Porz in alten Ansichten

Porz in alten Ansichten

Auteur
:   Jürgen Huck
Gemeente
:   Porz
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1725-8
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Porz in alten Ansichten'

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49. Im Bereich von Schloß Röttgen gründete der Fabrikant Peter Mü1hens im Jahre 1924 das Gestilt Röttgen, dessen Bauplanung in Händen von Ludwig Paffendorf lag. Seit 1927 kann man das Gestüt bei Pferderennen in den Farben Türkisblau, Altgold und Rot der Kölner Firma 4711 sehen. Bereits 1932 gewann das Pferd Palastpage mit seinem Reiter Everett Haynes (siehe oben) das deutsche Derby. Röttgen befindet sich seit 1945 in Händen von Maria Mehl, der Tochter des Gründers, die 1957 den Ostpreußen Rudi Mehl, einen führenden Mann der deutschen Wirtschaft und Generalkonsul von Peru, heiratete. Röttgen gilt heutzutage als das international erfolgreichste deutsche Gestüt und ist auch durch die Schönheit und Zweckmäßigkeit seiner Anlagen berühmt.

50. Bis zum Jahre 1917 war Eil ein Zubehör der katholischen Pfarrei St. Bartholornäus in Urbach, woran früher die Fußfälle zwischen Urbach und Eil erinnerten und wovon jetzt noch ein neueres Denkmal in Urbach an der Ecke Frankfurter Straße/Breslauer Straße kündet. Im Jahre 1656 hatten die Eiler auf dem Platz gegenüber dem Gasthaus 'Zur Lindenwirtin' (jetzt Frankfurter Straße 660) zu Ehren der Jungfrau Maria und des heiligen Michaels ein Heiligenhäuschen erbaut. Es lag nördlich der obigen Kapelle, die 1857 erbaut und 1928 abgebrochen wurde, nachdem sie seit Erbauen der heutigen Pfarrkirche St. Michael auf einem Grundstück neben dem Altenberger Hof (1902-1905) als Jugendheim genutzt worden war.

51. Katharina Linden, die Witwe des Paul Linden, ließ sich zu Eil im Jahre 1904 mit ihren acht Kindern fotografieren. Große Familien waren früher allgemein verbreitet, wie die alten Kirchenbücher und seit dem Jahre 1810 auch die aufBefehl von Napoleon im Großherzogtum Berg eingeführten und hernach unter den preußischen Behörden beibehaltenen Personenstandsbücher bezeugen. Die Familie Linden stellte verschiedene Führungskräfte in politischen und anderen Vereinen in Eil und hernach auch in der Stadt Porz.

52. Das hier wiedergegebene Bild stammt aus dem Jahre 1913. Es zeigt das Haus Fettweiß in Eil, das man, baulich etwas verandert, in der Frankfurter Straße 617 sehen kann. Das Bild sagt aus, daß die Häuser ursprünglich in Fachwerk errichtet worden sind. Die Straßenseite des Wohnhauses wurde später durch Mauerwerk ersetzt. Links daran senlossen sich eine Pforte und eine große Hofeinfahrt an. Diese war, wie auch sonst gebräuchlich, überdacht, und in ihr hingen große, eiserne Torflügel, Über dem Hoftor wurde das Jahr der Erbauung, 1913, angegeben.

53. Im Jahre 1268 verkaufte die Propstel der Benediktiner zu Oberpleis ihre Güter zu Eil dem Ritter Sibodo von Blegge. Hernach erwarb Heinrich von Eller den Besitz und schenkte ihn der 1803 aufgehobenen Zisterzienserabtei Altenberg. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der Altenberger Hof durch die Familie Meller erworben, die im 18. Jahrhundert aus Efferen nach Urbach (Maarhof) gekommen war. Zu dieser wohlhabenden Familie Meller gehörte auch Andreas Meiler (gestorben 1894) im obigen Bild. Sein Sohn Paul (gestorben 1903) schenkte den Platz für die heutige katholische Pfarrkirche St. Michael in Eil. Im Jahre 1967 wurde der Altenberger Hof aufgegeben und abgebrochen.

