Porz in alten Ansichten

Porz in alten Ansichten

Auteur
:   Jürgen Huck
Gemeente
:   Porz
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1725-8
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Porz in alten Ansichten'

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59. In der Zeit um 1900 wurde es auch im Raume Porz gebräuchlich, die Familie durch einen Fotografen im Bilde festzuhalten. Der Landwirt, Kraut- und Seifenfabrikant Johann Ossenbach (gestorben 1905) und seine Ehefrau Anna Maria, geborene Bell (gestorben 1920), in Urbach gehörten zu den für die Fotografie aufgeschlossenen Menschen. In diesem Bilde sieht man das Ehepaar Ossenbach (jetzt Frankfurter Straße 519). Im Vordergrund sitzen die Kinder Josef und Katharina Ossenbach in Stiefeln, wie sie damals getragen wurden. Dahinter sitzen Johann Ossenbachs Eltern, und zwar der Vater Peter Ossenbach (gestorben 1906) mit der großväterlichen Mütze seiner Zeit. Er war von Haus aus Landwirt, Bäcker und Krautfabrikant gewesen.

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60. Mit dieser Ansichtskarte versuchte man um 1900, wesentliche Punkte des Ortes Urbach bildlich zu erfassen. Die neuromanische katholische Pfarrkirche St. Bartholomäus war 1879-1881 erbaut worden, deren Turm erst 1899. Damals zählten außer Elsdorf auch noch Eil und Porz sowie die Häuser am Grengel zur Pfarrei. Die alte kleine Pfarrkirche, die auf dem selben Platz gestanden hatte, konnte die stark gewachsene Gemeinde nicht mehr aufnehmen. Das Pastorat (Kupfergasse 2-4) wurde 1909 durch ein neues Pfarrhaus (Frankfurter Straße 524) ersetzt, Wichtig erschien damals außer der Schule in der Kupfergasse auch noch die Villa Broicher auf dem alten Maarhof.

61. Ein Treffpunkt einzelner Urbacher Einwohner, aber auch eine Stätte des früher sehr stark ausgeprägten Vereinslebens war die Gastwirtschaft Zaß (jetzt Frankfurter Straße 515), die seit 1879 mit einer Schnapsbrennerei verbunden war. Es geschah und geschieht nicht alle Tage, daß Geschwister gleichzeitig heiraten. Doch das Elternhaus der Bräute mit dem geräumigen Saal ermöglichte das. Auf diesern Hochzeitsbild, das am 24. April 1906 vor der Gastwirtschaft Zaß geknipst wurde, sieht man links das Brautpaar Lehrer Peter Esser und Maria Zaß sowie rechts den Fotografen Riesenkönig aus Rheinbreitbach und Katharina Zaß.

62. Die ältesten Urbacher werden sich noch des großen Tages erinnern, als am 8. August 1906 Kaiser Wilhelm II. nach Urbach kam. Vom Bahnhof Porz-Urbach aus fuhr er, im offenen Auto hinten rechts sitzend, über die nach ihm benannte Kaiserstraße. Im Bild sieht man, daß das Auto gerade aus der Kaiserstraße in die Frankfurter Straße gefahren ist und hier gleich nach Durchfahren der Urbacher Ehrenpforte in die Waldstraße einbiegen wird; denn das Ziel des Kaisers war das Militär auf der Wahner Heide. Im Vordergrund bemerkt man den Lehrer, der auf den Kaiser ein Hoch ausbringt, während die Schulkinder die Fähnchen schwenken. Im Bildhintergrund erblickt man den Maarhof mit der Villa Broicher.

63. Die Kaisergeburtstagsfeiern waren ebenso wie die Sedanfeiern bis zum Ende des Ersten Weltkrieges allgemein üblich und sehr beliebt. Vor allem prägten sich diese Tage den Schulkindern ein, weil sie dann keinen üblichen Unterricht erhielten, sondern allenfalls aus der vaterländischen Geschichte hörten oder eine Lobrede auf den Kaiser, der zugleich König von Preußen war. Bei den Feiern spielten die Kriegervereine eine wichtige Rolle. Am 29. Januar 1911 wurde in Urbach die 40jährige Jubelfeier des Sieges gegen Frankreich festlich begangen. Da lag es nahe, daß sich die alten Krieger aller Waffengattungen stolz dem Fotografen Schneider aus Wahnheide zu einem Bild stellten.

