Pottenstein in alten Ansichten

Pottenstein in alten Ansichten

Auteur
:   Peter Spätling
Gemeente
:   Pottenstein
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6144-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Pottenstein in alten Ansichten'

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29 Das Pottensteiner Heimatmuseum wurde ab 1919 von Max und Elise Näbe eingerichtet und eröffnet. Den Grundstock bildete die Sammlung von Max Näbe, die dieser bei seinem Umzug von Leipzig nach Pottenstein mitgebracht hatte. In dem Museum befanden sich sowohl naturkundliche Ausstellungsstücke, wie auch Funde aus der Vor- und Frühgeschichte von Pottenstein und kulturund volkskundliche Dokumente. Auch die berühmten Pottensteiner Fälschungen, angebliche Knochenwerkzeuge der Frühgeschichte, die geschäftstüchtige Pottenstelner selbst produzierten, waren hier zu sehen. Bemerkenswert war ein spätgotisches

Vesperbild mit Schrein, das auf dem unteren Bild zu erkennen ist. Ein Großteil des Bestandes befindet sich heute im Frànkische-Schweiz-Museum in Tüchersfeld.

30 Der GasthofLuisengarten' war gastronomisch nicht nur aufTouristen ausgerichtet. Schon vor der [ahrhundertwende hatte der Besitzer Huppmann einen Bierkeller mit Kegelbahn eingerichtet, die vor allem von einheimisehen Vereinen genutzt wurde. Außer im Luisengarten gab es in Pottenstem noch drei weitere ähnliche Einrichtungen, in denen im Sommer Bier kühl gehalten werden konnte und gleichzeitig eine Kegelbahn zum abendlichen Vergnügen eingerichtet war. Dies waren der GasthofWagner, die Brauerei Schöpf und das Café Henkelmann. Autos, wie dieser offene Pkw, waren Anfang der dreißiger jahre,

als dieses Bild entstand. noch rar im Pottensteiner Straßenbild.

31 Zum Pflichtprogramm eines jeden Urlaubers in Pottenstein gehört eine Wanderung durch das romantische, schattige und mit Felsen durchsetzte Pûttlachtal, wo man auch heute noch im klaren Bächlein nicht nur die Forellen beobachten kann, sondern ebenfalls die flinke Wasseramsel bei ihren 'Iauchgängen. Um dem Wanderer auch ein gastronomisches Ziel zu bieten, wurde dort das Waldcafé eingerichtet, das bis in die Abendstunden bei bunter Beleuchtung zum Verweilen einlädt. Bekannt war das Waldcafé auch für seine Miniaturen von Burgen und Schlössern, die als Nachbauten von Originalen im Garten standen. Diese sind im Ge-

gensatz zum Waldcafé selbst, das natürlich inzwischen ausgebaut wurde, nicht alle mehr vorhanden.

32 Zum guten Image des Fremdenverkehrsortes trug schon früh eine leistungsfähige und innovationsfreudige Gastronomie bei. Ein gutes Beispiel ist dafür diese Innenaufnahme des Café Henkelrnann in der Hauptstraße um 1910. In einem alten Bürgerhaus hatte man damals ein auf das Modernste ausgestattetes Café eingerichtet. Die Tische waren sauber gedeckt und

mit Blumen dekoriert. An der Wand hängt die Tageszeitung und am Harmonium sorgte ein Musiker mit melodiöser Untermalung für die richtige Stimmung. Dies jedenfalls stellt man sich beim Betrachten dieser Postkarte vor. Auf jeden Fall aber erinnert die mit Jugendstilornamentik

verzierte Wandtäfelung etwas an ein Wiener Café.

33 Schloßcafé und Konditorei Daubenmerkel befanden sich einst in der Pegnitzer Straße all Westeingang der Stadt, Man stellte sich den Gästen als 'vornehmes Familiencafé mit reizendem Gartenlokal und elektrischem Betrieb' vor und warb mit 'aufmerksamer Bedienung und soliden Preisen'. Gerade die Cafés im Freien zogen in der heißen [ahreszeit die Sommerfrischler an, doch hatte man auch hier bei schlechtem Wetter für Unterhaltung gesorgt, wie das Klavier im Innenraum auf dem oberen Bild beweist. Die Familie Daubenmerkel war aus dem oberpfálzischen Kernnath nach Pottenstein gezogen.