54. Eil bot bis in die Neuzeit hinein das Bild eines armen Dorfes, in dem die Menschen sich überwiegend von der Arbeit auf großen Höfen und durch Besenbinden ernährten. Insofern sprach man früher allgemein vom Besenbinderdorf Eil. Große Höfe im Dorf waren außer dem Altenberger Hof noch der Diekenhof (westliche Ecke Leidenhausener Straße/Rochusstraße) und der Sternenberger Hof (Heumarer Straße). Den Vermögensverhältnissen der Eiler entsprach die kunterbunte Bebauung. Fachwerkhäuser sowie aus Ziegeln gemauerte und schließlich auch von außen verputzte Häuser wechselten miteinander ab. Das alte Fachwerkhaus, in der Ortsmitte an der Frankfurter Straße gelegen, stellte eine Verkehrsgefährdung dar und mußte 1938 abgebrochen werden.

55. Auch dieses Bild von 1933 vermittelt den Eindruck eines nicht gerade wohlhabenden Dorfes. Links der Frankfurter Straße erblickt man die ostwärtige Seite des Altenberger Hofes, dahinter den früher vorhandenen Dachreiter der 1902-1905 erbauten katholischen Pfarrkirche St. Michael. Hinter der Baumgruppe nimrut man das Haus auf der nördlichen Ecke Bergerstraße wahr. Auf der rechten Straßenseite stehen wieder mittelgroße und kleine Häuser. Das alte Fachwerkhaus läßt noch erahnen, wie bescheiden die Menschen einstmals gelebt haben. Der Autoverkehr hielt sich noch in Grenzen. Die Bewohner von Eil haben ihre Häuser mit Flaggen und Grün geschmückt; denn sie feiern am 1. Oktober 1933 die Eiler Kirmes und erstmals das Erntedankfest.

56. Außerhalb des Ortes Eil, nahe dem uralten Mauspfad, liegt der Rittersitz Leidenhausen, der im Jahre 1776 160 Morgen groß war. Im Jahre 1329 war er in Handen des Hermann von Deutz. Für das Jahr 1443 ist eine Katharina von Leidenhausen bezeugt. Später saßen hier vor allem die vom Scheidt genannt Weschpfennig, die von Bellinghausen und die Freiherren von Weichs, deren Wappen von 1749 und 1803 noch am Hoftor und dem Herrenhaus zu sehen sind. 1927 verkaufte Freiherr von Mirbach auf Harff das Gut an Peter Mülhens, von dessen Enkel es 1963 die Stadt Köln erwarb. Im Bild von 1930 sieht man Pferde des Gutshofes Leidenhausen mit dem im Rheinland üblichen Pferdegeschirr. Mit zunehmender Motorisierung der einheimischen Landwirtschaft sind die schweren Ackerpferde allmählich aus dem Straßenbild entschwunden.

57. Die alten Eiler denken nicht gern an die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg zurück, als nicht nur wirtschaftliche Not vorherrschte, sondern auch der Druck der Siegermächte auf dem Lande lag. Auf kanadische Besatzungssoldaten folgten vom 15. Januar 1919 bis Anfang 1926 britische. Vorübergehend unterhielt die britische Royal Air Force nordwestlich von Eil, in dem durch die Frankfurter Straße und die alte Steinstraße am Eiler Hochkreuz gebildeten Winkel einen kleinen Feldflugplatz. Im obigen Bild von etwa 1920 ist ein Zeltlager britischer Truppen westlich des Rittersitzes Leidenhausen festgehalten worden. Im Hintergrund führt die damals noch von Bäumen umsäumte Frankfurter Straße von Urbach nach Eil, dessen Pfarrkirche St. Michael samt Dachreiter zu sehen ist.

58. Im Luftbild von 1918 schlängelt sich die Frankfurter Straße leicht von links nach rechts durch Urbach, und zwar vom früheren Forsbach-Hof an der katholischen Pfarrkirche St. Bartholomäus und der schmalen Einmündung der Waldstraße und der Gronaustraße vorbei bis zum Maarhof. In der rechten Bildhälfte erkennt man zwischen der jetzigen Metzgerei von Toni Enz (Frankfurter Straße 529) und der Einbiegung der Kaiserstraße in die Frankfurter Straße den alten Dorfplatz. Links unten im Bild, südlich der Kirche, entdeckt man den ehemaligen Kirchenhof und ostwärts davon den 1963 abgebrochenen Leuschhof. Westlich der Frankfurter Straße verläuft die Kupfergasse mit Volksschule und Sternenberger Hof.

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