Plochingen in alten Ansichten

Plochingen in alten Ansichten

Auteur
:   Dietmar Pleil
Gemeente
:   Plochingen
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2707-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Plochingen in alten Ansichten'

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Plochingen

9. Lange Jahre sah man auf Ansichtskarten die alte und die neue Brücke als Motiv vereint. (Brücke und Kirchberg steilen noch heute schlechthin das charakteristische Plochinger Motiv dar.) Am 22. April 1945 wurde die 'neue' Brücke von den deutschen Truppen vor den herannahenden Amerikanern gesprengt. 1949 wurde aus unzerstörten Teilen der ehemaligen König-Karls-Brücke in Stuttgart-Bad-Cannstatt die jetzige Brücke erstellt.

la. Oberhalb der Brücke, etwa an der Einmündung der Fils in den Neckar, befand sich das Pferdebad. An Sonn- und Feiertagen wurde den Vierbeinern die nötige Bewegung in Verbindung mit einem Bad in den damals noch sauberen Fluten des Neckars verschafft. Für die Dorfjugend war es eine willkommene Gelegenheit, zu einern Ritt auf einem Pferderücken zu gelangen, der freilich bisweilen in einem unfreiwilligen Bad endete. Das Bild stammt aus dem Jahre 1905.

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11. Am 14. Dezember 1846, also nur zwei Monate nach der Eröffnung der ersten württernbergischen Eisenbahn zwischen Cannstatt und Untertürkheim, fuhr in Plochingen der erste Zug ein. Die ersten beiden Lokomotiven der württembergischen Staatsbahn waren auf die Namen 'Neckar' und 'Fils' getauft worden. Sie stammten noch aus Amerika. Vierzehn Jahre später wurde die vierunddreißig Kilometer lange Strecke Plochingen-Reutlingen in Betrieb genommen. Die Aufnahme entstand 1899 bei Gleisbanarbeiten auf Höhe des Kirchberges und der Kunstrnühle Bauer. Es zeigt 'Kramper' bei der Arbeit. Ihre Aufgabe war es, mittels einer Haue, im Takt den Schotter unter die Schienen zu stopfen.

12. Voller Stolz steilte sich im Jahre 1900 das gesamte Dienstpersonal des Bahnhofs - der damals noch aus dem Bahnhofsgebäude, zwei Lokomotivschuppen und einer Drehscheibe bestand - dem-Fotografen. Erster Bahnhofsvorsteher war Oberamts-Aktuar Wurst. Von 1889 bis 1902 stand dem Bahnhof Inspektor Keitel vor. Er war zugleich Postmeister. Ihn löste Emil Sartor ab. Dienststellenleiter der Bahnmeisterei (bautechnische Stelle) waren von 1864 bis 1896 Bahnmeister Karl Braun, von 1896 bis 1926 Bahnamtmann Heinrich Volz. Leiter der Stückgut-Umladestelle war von 1907 bis 1929 Karl August Hugo Reiner.

13. Im Jahre 1857 wurde gegenüber dem (alten) Bahnhof die jetzige Wirtschaft 'Zum Lamm' erstellt. Eine 'Herberge zum Lamm' hatte es schon seit 1618 auf der Landstraße (heute Neckarstraße) gegeben. Später wurde daraus die Küferei Großhans. Das nur wenige Meter neckaraufwärts vom Bahnhof gelegene Gasthaus 'Zur Traube' warb ebenfalls damit, eine bevorzugte Lage 'direct beim Bahnhof und Rathaus' aufzuweisen.

Plochingen

Panorama von der Filsbrücke

14. Die stattlichen Pappeln am Ufer der Fils gibt es längst nicht mehr. Der Fluß ist begradigt, hochwasserfrei gemacht; ein Stückchen gebändigte Natur, weit entfernt von früherer Romantik. Die Eisenkonstruktion der Bahnbrücke über die Fils wurde ersetzt durch eine moderne Brücke. Auch der Bau der Kunstmühle Bauer, die 1778 in den Besitz der Familie Bauer gekommen war, besteht nicht mehr. Erhalten blieb jedoch im wesentlichen das Bild des Kirchbergs.

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15. Im Jahre 1795 wurde die Kötzle-Mühle von Sägmüller Johann Georg Bauer als Säge-, öt- und Gipsmühle erstellt. 1872 gelangt die Mühle in den Besitz von Matthäus Kötzle, damals noch 'Hirsch-Wirt in Ohmden. Die öt- und Gipsmühle wurde zu einer Mahlmühle umgebaut, die Sägemühle blieb noch viele Jahre bestehen. Heute befindet sich auf dem Areal eine Kfz-Werkstatt. Die Rückansicht der Mühle stellte (mit dem Kirchberg im Hintergrund) eine bekannte Plochinger Idylle dar.

16. Die Waldhornbrauerei blickt auf eine über hundertjährige Firrnentradition zurück. 1869 begarm Carl-Friedrich Endriss auf der Liegenschaft 'Zum Waldhorn' mit dem Bierbrauen. Schon im Jahre 1900 hatte die Brauerei einen Ausstoß von 20 000 Hektolitern. Die Geschichte des Anwesens datiert jedoch zurück bis zum Jahre 1582. Damals war die 'Herberge am Neekar bereits urkundlich erwähnt. 1698 wurde die Vorläuferin der heutigen Gaststätte auf das jetz ige Brauereigelände verlegt. 1826 wurde das Wirtschaftsgebäude neu erstellt. Rechts sind auf dem Bild aus dem Jahre 1912 die alten Bauten der Brauerei zu sehen. Das kleinere, angrenzende Gebäude war die 'Herberge zum Ochsen'.

17. Drei überregionale Ereignisse prägten den landesweiten Namen der Gaststätte 'Waldhorn': Am Pfingstsonntag 1827 fand ein Sängertreffen statt, das als erstes deutsches Sängertreffen in die Geschichte einging. 1853 wurde hier die erste deutsche Feuerwehrversammlung abgehalten und 1888 wurde an gleicher Stelle der Schwäbische Albverein, einer der bedeutendsten deutschen Wander- und Heimatpflegevereine, gegründet. Das 'Waldhorn' entstand 1735 aus einer Vereinigung des 'Stüber'schen Wirtshauses', das inzwischen zur 'Post' erhoben worden war, mit der 'Herberge zum Ochsen'. Von 1698 bis 1858 war es mit der Geschichte der Plochinger Post verknüpft.

18. Drei Tage lang, vom 16. bis einschließlich dem 18. Juli 1927, feierte Plochingen die 100. Wiederkehr des Treffens von Sängern aus sieben Vereinen, das als erstes Deutsches Sängerfest gilt. Karl Finkbeiner war der Vorsitzende des Festausschusses und treibende Kraft. Das Bild zeigt den Festzug auf dem Weg zum 'Waldhorn' vor der benachbarten 'Krone'. 1809 war dort Kaiser Napoleon I. abgestiegen. Auch wenn man heute über solche Dinge lächelt, damals mag das für die Plochinger schon ein Ereignis gewesen sein.

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