade und sind bis heute Zeugnis des ländlichen

Bauens. Viele der Häuser, die nach dern letzten Brand 1 756 neu errichtet wurden, zeigen deutlich ihre Verwandtschaft zum Niedersachsenhaus, dem auch in unserer Landschaft üblichen Bauernhaustyp. Die

Bewohner standen dem Bauernstand nahe, denn sie waren Landwirt und Städter zugleich: Ackerbürger.

Plau i . .Mecklbg.

Gesamtansicht

3 Auch vom Boden aus präsentieren sich die Bürgerhäuser in voller Schönheit. Zwei der dem ländlichen Bauen entlehnten Giebelhäuser sind auf der linken Seite zu sehen. Vorne rechts steht das Denkmal für die gefallenen Plauer im Deutsch-Französischen Krieg von 1 87017 1. Das Denkmal wurde erst 1 88 1 geweiht. Alle anderen mecklenburgischen Städte hatten längst eines. In der Mitte des Bildes stehen vier Linden, die den Standort des Brunnens kennzeichnen. Die Fläche vor den Bäumen war bis zum Stadtbrand 1 756 noch bebaut, hier schmiegten sich sechs kleine Häuschen aneinander.

4 Bürgermeister Dr. jur. PerdinandKhtzing (1807-1883) wohnte in diesem Haus in der Breiten Straße, heute Markt 6. Bis 1 936 wohnte dann die Familie Nathan Cohn in dem Haus. Die Höfe der Innenstadt sind heute mit Nebengebäuden so bebaut, daß man sich diesen schönen Garten kaum noch vorstellen kann. Dr. ErnstAlban, der Maschinenbauer und Ehrenbürger der Stadt Plau, war rnit einer älteren Schwester Klitzings in dritter Ehe verheiratet.

5 Südwestlich des Markres liegt der 'Eichberg' , ein Ausläufer der Kuppe des Stadthügels, auf dem die Kirche und der Markt liegen. Die steilen Hänge waren sehr ungünstig für die Wohnbebauung, und anscheinend lag diese Region nach der Stadtgründung lange unbebaut. In dem Dreieck zwischen der Mühlenstraße und den Straßen Auf dem Eichberge (rechts) undAm Eichberge standen die Häuser der ärmsten Plauer. Der 'Eichberg' war sehr eng bebaut, enger als man heute erahnen kann, denn selbst hinter den hier zu sehenden Häusern standen irn 18. jahrhundert weitere dieser sogenannten Buden. Interessant ist das Straßenpflaster Am Eichberg, wo

sich das älteste Pflaster in der Mitte deutlich abzeichnet. Bis zum Sielnetzbau 1995 war diese Straßenbefestigung erhalten, wenn auch nicht mehr in diesem guten Zustand wie um 1910.

Gruss aus Pfau I. M.

EJchberg

6 Jüngere Plauer werden diesen Teil der Stadt, aufgenommen frühmorgens 1910, kaum zuordnen können. Das Haus links begrenzt den Markt, der Baum rechts den Kirchplatz. Dieser wurde bis 1800 als städtischer Friedhof genutzt. Das Haus im Hintergrund im Stil des ländlichen Niedersachsenhauses mit einem Anbau gehört schon zu Auf dem Eichberge. Hier betrieb Meister Gielow bis 1926 seine Bäckerei und Konditorei, dann zog er zur Marktstraße 26 um.

7 Dieses Bild hat der Fotograf von der Eldenstraße aus festgehalten. Es zeigt den 'Ziegenmarkt' in voller Größe. Das Fachwerkhaus ist auf dem vorigen Bild in seiner ganzen Schonheit zu erkennen. Der schmale Stall gehört noch zum Grundstück. Hier Auf dem Eichberge 2 wohnte der Ackerbürger Wilhelm Schleiff mit seiner Familie. Leider fiel die ganze Häuserzeile bis zur Nr. 6 Ende der fünfziger jahre dem Abriß zum Opfer. Es entstand hier die Anlage mit dem Toilettenhäuschen.

8 Ein Foto aus dem Alltagsleben der zwanziger [ahre. Während die Männer der Feldarbeit, dem Handwerk oder einer anderen Tätigkeit nachgingen, sorgten die Frauen für Haus und Hof Die Familien waren oft sehr kinderreich, und es mußte überall gespart werden. Diese Oma müht sich mit einem Schiebkarren voll Brennholz die Mühlenstraße hoch.

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