Pocking in alten Ansichten

Pocking in alten Ansichten

Auteur
:   Josef Jakob und Albert Krah
Gemeente
:   Pocking
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3241-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Pocking in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

'Pocking in alten Ansichten' vorzustellen, wie es unsere Eltern und Großeltern gesehen und erlebt haben, soll die Aufgabe dieses kleinen Buches sein. Zuvor aber scheint ein kurzer Rückblick in die Geschichte unseres Ortes notwendig, damit auch den jungen Pockingern und den Neubürgern ein besseres Kennenlernen der jetzigen Stadt Pocking ermöglicht wird. Zahlreiche Funde, besonders im Bereich der Indlinger Straße, beweisen, daß Pocking vom 1. bis 3. nachchristlichen Jahrhundert Römersiedlung war. Die in letzter Zeit entdeckten frühgeschichtlichen Funde bestätigen eine Besiedlung der Gegend um Pocking durch die Bajuwaren im 6. Jahrhundert. Der Name Pocking erscheint erstmals in einer Urkunde aus dem Jahre 820, in der ein gewisser Perthelm seinen Besitz 'ad pochingas' an das Kloster Mondsee übergibt. über Pocking im Mittelalter wissen die Chronisten wenig zu berichten. Ein großer Ortsbrand am 16. Oktober des Jahres 1716 vernichtete die damals vorhandenen zirka SO Anwesen fast vollständig. Bis zur Errichtung der Eisenbahn Ende des 19. Jahrhunderts bestritten die Einwohner ihren Lebensunterhalt fast ausschließlich durch die Landwirtschaft.

Im Gegensatz zu Pocking war der Markt Hartkirchen

bereits im 12. Jahrhundert eine bedeutende Siedlung im unteren Inntal, wovon heute noch die Bürgerhäuser am Marktplatz Zeugnis ablegen. Hartkirchen wurde weder an das Reichsstraßen-, noch an das Eisenbahnnetz angeschlossen, was zu einer gewissen Stagnation des Marktes führte.

Die Gemeinde Indling war von jeher landwirtschaftlich strukturiert. Seit der Ansiedlung des Aluminiumwerkes im Jahre 1944 sprudelte jedoch für die kleine Gemeinde eine neue Steuerquelle.

Die Gemeinde Kühnham wurde nach ihrem ältesten Ortsteil benannt. Ihr Verwaltungssitz war aber in Schönburg, wo sich auch das Aushängeschild der Gemeinde, das Schloß der Grafen Areo von Zinneberg, befand.

Im Jahre 1971 erfolgte der freiwillige Zusammenschluß der Gemeinden Pocking, Hartkirchen, Indling und Kühnham zur jetzigen Stadtgemeinde Pocking. Deren jüngere Vergangenheit ist teilweise in den Begleittexten zu den nachfolgenden Bildern festgehalten.

Abschließend bedanken wir uns bei allen, die uns bei der Suche nach Fotos für die Zusammenstellung dieses Bildbandes unterstützt haben.

1. Pocking um die Jahrhundertwende.

Ein Spezialverlag für Ansichtskarten in München stellte diese sehr seltene, im Jahre 1907 abgestempelte Postkarte her. Deutlich sind in der idealisierten, auf der Grundlage von Fotografien gearbeiteten Zeichnung die Straßenzüge und Gebäude des Ortes zu erkennen.

2. Straßenzüge um das Jahr 1920.

Für die Entwicklung Pockings war die Lage am Kreuzungspunkt übergeordneter Straßen von großem Vorteil. Auf dem Bild sieht man die heutige Passauer Straße bzw, Sirnbacher Straße, die als Reichsstraße durch den Ort führte. Die Klosterstraße war Landstraße I. Ordnung und verband Pocking mit Tettenweis und Griesbach, sowie den südlich gelegenen Gemeinden Safferstetten und Würding. Letztgenannter Straßenzug bïldetete zusammen mit der heutigen Tettenweiser Straße die Hauptachse des alten Pockings.

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3. Die Zuchtviehmärkte.

