Preetz in alten Ansichten

Preetz in alten Ansichten

Auteur
:   Peter Pauselius
Gemeente
:   Preetz
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5222-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Preetz in alten Ansichten'

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48. Weithin das Stadtbild beherrschend, erhebt sicb auf dem freien Terrain zwischen Rathaus und Markt der nunmehr vollendete Neubau unserer Stadthalle, die nicht nur dazu bestimmt ist, als Versammlungs- oder Festlokal zu dienen, sondern deren Hauptzweck sein wird, unserer Jugend, unseren Kindern Gelegenheit zu bieten zum Turnen, und zwar in einem Raum, der geschûtzt ist gegen die Unbilden der Witterung und der zugleich hell und luftig allen hygienischen Ansprüchen gerecht wird. (IV) Im Bild die Eingangshalle.

49. Die Halle ist eine der größten in unserer Provinz, Was dagegen die innere Ausstattung anbelangt, so dürfte sie wohl die schönste in unserer Heimatprovinz sein, wenigstens ist uns keine schönere bekannt. Die gesamten Tischlerarbeiten wurden der Fa. Gebr. Ramm hierselbst als Generalunternehmen übertragen. Sämtliche Entwürfe und Details wurden durch den Architekten Stoffers in Kiel gefertigt. (V)

50.25 Meter beträgt die Länge und 14 Meter die Breite des stolzen Raumes, der von einer Holztonne, welche eine Höhe von 11 Metern erreicht, überwölbt wird. Durch eine Niederdruckdampfheizung gelingt es ohne Schwierigkeiten, den kolossalen Raum mit seinen 3 375 Kubikmetern zu erwärmen. Zur dekorativen Ausmalung der Halle wurde der Maler Otto Vehrs in Kiel herangezogen. Mögen die Mauem der Turnhalle nicht nur auf fleißiges Turnen hinabsehen, sondern möge sie auch häufig von Wettkämpfen heimkehrende Sieger begrüßen. (VI)

51. Wohl selten sind die Räume des Schützenhofes von einer so zahlreichen Zuschauermenge besucht gewesen als am Mittwoch abend, wo der Preetzer Männer Turnverein sein Frühjahrsfest abhielt. Auch die lugendabteilung war zur Verherrlichung des Abends herangezogen. Der Reigen der 'Schnitter und Schnitterinnen', welcher von 6 Knaben und 6 Madehen aufgeführt wurde, bot ein liebliches Bild. Trotz des eng bemessenen Raumes auf der Bühne wurde der nicht ganz leichte und recht lang dauernde Reigen vorzüglich durchgeführt. (VII)

52. Direkt neben der StadthalIe liegt die schon 1828 erbaute Schule. Zur Erinnerung an die Vermählung von Prinzessin Wilhelmine Marie mit dem Prinzen Friedrich Carl am 1. November 1828 wurde diese Elementarschule 'Wilhelminenschule' genannt. 1887 ließ sich das Kollegium abbilden. Stehend von links: Lehrer Breckwoldt, Hüttmann, Asmus, Lorenzen, Möller und Fräulein Hermanni. Sitzend von links: Lehrer Stiscola, Dimigen, Köhnhold, Brodersen und lensen.

53. Wohl aus der gleichen Zeit stammt die Aufnahme dieser Mädchenklasse der Wilhelminenschule. Die Schule war aufgeteilt in eine Knabenbürgerschule und eine Mädchenbürgerschule. Koedukation war damals noch unbekannt. Ebenso haben sich Benehmen und Aussehen in der Zwischenzeit sehr gewandelt.

54. Am 31. Mai 1866 fand die Einweihung der Bahnlinie Lübeck-Kiel statt. Es handelte sich in Preetz nur um ein Gleis sowie um ein Ladegleis zum Be- und Entladen von Güterwagen. Im Jahr 1872 wurden schon 90 621 Passagiere gezählt. Die Räume im ErdgeschoB des Bahnhofes bestanden aus Wartesaal I und II sowie einem Damenzimmer, nur für Damen des adeligen Klosters. Dazu noch ein Raum für Güterabfertigung und Fahrkartenausgabe. Auf dem Bild die derzeitigen Bediensteten des Bahnhofes.

55. Seit jeher ist die Kirchenstraße, früher Flekkenstraße genannt, die 'Hauptstraße' in Preetz. Sie wird schon in der Dankwerth-Karte von 1649 verzeichnet. Hier zieht gerade der 'Lindwurm' sämtlicher Schülerinnen und Schüler aller Preetzer Schulen aus Anlaß des überall berühmten Preetzer Kinderfestes vor den festlich geschmückten Häusern der westlichen Kirchenstraßenseite vorüber.

56. Dieses Haus gehörte 1864 dem Maurermeister Johann Friedrich Daniel Koch. Die beiden Jungen vor der Tür sind seine Söhne. 1864 war in Preetz Einquartierung. Hier in Preetz, ein kleines nettes Städtchen mit 4970 Einwohnern, sind wir heute eingerückt. Ich liege bei einem sehr reichen Maurermeister im besten Quartier. Es sind verständige, gebildete Leute, aber sie haben mich nicht zu Tisch gebeten, sondern mir alles, was ich verlangte, in mein Zimmer geschickt und die kleine Frau läßt immer fragen, was ich befehle. (VIII)

57. Der südliche Teil der Kirchenstraße, wie er früher aussah. Die Häuser links mußten in der Mitte unseres Jahrhunderts wegen der Straßenverbreiterung fallen, dabei waren es unter anderem sie, die der Stadt die anheimelnde Enge und den prägenden Charakter gaben. Hinter der hohen Linde verborgen liegt die Stadtkirche. Auf dem großen, freien Platz unter der Linde fanden im Mittelalter Gerichtstage statt, später war es der beliebte Treffpunkt zum Wochenmarkt.

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