Porz in alten Ansichten

Porz in alten Ansichten

Auteur
:   Jürgen Huck
Gemeente
:   Porz
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1725-8
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Porz in alten Ansichten'

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39. Die Kinder Margarete Metz, später verehelichte Heimig, und Gertrud Herbertz, die nachmalige Frau Herbertz, wurden 1896 zu Westhoven geboren. Als sie gemeinsam erstmals zum Empfang der heiligen Kommunion zugelassen wurden und dieses Ereignis feierten, ließen sie sich in ihrem Festschmuck fotografieren. Sie trugen lange schwarze Kleider und weiße Schleier, während heutzutage im Raume Porz weiße Kleider üblich sind, Der Wandel im Tragen der Kleider durch Kommunionkinder kündigte sich in Porz bereits an, als die belgischen Glasarbeiter für ihre Töchter im Jahre 1904 weiße Kleider erbaten und zugebilligt erhielten.

40. Die Familie Engels ist im Porzer Raum durch die letzten Jahrhunderte hindurch als Halfen - so bezeichnete man in alten Zeiten die Pächter, weil sie den halben Gewinn für sich behalten konnten auf großen Höfen von Stiften und Klöstern, aber auch adeliger Familien bezeugt. Bald nach Aufhebung der Benediktinerabtei Deutz erwarben sie deren Kielshof in Westhoven und bauten hernach auch den sogenannten Engelshof. Bei dem Rheinhochwasser Ende 1919 wußten sich Mathilde Engels (gestorben 1959) vom am Rhein gelegenen Kielshof und ihr Bruder August (gestorben 1920) zu helfen, indem sie sich in einem Kahn rudern ließen, der sogar mit einem Segel ausgestattet worden war.

41. Die Bewohner von Westhoven hatten durch alle Jahrhunderte hindurch unter dem Hochwasser des Rheins zu leiden und bisweilen auch wie 1784 unter Eisgang. Damals brach der Rhein bei Westhoven aus seinem Strombett, und das Wasser bewegte sich auf Mülheim zu, wo es bereits nach etwa drei Stunden eine Höhe von 30 Fuß erreicht hatte. Bei dem Rheinhochwasser vom Januar 1920 gelangte man in Westhoven nur in einem Kahn nach dem Haus Rheinaustraße 7 und manchen anderen Wohnhäusern. Britische Besatzungssoldaten fuhren und ritten vierspännig über die Straßen. So wurde der Verkehr im Ort notdürftig aufrecht erhalten.

42. Gegen das Rheinhochwasser kämpfte man auch früher schon. Amtliche Rheinbefahrungen untersuchten jährlich die Uferbefestigung, und man machte sich selbst über den Bau von Hochwasserdämmen Gedanken. Seit dem 18. Jahrhundert ist im Raume Porz der Bau von Dämmen bezeugt. Nach dem Rheinhochwasser von 1920 plante man den Bau einer Hochwassermauer in Westhoven. Infolge der wirtschaftlichen Not der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg konnte sie jedoch erst 1925 gebaut werden. Sie schützte auch den hier durch die Mauer teils verdeckten alten Kielshof.

43. Wie schon oben angedeutet, war der Kielshof in Westhoven vom 11. Jahrhundert an bis 1803 ein Hof der ehemaligen Benediktinerabtei Deutz. Als solcher wurde er von Pächtern bewirtschaftet, die zuletzt der Familie Engels entstammten und den Hof vom Staat erwarben. Die Engels wandelten den alten Gutshof schließlich in ein überörtlich beliebtes Restaurant um, das die Kölner Bürger im allgemeinen mit Schiffen erreichten, für deren Anlegen am Rheinufer eine kleine Schiffsbrücke verankert worden war. Spätestens nach dem Ersten Weltkrieg wurde für das Restaurant ein eigener Lastkraftwagen beschafft, den man hier im Bilde sieht.