Schloßkaffee und Konditorei, F. Daubenmerkel Pottenstein, Fränk, Schweiz

34 Vom sich gut entwikkelnden Fremdenverkehr in Pottenstein wollten neben den Gastwirten auch andere Bürger der Stadt profitieren. So bauten um die [ahrhundertwende Adam und Margarete Frosch dieses große Haus, in dem sie nicht nur ihre Bäckerei unterbrachten, sondern von Anfang an zehn neue moderne 'Fremdenzimmer mit Wannenbädern und Brause zu bedeutend ermäßigten Preißen', wie es auf dem Werbeschild vor dem Haus lautet. Margarete Frosch kochte sogar für die Hausgäste. Wenige Iahre später wurde das Haus, um es noch attraktiver zu machen, mit Fassadenmalerei versehen, die bis heute zu sehen ist.

35 Hinter den Städeln am östlichen Ortsausgang im oberen Püttlachtalliegt der 'Dockn-Felsen', den ein Unkundiger auf der Karte falsch geschrieben hat, denn mit den Hunden hat der Name nichts zu tun. Es gibt hier eine Sage von einer steinernen Jungfrau: Eine habgierige und geizigeTochter eines reichen Bauern ging in einer Hungerszeit in die Stadt, um etwas einzukaufen. Auf dem Weg bettelte sie ein alter Mann um ein wenig Brot an, doch sie verweigerte ihm die erbetene Nahrung. Der Alte verfluchte daraufhin die hartherzige Bauerstochter, und diese ward zur steinernen 'Dockn', was eine ortsübliche Bezeichnung für eine weibli-

che Puppe ist. Die damals noch kahlen Felsen neigen heute zu stärkerer Bewaldung.

36 Auf dieser Aufnahme sieht man zum einen mit dem Fachwerk das Café Gretchenruh der Familie Stiefler am Aufgang zum Bayreuther Berg, zum anderen aber auch den alten Schießstand der Schützengesellschaft links unter dem Felsen, von wo aus auf die gegenüberliegende Talseite geschossen wurde. Der Schützenverein war am 8. September 1863 von Notar Hoffmeister und elf weiteren Bürgern gegründet worden. Zum Schießen begab man sich jeden Sonntag auf den Schießstand. Am Donnerstag war jeweils geselliges Beisarnmensein in einem der schon erwähnten Pottensteiner Keller. 1884 veranstaltete man das erste Schützenfest mit

Preisschießen, doch 1899 mußte man diesen Schießstand schließen, weil es zu Unfàllen durch den Schießbetrieb gekommen war.

37 Die Kreuzbergkapelle in ihrer heutigen Form stammt aus dem Iahr 1 72 5, die Kreuzigungsgruppe mit der Marienfigur dürfte dagegen schon im [ahr 1688 entstanden sein. Der Bildhauer selbst blieb leider unbekannt, könnte aber wohl im Bamberger Raum ansässig gewesen sein. Diese Aufnahme wurde sicherlich vor 1911 gemacht, denn es befinden sich noch die Bildtafeln der Kreuzwegstationen in der Kapelle. In diesem [ahr stiftete die Familie Mager einen Kreuzweg aus Eichstätter juramarrnor, und die Bildehen wurden dann aus der Kapelle entnommen.

38 Pottenstein wurde zurecht auch die 'Mühlenstadt' genannt, denn in der Stadt waren nicht weniger als acht Mühlen. Zwar wird in der Regel immer von sieben Mühlen gesprochen, doch wurde dabei stets die kleine Lohmühle übersehen. Die Mühlen gehören auch zum romantischen Bild der Fränkischen Schweiz, wie es sich die meisten 'Iouristen noch heute vorstellen. Somit könnte dieses Bild geradezu symbolisch für unsere Landschaft stehen, denn neben Felsen und Bächen als weiteren Charakteristika sieht man hier die 'Ziehrsmûhle' im oberen Püttlachtal. Die Mühle, die bereits 1599 erwähnt ist und mit zwei Mahlund einern Schneidegang aus-

gestattet war, erhielt ihren Namen vorn einstigen Besitzer Hans Ziehr.

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