64. Die Kriegervereine waren nach dem Kriege 1870/1871 entstanden, so gab es auch einen Verein in Urbach, der am 16. Juli 1911 sein 38. Stiftungsfest feierte. Fabrikant Peter Mülhens, Schloßherr auf Röttgen, war ein Förderer der Kriegervereine und stiftete den Urbacher Kriegern eine Fahne. Deren Weihe war einer der Höhepunkte des Festes und erfolgte durch den Kölner Domkapitular Dr. Arnold Steffens vor der katholischen Pfarrkirche St. Bartholomäus. Hier fand auch der große Vorbeimarsch aller mitfeiemden Kriegervereine statt. Im Hintergrund ist der 1960 abgebrochene Forsbachhof mit Torbogen zu sehen und gegenüber der Bungert, der erst 1934 in eine Grünanlage mit Denkmal für die Gefallenen von 1914-1918 umgewandelt wurde.

65. Dieses Bild entstand etwa 1914 in Urbach. Auf ihm sieht man die Frankfurter Straße zwischen der Ecke Waldstraße und dem Maarhof, der mit der Villa Broicher und hoher Fahnenstange im Hintergrund zu sehen ist. Gegenüber dem Maarhof findet sich ein Fachwerkhaus mit der Bäckerei von Adam Schrnitz, Das Bild vermittelt eine gute Vorstellung vom damaligen Leben, Auf der Frankfurter Straße, die heutzutage in dichter Folge von Autos befahren wird, schieben Frauen ihre Kinderwagen und können andere Frauen und Kinder ungestört spazieren.

66. Vom 12. Dezember 1918 bis zum 15. Januar 1919 hielten kanadische Soldaten den Raum Porz besetzt. Die baumlangen kanadischen 'Holzfäller' sprachen zwar eine fremde Sprache und waren ungebetene Gäste, sie wurden aber dennoch von den Kindern Urbachs bestaunt, wie man diesem Bild entnehmen kann. Hier stehen die Kanadier samt Urbacher Kindern am nördlichen Ortseingang von Urbach, wie das Ortsschild zeigt. Im Vordergrund links sieht man hinter dem Maarhof die in die Frankfurter Straße mündende Gronaustraße. Die Häuser werden alle überragt von dem Turm der katholischen Pfarrkirche St. Bartholomäus.

67. Nur wenige Urbacher werden sich noch dieses alten Hauses entsinnen können, das einst an der Frankfurter Straße (jetzt Nummer 531) gelegen war, und zwar auf der nördlichen Ecke der hier von Westen einbiegenden Kaiserstraße. Über der Haustür war bereits eine elektrische Lampe angebracht und darunter ein Schild befestigt mit der Inschrift 'Maschienen-Brot- und Fein-Bäckerei, Colonialwaaren von Adam Schrnitz'. Der Hausherr ließ es sich nicht nehmen, dem Fotografen aus der Haustür freundlich zuzulächeln. An der rechten Hausecke weist ein Verkehrsschild die Ortsfremden nach Wahn. Die Straße war bereits gut gepflastert. Über dem linken vorderen Fensterladen entdeckt man Reklame mit dem Bild einer jungen Frau und sonst noch zweimal am Haus die Werbung für 'MAGGI'.

Urbach

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68. Im Jahre 1929 entstand das obige Bild von der Frankfurter Straße in Urbach. Im Mittelpunkt der Ansicht erhebt sich die katholische Pfarrkirche St. Bartolomäus. Davor erblickt man den hohen Dachgiebel des ehemaligen Pfarrhauses von 1909. An der Hausecke vom links weist ein kleines Schild in Richtung Grenge!. Das folgende Haus ist die ehemalige Gastwirtschaft Peter Büllesfeld. Ganz rechts steht die heutige Gastwirtschaft Jean Keller. Hinter der dann einmündenden kurzen Gasse befindet sich damals noch ein Fachwerkhaus. An seiner Stelle steht jetzt ein neueres Gebäude, in dem seit dem 1. März 1956 das Postamt Porz-Urbach untergebracht ist.

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