Plochingen in alten Ansichten

Plochingen in alten Ansichten

Auteur
:   Dietmar Pleil
Gemeente
:   Plochingen
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2707-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Plochingen in alten Ansichten'

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49. Der Zimmerplatz von Karl Oßwald (links) in der Brühlstraße (später Schreinerei Bonnet), Das andere bedeutende Zimmergeschäft war jenes von Johannes Mangold, dem der Leser bereits beim Abbau der alten Neckarbrücke begegnete. Abgebildet ist er auf Bild 72 (Zug-Unglück). Die Zimmermannskunst hat in Plochingen Tradition und schon im Mittelalter Niveau. Das zeigt sich heute an den restaurierten Gebäuden des Marktplatzbereichs.

50. Ein Bliek in die Kronenstraße im Jahre 1910: Im Bild ganz links Kar1 Frasch vor seiner Schmiede beim Beschlagen eines Pferdes. Eine Schmiede bestand in der Kronenstraße, die früher Rantzengasse hieß, noch lange Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg.

51. Ebenfalls aus dem Jahre 1910 stammtdiese Fotografie von der Schreinerei und Glaserei Hauff/Starz in der Bergstraße. Schreinermeister Fritz Hauff, der Großvater von Hans Starz (Firma Fenster-Starz KG), auf der Treppe der Eingangstür. Das Holzlager reichte weit in den Straßenraum hinein.

52. Einer der ältesten Gewerbebetriebe, die Firma J.G. Dettinger, konnte 1978 ihr 125jähriges Bestehen feiern. Der Weber Johann Georg Dettinger gründete das Unternehmen in der Esslinger Straße als Mühlen-Gurten-Weberei und nahm daneben die Produktion von Mühlsteinen auf. Er hatte bereits einige Jahre zuvor Seidengaze aus der Schweiz importiert. Um die Jahrhundertwende wurde die Handfertigung der Mühlsteine durch maschinelle Herstellung abgelöst. Das Material für die Steine wurde an Ort und Stelle in der Champagne ausgewählt.

Pleehingen

Panorama von den Weinbergen aus

53. Plochingen ist eine alte Weinbaugemeinde. An diese Tatsache erinnern heute freilich nur mehr die noch mit Obstbäumen bepflanzten Rebhänge und das "Türrnle' in der Wiesbrunnenstraße, einer der früheren Unterstände des Weinbergschützen. Die Plochinger Gegend war die Heimat der 'Hansentraube", auch 'kleiner Veltliner' genannt, die auf den mageren Böden des Lias- und Stubensandsteins prächtig gedieh und einen chrakteristisehen Wein lieferte. Diese Ansicht aus dem Jahre 1908 wurde vom Stückelberg aus aufgenommen.

54. Wo sich heute Obstbäume den steilen Hang hinaufziehen, wurde bis ins 20. Jahrhundert hinein Wein angebaut. Der Weinbau hatte in Plochingen im Mittelalter seine höchste Blüte erreicht. Vier Keltern waren damals in Betrieb. Das Kelterrecht besaß zu jener Zeit der Propst zu Nellingen. Die meisten Weinbauern am Ort waren verpflichtet, ihre Trauben gegen Abgabe des 'Baumweines' in der Propsteikelter zu 'dauchen' (keltern). Bis zum Jahre 1853 wurde dieser Zehntwein der Bevölkerung in Form des Herbsttrunkes kostenlos ausgeschenkt. Das Bild zeigt die Nothalde mit der alten Wagenwaschanlage und dem früheren Wasserturm der Bahn.

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55. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden auf einer Rebfläche von 90 Hektar im Durchschnitt 1 300 Hektoliter Wein geerntet. Der Rekordernte von 2 000 Hektolitern des Jahres 190 1, folgte fünf Jahre später mit 200 Hektolitern eine Mißernte. Als zur Erinnerung an den letzten Kelterbaum der früheren Burg-Keiter im Jahre 1913 diese Aufnahme entstand, war das Ende des Weinbaus schon nahegerückt. Rebschädlinge, gegen die es im Ersten Weltkrieg keine Spritzmittel gab, und die zunehmende Industrialisierung führten dazu, daß zu Beginn der dreißiger Jahre der Weinbau ganz aufgegeben wurde.

56. Im Jahre 1960 fiel die letzte Kelter, die an der Esslinger Straße stand, der Spitzhacke zum Opfer. Zu jener Zeit war das heute überall praktizierte Bemühen, das Alte möglichst zu erhalten, leider noch wenig verbreitet. Stadtsanierung wurde damals in erster Linie als 'et wasNeues-schaffen' verstanden. Natürlich ist es um das wuchtige Eichengebälk der Kelter schade. Sie hatte nach dem Zweiten Weltkrieg noch einer Getränkefirma als Produktions-, später als Lagerstätte gedient. Heute stehen auf ihrem Platz Jugendhaus und Vereinsheim.

57. Ende der zwanziger Jahre wurden immer mehr Rebstöcke durch Obstbäume ersetzt. Angesichts der landwirtschaftlichen Struktur der Gemeinde wurde in erster Linie Mostobst für den Eigenbedarf angebaut. Gegen Ungeziefer wurden sämtliche Bäume mit Klebegürteln versehen. Mitte der dreißiger Jahre setzte der Apfelblattsauger den Obstbäumen so stark zu, daß ein Niedergang des Obstbaus befürchtet werden mußte. 1937 wurde deshalb die erste Motorspritze angeschafft, die ein Fassungsvermögen von 200 Litern hatte. Das Bild zeigt von links Ernst Schmid auf der Spritze, die noch keinen Rückwärtsgang hatte, dann Baumwart Fritz Lutz, Werkmeister Adolf Stumpp und Helferinnen.

58. Eine wichtige Rolle im Vereinsleben spielte in die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg der Radfahrerk1ub 'Germania'. Ausgerüstet waren seine Mitglieder überwiegend mit Rädern der englischen Marke 'All right'. Bekannt war der Verein für seine Corso-Fahrten und Sternfahrten im Verbund. Mit dekorierten Fahrrädern und einem mitgeführten kleinen Pritschenwagen mit der Standarte 'Germania' wurden Ausfahrten in die Umgebung unternommen. Spezialisten im Kunstradfahren waren die Gebrüder Gentholz. Das Bild stammt aus dem Jahre 1905.

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