Plochingen in alten Ansichten

Plochingen in alten Ansichten

Auteur
:   Dietmar Pleil
Gemeente
:   Plochingen
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2707-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Plochingen in alten Ansichten'

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29. Bliek aus einem Fenster des Obergeschosses der Apotheke Laccorn auf die Einmündung der Kronenstraße, auf Ottilienkapelle und S1.Blasius-Kirche Anfang der dreißiger Jahre:

Rechts das Kaufhaus Mayer, daneben die Zehntscheuer. Im Gebäude Ecke Kronen-j Marktstraße befindet sich heute das Blumengeschäft Binder. Dahinter ist das frühere Schuhgeschäft Hauff zu sehen.

30. Zwei Gebäuden trauern die Plochinger heute besonders nach: Der Kelter an der Esslinger Straße und der Zehntscheuer (Bild des Kellers). Eine Zehntscheuer des Klosters St. Blasien an der" Ecke Markt-/Kronenstraße wird erstmals 1350 erwähnt. l6 1 3 wurde jene Scheuer mit dem charakteristischen Treppengiebel auf der Rückseite erbaut, die viele Plochinger noch in Erinnerung haben. Das früher an der Scheuer angebrachte Wappen des Klosters St. Blasien schmückt jetzt das Foyer des Alten Rathauses. Die Zehntscheuer wurde 1968 abgerissen.

Plocftingen.

31. Ein Glanzstück der Fotografie aus dem Jahr 1904: Die obere Marktstraße mit dem 1898/1899 erstellten Schulhaus, das seit 1919 als Rathaus genutzt wird. Das Eckhaus rechts beherbergte noch den Flaschner Bihl, der einige Jahre später seine Werkstatt in die Burgstraße verlegte. Es folgte der Schuhmacher Hauff und unterhalb der Kapelle das Gebäude des 'Leichenbesorgers' EiteL Die Hälfte des Gebäudes im Vordergrund links war damals Gassenwirtschaft mit dem Recht zum Ausschank von Bier, Wein und Most; Georg Köngeter erwarb die Wirtschaft 1905 und gab ihr den Namen 'Eintracht'. Die andere Gebäudehälfte war im Besitz des Wagners Hauff.

32. Das älteste Plochinger Bauwerk ist die Ottilienkapelle aus dem Jahre 1328. Das Kleinod der Frühgotik führte viele Jahre ein 'DornröschenDasein'. Erst in jüngster Zeit bemüht man sich um eine Aufwertung der Kapelle. Bei der Renovierung des Türmchens im Jahre 1974 fand man im Turrnknauf Dokumente aus den Jahren 1874, 1893 und 1906. Die Zeichnung (vermutlich 1877 vom damaligen Restaurator Pilgrim gefertigt) zeigt die Kapelle mit dem bis zum Jahre 1902 vorhandenen Waschund Backhaus (und dessen Holzlager).

33. Die Innenwände der Kapelle waren durch Fresken geschmückt, die in sechs Bildern die Geburtsgeschichte, in neun Bildern die Lebensgeschichte und in fünfzehn Bildern die Passionsgeschichte Jesu darstellten. In zehn Motiven war die Ottilienlegende dargestellt: Nach Pfarrer Leyrer die ausführlichste Darstellung, die es in dieser Form je gegeben hat. (Das Bild zeigt Reste der Verkündigung.) Die Malereien aus dem Jahre 1432 wurden während der Reformation übertüncht, 1877 wieder aufgedeckt und restauriert. 1929 wurden sie wegen Unkenntlichkeit aufgegeben.

34. Seit über einhundert Jahren besteht die Kinderkirche der evangelischen Kirchengemeinde. Pfarrer Leyrer gründete sie im Jahre 1878. Ziel war es, Klein- und Schulkinder in einer ihnen gemäßen Weise am Gemeindeleben teilhaben zu lassen. Die Helterinnen und die Kinder engagierten sich bei vielfältigen Aufgaben. Das Bild der Kinder im Sonntagsstaat entstand etwa 1914. Ganz rechts ist Schwester Marie zu erkennen; links eine Helferin.

35. Als dieses Bild der Konfirmanden im Jahre 1914 entstand, hatte sich die ursprüngliche Konfirmandenmode schon etwas gewandelt. Noch wenige Jahre zuvor hatten die Knaben - wie bei Hochzeiten - einen Frack getragen, Dagegen sind auf dem Foto bei einigen Mädchen noch die weißen Krausen zu sehen, die Hals und Ärmel zierten. Links ist Oberlehrer Seeger zu erkennen.

36. Eines der bedeutendsten Gebäude des Marktplatzbereichs ist das Graf'sche Haus aus dem Jahre 1604. Erbaut vom Schultheißen Hieronimus Buntz noch vor dem Dreißigjährigen Krieg, wurde das Gebäude für die Geschichte Plochingens Anfang des 18 . Jahrhunderts durch Johann Vogel bedeutsam. Der Kornett Vogel, der 1698 in dem Gebäude Wohnung nahm, zeichnete sich im spanischen Erbfolgekrieg auf kaiserlicher Seite aus. Das Gebäude wurde später von Posthalter Graf übernommen. Um das Jahr 1910 (Bild) war das heute wieder freigelegte Fachwerk des Zimmermeisters Peltin längst unter einem unansehnlichen Putz verborgen.

37. Liedertage, eingeleitet durch die Jubiläumsfeiern zur 100. Wiederkehr des ersten Deutschen Sängerfestes, erfreuten sich viele Jahre lang großer Beliebtheit. Gesungen wurde gern vor der Ottilienkapelle, wie diese Aufnahme aus dem Jahre 1931 zeigt. Schon damals hatte dieser Bereich eine gewisse Zentrumsfunktion, die verlorenging und dem Platz erst in jüngster Zeit durch die Gestaltung einer neuen historischen Mitte wieder gegeben wurde.

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§§

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38. Eine Angelegenheit des ganzen Ortes war früher eine Beerdigung. Der Leichenzug führte vom elterlichen Haus zum Friedhof. Die Aufnahme aus dem Jahre 1918 in der Marktstraße entstand aus Anlaß des Todes des Fliegeroffiziers Karl Franz, der in Graudenz bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. Das Pferdegespann stammt von Güterbeförderer Franz, 'Leichenbesorger' Eitel sitzt auf dem Kutschbock.

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