Porta Westfalica in alten Ansichten

Porta Westfalica in alten Ansichten

Auteur
:   R. Busch
Gemeente
:   Porta Westfalica
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2827-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Porta Westfalica in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Porta Westfalica in alten Ansichten - wer denkt da nicht an oft reizend colorierte Postkarten mit dem Weserdurchbruch, dem Kaiser-Wilhelm-Denkrnal und möglichst einem Ausflugsdampfer auf der Weser? Nun, zwischen etwa 1880 und 1925 wurde nicht nur die Westfälische Pforte fotografiert, aus dieser Zeit sind zahlreiche Fotos mit Motiven aus der heutigen Stadt Port a Westfalica erhalten geblieben. Dabei handelt es sich nicht nur um Postkarten; Berufs- und Hobbyfotografen haben Bilder einer Qualität hinterlassen, die uns heute überrascht. Ein Teil dieser Bilder ist im Stadtarchiv Porta Westfalica gesammelt worden. Diesen Bildbestand durch dieses Buch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ist Anliegen der Stadt Porta Westfalica und des Autors.

Die Auswahl der Bilder geschah nicht unter dem Gesichtspunkt einer gleichgewichtigen Behandlung aller 15 Ortsteile der Stadt. Das war schon deshalb nicht möglich, weil aus Hausberge und dem engeren Porta-Gebiet überdurchschnittlich viele Bilder vorhanden sind. Daß Ortsteile, von denen viele alte Bilder im Archivaufbewahrt werden, 'besser bedient' werden, liegt auf der Hand. Wü1pke zum Beispiel ist wegen fehlender Bilder aus dieser Zeit gar nicht vertreten. Auch der Erhaltungszustand und die Schärfe der Aufnahmen gab oft den Ausschlag für die Wahl eines Bildes. Trotzdem glauben Verlag und Autor, daß die Bildauswahl vielen Bürgern und Besuchern von Porta Westfalica gefallen wird.

Die Zeit zwischen 1880 und 1925 kann als erste

Phase einer Industrialisierung unseres Raumes gelten. In Barkhausen, Hausberge, Lerbeck und Neesen waren erste Industriebetriebe entstanden. Mit dem Kieswerk Bokshorn in Veltheim entstand 1882 die erste Kiesgrube in unserer Stadt, die die Entwicklung Veltheims entscheidend prägte. Seit 1883 wird in Kleinenbremen Eisenerz abgebaut, Das waren die Anfänge der heutigen Grundstoffindustrie. Mit dem Bau der Köln-Mindener Eisenbahn durch die Port a eröffnet 1847 - und der Strecke Löhne-Hameln eröffnet 1875 ':..... erhielt unser Land Anschluß an moderne Verkehrswege. Besonders Neesen wurde durch die Eisenbahn und den Güterbahnhof Porta entscheidend verändert. Die Bahn selbst bot vielen Bewohnern Arbeit und ermöglichte es anderen, Arbeitsplätze in den urnliegenden Städten anzunehmen. Der direkt in der Porta gelegene Bahnhof regte schon um 1900 viele Menschen zu einem Ausflug 'an die Porta' an, besonders, seit das Denkmal für Kaiser Wilhelm 1. 1896 fertiggestellt war. Das führte zum Bau des neuen Bahnhofes in der Porta, der heute noch steht.

Der Erste Weltkrieg und die folgende Inflationszeit beendeten 'die gute alte Zeit'. Nach einer kurzen Blütezeit in der Mitte der zwanziger Jahre folgte die Weltwirtschaftskrise, der auch in der heutigen Stadt Porta Westfalica zahlreiche Betriebe zum Opfer fielen. Genannt seien die Glasfabrik, das Zementwerk und die Erzgrube Kleinenbremen. Letztere wurde allerdings 1935 wiedereröffnet und fördert noch heute.

Mit dem Ende der zwanziger Jahre endet auch der Berichtszeitraum des vorliegenden Bildbandes.

Trotz dieser Industrialisierung prägte in den Jahren zwischen 1870 und 1925-1930 die Landwirtschaft ganz überwiegend die heutige Stadt. Während aber wenigstens die größeren Industriebetriebe oft fotografiert wurden und zahlreiche Fotos erhalten sind, fand die Landwirtschaft damals nicht die Beachtung bei den Fotografen, die sie verdient hätte. So kommt es, daß Fotos von bäuerlicher Arbeit in diesem Buch nicht erscheinen. Als überwiegend nach unserem Berichtszeitraum die Mechanisierung der Landwirtschaft begann, wurde sie auch für die Fotografen interessant. Fotos von ersten Treckern, Mähmaschinen und Dreschmaschinen sind in einigen Exemplaren unter den Bildern des Stadtarchivs vertreten, ein eggender oder pflügender Bauersmann mit Pferdegespann findet sich nicht darunter. Auch alte Fotos von Fachwerkbauernhäusern sind selten.

