Preetz in alten Ansichten

Preetz in alten Ansichten

Auteur
:   Peter Pauselius
Gemeente
:   Preetz
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5222-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Preetz in alten Ansichten'

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58. Die einzelnen Straßen waren durch kleine Gänge miteinander verbunden, die gerne von Passanten zum Abkürzen ihrer Wege benutzt wurden. Da in Preetz zu jener Zeit jeder jeden kannte, wurde bei einem zufälligen Treffen auch gern mal ein 'Klönschnack' über den Zaun gehalten.

59. Im Jahre 1864 schreibt Graf Baudissin über seinen Aufenthalt in Preetz: Ich habe als Offizier einen ganzen Winter in Preetz gewohnt und bin bei einem Schuster in Quartier gewesen, und wenn ich die Wahrheit sagen soll, - ich habe nie ein besseres Quartier gefunden, als bei ihm; ich habe einen ganzen Winter abends l'Hombre gespielt, und der Schuster spielte seine Spadille mit ebenso vielem Geschick auf den Tisch, wie der reichste Gutsbesitzer. (IX) Im Bild das Haus des Schuhmachers Schreiber in der Kirchenstraße.

60. Genau gegenüber liegt heute noch das Pastorat, früher war es das Organistenhaus. Das Bild dieses breit ausladenden Baues mit seinen Risaliten, aufgenommen in der Nachmittagssonne, zeigt noch etwas von der Behäbigkeit und Beschaulichkeit jener Tage, als die Hausmädchen noch mit gestärkten Schürzen in der Türöffnung für die Aufnahme posieren durften.

61. Die Stadtkirche mit dem Kriegerdenkmal. Dies ist der erste Eindruck, den man, aus der Stadt kommend, von der Kirche hat. Baumeister Dallin errichtet den Turm 1726. An diesen schließt sich ein großes Kirchenschiff an, das im Osten in einem kleinen Chorraum endet. Das Denkmal wurde von dankbaren Preetzern für die in den Kriegen 1848-1851 sowie 1870/71 gefallenen Söhne der Stadt errichtet.

62. Oben: der Innenraum der Stadtkirche vor dem Umbau 1939. Ein Tonnengewölbe von ca. 18 m Spannweite, das an der linken Seite in den kleinen Chorraum übergeht. Die Kanzel genau an der Ecke zu beiden Räumen. An der Nordwand befanden sich die 'Stühle' für die Güter, das sind abgetrennte Kabinen, die es ermöglichen, daß nur Mitglieder der adeligen Familien in diesen am Gottesdienst teilnehmen konnten. Der vordere Leuchter ist 1641 von der Schneiderzunft, der hintere 1696 von der Schuhmacherzunft gestiftet.

Unten: der Chorraum der Kirche, der zum größten Teil noch mit Feldsteinen aufgemauert ist. Er stammt aus dem Anfang des 13. Jahrhunderts. Im Inneren ist noch der 1828 von Pastor Stöhr geweihte Altar zu sehen, zu dem Professor Lund das Gemälde nach Lucas 22,42Iieferte.

63. Die Stadtkirche von Süden her gesehen. Im Vordergrund der Garten des klösterlichen Waisenhauses, der mit einer Planke umzäunt war. In diese war eine Tür eingelassen, hinter der sich ein Brunnen befand, der nur von einer Brunnengemeinschaft umliegender Familien benutzt werden konnte. In dem Haus rechts befand sich 1876 neben einer Lohgerberei auch noch ein Fotoatelier .

64. Auf der gegenüberliegenden Seite des Waisenhausgartens lag die 'Caffe, Gewürzwaaren und Theehandlung' von Th. Kniphals. 1856 hatte Kniphals eine Ausbildung in Hamburg durchlaufen und dann dieses Geschäft übernommen. Er soll in Preetz den Handel mit Gewürzen eingeführt haben; zumindest hatte er als einer der wenigen in Preetz das königlich dänische Privileg, Schnaps, auszuschenken. Diese Erlaubnis hatten nicht einmal alle Gastwirtschaften.

65. Am Ende der Kirchenstraße lag das Geschäft von J.C. Feldmann. Dieses war 1810 als 'Colonial- und Eisenwaarenladen' gegründet worden. 1908 übernahm Johannes Stocks das Geschäft mit Eisenwaren, Öfen, Eisenkurzwaren, Haushaltungsgegenständen, Kolonialwaren, Weinen und Zigarren. Im Vordergrund die schlagkräftige Truppe der Preetzer Feuerwehr mit dem 'modernen' Hydrophor.

66. Auf dem Weg in Richtung Kühren schließt sich-der Feldmannplatz an. Im Bildhintergrund steht noch ein Speicher, der zum Geschäft Feldmann gehörte. Auf dem Platz davor, den heute der Schusterjunge ziert, stand bis in die dreißiger Jahre ein Trafohaus. Bemerkenswert ist der Brunnen davor, der den umliegenden Häusern als Frischwasserspender diente.

67. Direkt hinter dem Feldmann'schen Speicher teilt sich die Straße in die Löptiner Straße und die Kronsburg. An dieser Stelle war seit alters her ein größerer Platz, im Volksmund 'Gänsemarkt' genannt. Am 24. Mai 1889 brannten insgesamt acht Wohnhäuser und elf Nebengebäude zwischen der Kührener Straße und dem Gänsemarkt ab. Kurz darauf waren sie neu gebaut, und so prangt auch am Haus des Bauern Böhlk stolz die Jahreszahl1889.

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