Den großen Bekanntheitsgrad erhielt Pocking durch die Abhaltung der Zuchtviehmärkte, zu denen Besucher aus ganz Bayern und Österreich kamen. Der erste Viehmarkt wurde auf dem heutigen Raiffeisenplatz abgehalten. Durch den Bau der Zuchtviehhalle an der Wolfinger Straße im Jahre 1904 erhielt der Zuchtviehverband einen festen Sitz in Pocking. Wie auf dem Bild zu erkennen ist, erfolgte der Marktbesuch damals noch im Sonntagsgewand.

4. Apotheke - Krönner-Kurve.

Die erste Pockinger Apotheke, die heutige 'Alte Apotheke', befindet sich seit dem IS. Mai 1869 an derselben Stelle. Am 30. Dezember 1891 wurde sie von dem Apotheker Ludwig Gruber übernommen. Dieser Teil der Simbacher Straße wird von jeher Krönner-Kurve genannt, da siëh dort die gleichnamige Buchdruckerei, die zur Straße durch eine Mauer abgegrenzt war, befindet. Ortsauswärts erkennt man den Springer-Hof mit Biergarten und Nebengebäude.

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5. Anton Springer's Gasthof zur neuen Post.

Der häufige Standortwechsel der Post führte dazu, daß es im kleinen Ort Pocking zwei Gasthöfe 'zur Post' gab. Vom 1. Juli 1896 bis 30. Juni 1922 war beim Gastwirt und Pferdehändler Anton Springer die 'Königlich Bayerische Post' und spätere Deutsche Reichspost untergebracht. Wesentlich bekarmter wurde der 'Springer' jedoch als 'Mekka' aller Rottaler Vieh- und Pferdezüchter. An der Stelle des Springer-Hofes stehen heute Sparkasse und Rathaus.

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6. Das Pfingstrennen.

Die Straßenbezeichnung 'Rennbahnweg' erinnert heute noch daran, daß Pocking einmal eine Pferderennbahn besaß. Am Pfingstmontag jeden Jahres wurde das 'Pfingstrennen' veranstaltet, der Höhepunkt des Pferdesports in Pocking. Auf dem Bild erkennt man im Hintergrund die Ortschaft Wollham. Im Starterfeld war mit dem Schimmel 'Judgelinde' auch der Einheimische Sepp Geishauser. Über dieses Gespann wissen die alten Pockinger noch heute fabelhafte Geschichten zu erzählen.

7. Das Ulrich-Anwesen.

Das Ulrich-Anwesen war der letzte Altbau, der die durch Pocking führende Bundesstraße 12 wesentlich verengte. Der Bau, später fast ganz mit wildem Wein zugewachsen, stand gegenüber dem Café Riermeier. Die Metzgerei des Josef StadIer, aus der Hofmarkmetzgerei des Anton Moser hervorgegangen, war lange Zeit die einzige Pockinger Metzgerei. In zwei Bauabschnitten entstanden das Möbelhaus Weber (1952) und ein Wohnund Geschäftshaus (1962).

Pocking Hauptstraße

8. Der Konrad-Hof.

Im Bildhintergrund, dort wo sich heute das Café Riermeier befindet, stand bis zum Jahre 1957 ein Bauernhof, der Konrad. Dieser wurde als 'Conradtenguett' bereits im Anlagsbueh der Hofmark Poeking von 1761 erwähnt und war einer der größten Höfe im Ort, sein Besitz wurde mit einem ~ Hoffuß angegeben, Die wenigen 'halben' oder 'ganzen' Höfe siedelten dagegen in den Weilern ringsum oder bevorzugten die Einödlage,

9. Der alte Pfarrhof.

Dem Ortsbrand vom 16. Oktober des Jahres l716 fiel auch der damalige Pfarrhof zum Opfer. An selber Stelle wurde bereits zwei Jahre später das auf dieser Aufnahme abgebildete barocke Pfarrgebäude errichtet. In den Jahren von 1904 bis 1924 bewohnte der Pfarrer Anton Dobler den Pfarrhof, dem damals noch eine Landwirtschaft angegliedert war. Das Wohnhaus und die Nebengebäude, so das Backhaus, der Stadl und die Scheune wurden im Jahre 1972 abgebrochen und durch einen Neubau, dem jetzigen Pfarrzentrum, ersetzt.

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