Von Baudenkmälern und Ausflugszielen sind - wie nicht anders zu erwarten - zahlreiche Fotos aus jener Zeit erhalten geblieben. Sie finden sich auch in diesem Band.

Bei der Auswahl der Bilder spielte noch ein Gestehtspunkt eine Rolle: es wurden nach Möglichkeit solche Bilder genommen, die noch nicht in anderen Veröffentlichungen erschienen sind,

Wer heute in Porta Westfalica wohnt oder hier seinen Urlaub verlebt, wird viele der dargestellten Bauten und Landschaften nicht finden oder nicht wieder-

erkennen. Zwischen 1930 und heute hat sich das Bild der Stadt und ihrer Landschaft erneut gewandelt. Die Kettenbrücke ist verschwunden, die Zementfabrik ebenso und die Reste der Glasfabriken, die heute anders genutzt werden, fallen nur Kennern auf. Der Kiesabbau am Bokshorn ist eingestellt worden, dafür prägen andere große Kiesgruben Teile des Stadtgebietes. Während früher wenige relativ große Werke typisch für unseren Raum waren, sind heute zahlreiche kleine und mittelständische Betriebe die Stützen der gewerblichen Wirtschaft in der Stadt. Trotzdem gibt es einige Werke von überregionaler Bedeutung in Porta Westfalica. Die 'Sommerfrische' aus Kaisers Zeiten ist inzwischen einem modernen Beherbergungsgewerbe gewichen, das die heutige Bedeutung Port a Westfalicas als Fremdenverkehrsort und Erholungsort kennzeichnet. Gewerbe, Handel und Erholung sind heute die Wirtschaftszweige in unserer Stadt, die das Stadtbild nachhaltig prägen. Wer sich heute in Porta Westfalica umsieht, nachdem er das vorliegende Buch durchblättert hat, mag sich vielleicht fragen, wie Porta Westfalica nach weiteren 60 Jahren aussehen wird. Vielleicht greift er zum Fotoapparat und fotografiert das eine oder andere, das ihn beeindruckt hat. Wer weiß, vielleicht finden unsere Kinder und Enkelkinder diese Bilder aus unserer Zeit wieder in einem Buch, das vielleicht auch 'Port a Westfalica in alten Ansichten' heißen mag?

Reinhard Busch

1. Bliek auf das Quertal der Weser durch das Wiehen- bzw. Wesergebirge aus Nordrichtung. Das Bild ist um 1912 entstanden.

2. Eine Luftaufnahme des Kaiser-Wilhelm-Denkmals aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Der vollständige Vorplatz mit der Ringmauer Ist gut zu erkennen. Das Denkmal wurde 1892-1896 aus Portasandstein erbaut.

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3. Die Kettenbrücke in der Porta um 1890. Das Hotel 'Großer Kurfürst' steht noch nicht, es wurde erst um 1910 errichtet. Im Einschnitt rechts des Bergkammes ist ein Haus zu erkennen, das die spätere Gaststätte 'Schöne Aussicht' sein dürfte.

4. Etwa 1893. Der Bau des Denkmals ist noch nicht weit fortgeschritten, Das Hotel 'Kaiserhof' ist offenbar im Rohbau Iertig.

5. Das Eisenwerk 'Friedrichshütte' in Barkhausen. Die Hütte wurde von 1857 bis 1866 betrieben. Aus dieser Zeit stammt die Aufnahme. Verhüttet wurden die Teneisenstem-Geoden aus den Fundstellen in Hausberge (Kirchsiek, Glockenbrink).

Porta Westfalica

6. Hotel 'Großer Kurfürst', Postamt, Kettenbrücke und Hausberger Fähre um 1905. Auf dem Barkhauser Ufer ist der Verschiffungsplatz für die im Wittekindsberg gebroehenen Steine zu erkennen. Der durch Schranken gesicherte Bahnübergang vorne rechts wurde 1916 beim Ausbau der Strecke auf vier Gleise beseitigt.

7. Bliek von halber Höhe des Jakobsberges auf Kettenbrücke, Hotel 'Großer Kurfürst', das Postamt daneben, Fähre und Steinlagerplatz am Barkhauser Weserufer. Noch - das Bild entstand um die Jahrhundertwende - sind die Ortsteile Barkhausen und Aulhausen deutlich getrennt. Die Allee im Hintergrund ist die Portastraße.

8. Die Glasfabrik 'Berghütte' an der heutigen Straße 'Zur Porta' in Lerbeck. Das Bild aus dem Jahre 1914 zeigt die Fabrik, die bereits 1905 stillgelegt worden wat. Die Hütte wurde 1935 abgebrochen, das Gelände nimmt heute die Armaturentabrik Rost & Söhne ein. Das Restaurant 'Jacobsberg' hat längst dem Restaurant und Hotel 'Hubertus' Platz gemacht.

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