44. Schon vor dem Ersten Weltkrieg, nämlich im Jahre 1913, war der große Rangierbahnhof Gremberg in den ostwärtigen Gemarkungen Ensen und Westhoven geplant worden. Da der Güterbahnhof Köln-Kalk-Nord, seit 1912 der einzige leistungsstarke Bahnhof im rechtsrheinischen Kölner Raum, die vielen Güter- und Militärzüge nicht mehr reibungslos aufnehmen konnte, wurde im Jahre 1917 mit dem Bau des Bahnhofs Gremberg begonnen, der heutzutage zu den bedeutendsten Rangierbahnhöfen in der Bundesrepublik zählt, In den Jahren 1919-1921 entstand ostwärts vom großen Bahnhof eine Eisenbahnersiedlung mit einem eigenwilligen Grundriß. Sie erhielt 1921 den Namen Gremberghoven.

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45, Im Jahre 1147 ist urkundlich erstmals eine Kapelle in Heumar bezeugt, und zwar in Verbindung mit dem Hof der Benediktinerabtei Deutz. Sie war dem heiligen Cornelius geweiht, der hier zumindest von 1815 an verehrt wurde. Man erhoffte seine Hilfe vor allem gegen die Fallsucht. Vom Haus des Küsters Kamp halb verdeckt, sieht man oben den Turm der ehemaligen romanischen Kirche St. Cornelius, die bis 1698 dem katholischen Pfarrer von St. Bartholomäus in Urbach unterstand. Das Bild zeigt mit dem Turm die alte Ortsmitte von Heumar und die am dortigen Marktplatz haltende Straßenbahn, die seit 1904 zwischen Köln und dem Königsforst verkehrte. Links unten findet sich das ehemalige Gasthaus 'Jägerhof' (jetzt Rösrather Straße 661) der Familie Schneider.

46. Während Heumar bis 1808 im Botenamt Porz des herzoglich bergischen Amtes gelegen war, gehörte Rath in das benachbarte Botenamt Merheim. Entsprechend war Heumar von 1808 an Bestandteil der Bürgermeisterei Heumar, zuletzt Porz genannt, und Rath ein Ort der Bürgermeisterei Merheim, weshalb mit dieser Bürgermeisterei auch Rath 1914 nach Köln eingemeindet wurde, während Heumar mit dem übrigen Porzer Stadtgebiet erst 1975 nach Köln gelangte. Die katholischen Einwohner von Rath wurden erst 1833 aus der Pfarrei St. Gereon in Merheim umgepfarrt nach St. Cornelius in Heumar. Es entstanden gemeinsame Vereine, und man sprach bald von Rath-Heumar. Die Restauration Bürgerhaus von Wilhelm Odenthallag Ecke Eiler Straße (jetzt Nummer 147) mit der Rösrather Straße.

47. Der Durchhäuser Hof war 1020-1803 Eigentum der ehemaligen Benediktinerabtei Deutz und gleichzeitig Mittelpunkt eines grundherrlichen Hofverbandes. In diesen gehörten 18 Güter, die in den benachbarten Orten Heumar, Rath, Urbach, Ostheim und Menzlingen gelegen waren. Der Hofverband besaß sein eigenes Hofgericht. das auf Durchhausen gehegt wurde und alle Rechtsakte und Rechtsstreitigkeiten zwischen dem Abt zu Deutz als Grundherrn und seinen Lehnsleuten behandelte. Das Gutshaus im Bild entstand nach dem Brand von 1863. Der Hof wurde 1927 durch den KölnischWasser-Fabrikanten Peter Mülhens (gestorben 1945) erworben und ist seitdem ein Teil der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe Röttgen.

48. Die urkundliche Nennung eines 'Albertus de Merhusen' um das Jahr 1200 beweist, daß Maarhausen, welches ebenso wie Durchhausen im Südwesten von Heumar gelegen ist, damals schon vorhanden war. Das Bestimmungswort 'Maar' weist darauf hin, daß Maarhausen an einem einstmals stehenden Gewässer entstanden ist. Das Gut Maarhausen befand sich jahrhundertelang vor allem in Händen von Kölner Patriziern. Josef Freiherr Geyr von Schweppenburg ließ 1899 die im Bild zu sehenden Gebäude errichten und veräußerte das Gut mit dem südostwärts gelegenen Schloß Röttgen 1918 an den Fabrikanten Peter Mülhens, der den Gutshof durch den Kölner Architekten und Kunstgewerbler Ludwig Paffendorf (gestorben 1949) neu bauen ließ.

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